3. Neue naturphilosophische Grammatik des Periodensystems
A) Elemente als Widerstands- und Resonanzzentren
Ein Element ist nicht ein „Ding“, sondern ein Resistenzspeicher + Differenztrieb:
- Resistenzspeicher (Masse, Elektronendichte, Kernstabilität)
- Differenztrieb (Elektronegativität, Affinität, Ionisierbarkeit)
Diese beiden Pole sind selten ausgeglichen → 51:49-Asymmetrien überall.
B) Bindungen als Asymmetrieflüsse
Eine chemische Bindung ist traditionell eine „geteilte Elektronenpaarbindung“.
In der 51:49-Grammatik ist sie:
- ein Asymmetriefluss zwischen zwei Resistenzspeichern
- eine Rückkopplungsoszillation (Polarität, Partialladungen)
- ein fließendes Gleichgewicht (VSEPR, Hybridisierung)
- ein Funktionieren unter Widerstand, kein perfektes Paaren
C) Periodizität als rekursive Fibonacci-Prozessstruktur
Wenn man die Perioden betrachtet:
- 2
- 8
- 8
- 18
- 18
- 32
Diese Zahlenfolge ist keine strenge Symmetrie,
sondern eine wachsende, rekursive, fibonaccianahe Staffelung.
Die Natur füllt nicht ideale Schalen,
sie füllt lokale Energieminima – ein Fibonacci-ähnliches Wachstum im Energieraum.
D) Der Goldene Schnitt als Stabilitätsfenster
Die stabilsten Konfigurationen im Periodensystem – Edelgase, halbvolle und volle d- und f-Orbitale, sowie bestimmte Hybridisierungswinkel – liegen auffällig oft in Bereichen, die energetisch zwischen extremer Bindungsstärke und Bindungslosigkeit stehen:
Das ist funktional genau das, was der Goldene Schnitt macht:
- Stabilität durch optimale Asymmetrie
- kein Maximum, kein Minimum
- ein elastisches Funktionsfenster
Beispiele:
- sp³-Hybridisierung (109,5° ≈ stabilste Raumaufteilung)
- π-Elektronenresonanz (Benzol, Aromaten)
- Wasserstoffbrücken als „elastische“ Bindungen
E) Kippmomente als chemische Reaktivitätsgrenzen
Jedes Element besitzt:
- Reaktivitätsschwellen
- Redoxfenster
- pH-Instabilitäten
- Oxidationslimitierungen
- Energiekippstellen
Diese Kipppunkte sind entscheidend für:
- Korrosion
- Verbrennung
- Explosion
- Polymerisation
- Denaturierung
- Lösungsvorgänge
Das sind genau die Grenzphänomene, die in einem 51:49-Plexusmodell präzise beschreibbar werden.
