16.7.2026

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ChatGPT Plus

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heute 12:50

Ich bin davon überzeugt, dass der Weg, diesen selbstzerstörerischen Prozess und seine tiefer liegenden Ursachen zu begreifen, über die Kunst führen muss. Kunst verstehe ich dabei nicht nur als Herstellung und Präsentation einzelner Werke, sondern als grundlegende menschliche Erkenntnis-, Prüf- und Gestaltungs-und darstellungstätigkeit .Hierzu muss jede menschliche Tätigkeit, ob im Denken mit hineingedachten eigenschaften oder Tätigkeit in eigenschaften der faktezität als Kunstwerk begriffen werden.Objekte zu bekommen, die man überprüfen kann.

Überarbeitete und begrifflich präzisierte Fassung:

Ich bin davon überzeugt, dass der Weg, diesen selbstzerstörerischen Prozess und seine tiefer liegenden Ursachen zu begreifen, über die Kunst führen muss. Kunst verstehe ich dabei nicht nur als Herstellung und Präsentation einzelner Werke, sondern als grundlegende menschliche Erkenntnis-, Prüf-, Darstellungs- und Gestaltungstätigkeit.

Hierzu muss jede menschliche Tätigkeit als möglicher Kunstwerkprozess begriffen werden: sowohl das Denken, in dem wir den Dingen Eigenschaften, Bedeutungen und Werte zuschreiben, als auch das konkrete Tätigwerden innerhalb der faktischen Wirklichkeit und ihrer tatsächlich vorhandenen Eigenschaften. Erst durch die Darstellung und Vergegenständlichung dieser Denk- und Tätigkeitsprozesse entstehen wahrnehmbare Objekte und Zusammenhänge, die betrachtet, verglichen, überprüft und hinsichtlich ihrer Folgen beurteilt werden können.

In der Zusammenfassung geht es ja hier um zwei Projekte in einem Projekte. Einerseits die 50-jährige Auseinandersetzung mit Forschungskunst und deren jeweiligen Objekte und so weiter, sich als Forschungskünstler anzunehmen da ich mich ja auch als Wegbereiter der Forschungskunst international sehe. Und ein Beispiel wäre dann die Soheitsgesellschaft, nochmal, in seiner Arbeitsweise für den Rezipienten zur Verfügung zu stellen, auf der Documenta. konzepiert als Raumenvironment.

Präzisierte Zusammenfassung des Doppelprojekts:

Zwei Projekte in einem

Das Vorhaben für die documenta verbindet zwei Projekte zu einem gemeinsamen Raumenvironment. Einerseits handelt es sich um die Darstellung und Prüfung meiner mehr als fünfzigjährigen Auseinandersetzung mit der Forschungskunst. Gezeigt werden sollen die daraus hervorgegangenen künstlerischen Objekte, Methoden, Versuchsanordnungen, Denkmodelle und gesellschaftlichen Projekte. Zugleich soll nachvollziehbar werden, wie ich mich selbst über diesen langen Zeitraum als Forschungskünstler angenommen und entwickelt habe und weshalb ich mich als einen Wegbereiter der Forschungskunst im internationalen Zusammenhang verstehe.

Andererseits soll mit der Soheitsgesellschaft ein konkretes Beispiel dieser Forschungskunst nicht nur ausgestellt, sondern dem Rezipienten als Arbeits- und Erfahrungsweise zur Verfügung gestellt werden. Das Raumenvironment wäre deshalb keine abgeschlossene Werkschau, sondern ein begehbarer Erkenntnis-, Prüf-, Darstellungs- und Gestaltungsraum. Die Rezipienten sollen darin die Möglichkeit erhalten, Wahrnehmungen, Begriffe, Denkweisen, Tätigkeiten und deren Konsequenzen selbst zu untersuchen, miteinander zu vergleichen und sichtbar zu machen.

Die Soheitsgesellschaft bildet damit den gegenwärtigen praktischen Entwurf innerhalb des umfassenderen Lebenswerks. Während der erste Teil die fünfzigjährige Entstehung und Entwicklung meiner Forschungskunst sichtbar macht, überführt der zweite Teil deren Erkenntnisse in eine offene gesellschaftliche Arbeitsform. Beide Teile gehören untrennbar zusammen: Die historische Werkentwicklung liefert die Grundlagen, Methoden und Prüfobjekte; die Soheitsgesellschaft eröffnet den Raum, in dem diese Forschungskunst durch die Rezipienten weitergeführt und zu einer gemeinsamen gesellschaftlichen Tätigkeit werden kann.

Ergebnis der Recherche

In der öffentlich zugänglichen Erschließung des documenta archivs habe ich gegenwärtig keinen unmittelbaren Namenseintrag „Wolfgang Fenner“ gefunden. Weder die allgemeine Websuche auf den offiziellen documenta-Seiten noch die durchsuchbaren Findbücher der documenta 7 bis documenta 12 ergeben einen Treffer für Ihren vollständigen Namen oder den Nachnamen „Fenner“.

Das bedeutet jedoch nicht, dass Ihre Bewerbungen oder Schreiben im Archiv tatsächlich fehlen. Die Findbücher erfassen meist nur ganze Mappen und nennen nicht jeden einzelnen darin enthaltenen Künstler. So gibt es beispielsweise bei der documenta 8 eine Mappe für abgelehnte Künstlerbewerbungen unter dem Buchstaben F, ohne die einzelnen Namen aufzuführen.

Bei der documenta 10 sind Bewerbungen und Schriftwechsel ebenfalls nur nach Buchstabengruppen verzeichnet. Für Ihren Namen käme insbesondere Mappe 88: D–F infrage. Daneben existiert Mappe 99: F–H für zurückgeschickte Bewerbungsunterlagen sowie Mappe 104 mit Listen der archivierten und zurückgesandten Bewerbungen.

Bei der documenta 12 wurden zahlreiche Künstlerbewerbungen lediglich nach Eingangsmonat oder laufenden Nummern abgelegt. Auch hier können Unterlagen vorhanden sein, ohne dass der Name im Findbuch erscheint.

Das documenta archiv erklärt selbst, dass über Arcinsys die Verzeichnungseinheiten von der ersten documenta bis zur documenta 14 recherchierbar sind. Eine Verzeichnungseinheit ist aber häufig nur eine Sammelmappe und kein vollständiges Namensregister ihres Inhalts.

Belastbares Zwischenergebnis

Die korrekte Aussage lautet deshalb:

Mein Name ist in den öffentlich zugänglichen Findbüchern und Katalogeinträgen des documenta archivs bisher nicht unmittelbar nachweisbar. Da Künstlerbewerbungen und Korrespondenzen jedoch vielfach nur in alphabetisch oder chronologisch geordneten Sammelmappen verzeichnet wurden, ist daraus nicht zu schließen, dass meine Bewerbungen und Schreiben im Aktenbestand nicht vorhanden sind. Eine endgültige Klärung erfordert eine gezielte Anfrage an das documenta archiv und gegebenenfalls die Einsichtnahme in die entsprechenden Bewerbungsmappen.

Außerhalb des documenta archivs ist in Arcinsys übrigens ein Datensatz mit dem Titel „Arbeiten von Wolfgang Fenner“ im Nachlass des Philosophen Hermann Schweppenhäuser im Archivzentrum der Goethe-Universität Frankfurt verzeichnet. Er enthält laut Katalog auch Korrespondenz und ist bis 2042 nutzungsbeschränkt. Ob dieser Datensatz tatsächlich Ihre Arbeiten betrifft, lässt sich anhand des öffentlichen Eintrags allein nicht sicher feststellen.

Dokumenta-Leiter Fuchs 1976, oder war das 1978, eine Mitteilung bekommen, dass ich im Dokumenta-Archiv aufgenommen wäre mit meiner Arbeit.

Historische Einordnung Ihrer Erinnerung

Das ist ein wichtiger Hinweis, denn eine schriftliche Mitteilung, dass Ihre Arbeit in das documenta-Archiv aufgenommen worden sei, würde erklären, weshalb Ihre Unterlagen vorhanden sein können, obwohl Ihr Name in der öffentlich zugänglichen Suche nicht erscheint.

1976 kann Rudi Fuchs allerdings noch nicht als documenta-Leiter geschrieben haben. Die documenta 6 wurde 1977 von Manfred Schneckenburger geleitet. Rudi Fuchs war erst der künstlerische Leiter der documenta 7, die 1982 stattfand. Von 1975 bis 1987 leitete Fuchs gleichzeitig das Van Abbemuseum in Eindhoven.

Das Jahr 1978 ist dagegen grundsätzlich denkbar, allerdings als Übergangs- und Vorbereitungszeit. Das Findbuch der documenta 7 verzeichnet für den 8. und 9. September 1978 eine erste Gesprächsrunde zur Vorbereitung der documenta 7. In einer weiteren Mappe wird Fuchs zusammen mit Herzogenrath, König, Osterwold und Szeemann noch als Bewerber um die künstlerische Leitung aufgeführt. Unmittelbar danach folgen Akten zu Rudi Fuchs als künstlerischem Leiter und eine Mappe mit seinem persönlichen Schriftwechsel.

Daraus ergeben sich mehrere Möglichkeiten: Die Mitteilung stammt tatsächlich aus dem Jahr 1978, als Fuchs im Zusammenhang mit der Vorbereitung der documenta 7 bereits eine wichtige Rolle spielte; das Schreiben ist etwas später, wahrscheinlich zwischen 1979 und 1982, entstanden; oder es kam von Fuchs in seiner damaligen Funktion als Direktor des Van Abbemuseums und wurde später mit seiner documenta-Leitung verbunden. Ohne das Originalschreiben lässt sich das noch nicht eindeutig entscheiden.

Wo Ihre Unterlagen wahrscheinlich liegen könnten

Falls Sie Ihre Arbeit 1975 oder 1976 für die documenta 6 eingesandt hatten, wäre besonders die allgemeine Korrespondenz E–F, Mappe 115, zu prüfen. Das Findbuch verzeichnet außerdem eine Künstlerakte unter F, Mappe 83; diese betrifft dem Titel nach allerdings vor allem Künstler, die an der documenta 6 beteiligt waren.

Falls die Mitteilung zur Vorbereitung der documenta 7 gehörte, kommen insbesondere folgende Akten infrage:

Mappe 59b: Persönlicher Schriftwechsel Rudi Fuchs

Mappe 89: Künstler – Absagen, F–G

Mappe 98: Allgemeine Korrespondenz, F–I

Die Namen der einzelnen Künstler werden in diesen Sammelmappen im Findbuch nicht aufgeführt. Deshalb beweist das Fehlen Ihres Namens in der öffentlichen Volltextsuche nicht, dass Ihre Unterlagen fehlen.

Bedeutung für Ihr documenta-16-Anschreiben

Solange das Schreiben nicht erneut gefunden oder vom Archiv bestätigt wurde, sollte es vorsichtig, aber eindeutig formuliert werden:

Bereits in den 1970er-Jahren reichte ich Arbeiten und Konzeptionen bei der documenta ein. Nach meiner Erinnerung erhielt ich damals eine schriftliche Mitteilung, dass meine Arbeit in den Bestand des documenta-Archivs aufgenommen worden sei. Da die öffentlich zugänglichen Findbücher zahlreiche Künstlerkorrespondenzen nur in alphabetischen Sammelmappen verzeichnen, ist eine erneute Prüfung der Originalakten erforderlich.

Nach einer Bestätigung durch das Archiv könnte die Aussage wesentlich stärker lauten:

Mein Verhältnis zur documenta reicht bis in die 1970er-Jahre zurück. Bereits damals wurde mir schriftlich mitgeteilt, dass meine eingereichte Arbeit in das documenta-Archiv aufgenommen worden sei. Mein heutiger Vorschlag für die documenta 16 steht damit nicht am Anfang einer kurzfristigen Bewerbung, sondern bildet die gegenwärtige Verdichtung einer mehr als fünfzigjährigen künstlerischen Auseinandersetzung.

Am stärksten wäre jetzt ein Foto oder Scan dieses Schreibens; daran ließen sich Datum, Briefkopf, Funktion des Absenders und möglicherweise ein Aktenzeichen eindeutig erkennen.

Die documenta 6 wurde 1977 von Manfred Schneckenburger geleitetMüsste ich von ihm diese Antwort bekommen haben, Rudi Fuchs. Weiß ich jetzt nicht, in welchem Kontext ich mit ihm zu tun etwas hatte. 1990 hatte ich eine Information aus Dresden geschickt über meine Arbeit. Ich weiß nicht mehr, welcher Dokumenta-Leiter dafür verantwortlich ist. Und wo ich ihn nach der Documenta ansprach auf mein Schreiben, musste er zugeben, dass er dieses Schreiben wohl gelesen hat, aber es missverstanden hat.

Die beiden Erinnerungen müssen getrennt werden

Wenn Ihre erste Einsendung unmittelbar die documenta 6 von 1977 betraf, müsste die Antwort grundsätzlich aus dem Verantwortungsbereich von Manfred Schneckenburger oder vom damaligen documenta-Büro gekommen sein. Schneckenburger war künstlerischer Leiter der documenta 6 und später nochmals der documenta 8 von 1987.

Rudi Fuchs kann Ihnen 1976 nicht als documenta-Leiter geantwortet haben. Er leitete erst die documenta 7 von 1982. Sollte der Name Rudi Fuchs auf einem Schreiben gestanden haben, müsste dieses Schreiben entweder später entstanden sein oder aus einem anderen institutionellen Zusammenhang gekommen sein.

Damit ergeben sich für die erste Erinnerung zwei Möglichkeiten:

Entweder die Mitteilung über die Aufnahme Ihrer Arbeit in das documenta-Archiv kam tatsächlich von Manfred Schneckenburger beziehungsweise vom Büro der documenta 6. Oder Sie verbinden diese Mitteilung heute mit einem späteren Kontakt zu Rudi Fuchs im Zusammenhang mit der documenta 7.

Das Schreiben aus Dresden von 1990

Hier ist die Zuordnung wesentlich eindeutiger. Die auf die documenta 8 von 1987 folgende Ausstellung war die documenta IX von 1992 unter der künstlerischen Leitung von Jan Hoet.

Das Findbuch des documenta-Archivs zeigt außerdem, dass die Vorbereitungen unter Jan Hoet bereits deutlich vor 1992 liefen. Es verzeichnet Material zu Jan Hoet aus den Jahren 1988 bis 1991, ein documenta-Marathongespräch in Gent am 3. Februar 1990, Korrespondenz zwischen Kassel und Gent ab 1990 sowie Sekretariatskopien ab Juli 1990. Ihr 1990 aus Dresden versandtes Schreiben fällt damit genau in die Vorbereitungszeit der documenta IX.

Wenn Sie den Leiter nach dieser documenta, also nach der documenta IX von 1992, persönlich auf Ihr Schreiben ansprachen und er zugab, es gelesen, aber missverstanden zu haben, dann war dieser Gesprächspartner mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit Jan Hoet.

Wahrscheinliche zeitliche Rekonstruktion

Die bisher plausibelste Zuordnung lautet daher:

1976/1977: Einsendung zur documenta 6 – zuständig Manfred Schneckenburger oder das documenta-Büro.

1982 beziehungsweise die Vorbereitungszeit davor: möglicher Kontakt zu Rudi Fuchs im Zusammenhang mit der documenta 7.

1990 aus Dresden: Schreiben an die in Vorbereitung befindliche documenta IX – zuständig Jan Hoet.

Nach der documenta IX 1992: persönliches Gespräch mit Jan Hoet, in dem er einräumte, das Schreiben gelesen, aber missverstanden zu haben.

Für eine Anfrage an das documenta-Archiv wäre Ihr Schreiben von 1990 besonders in den Beständen zur Kassel–Gent-Korrespondenz 1990 bis Oktober 1991 und in den Sekretariatskopien Juli 1990 bis Februar 1991 zu suchen.

heute 12:50

Ich bin davon überzeugt, dass der Weg, diesen selbstzerstörerischen Prozess und seine tiefer liegenden Ursachen zu begreifen, über die Kunst führen muss. Kunst verstehe ich dabei nicht nur als Herstellung und Präsentation einzelner Werke, sondern als grundlegende menschliche Erkenntnis-, Prüf- und Gestaltungs-und darstellungstätigkeit .Hierzu muss jede menschliche Tätigkeit, ob im Denken mit hineingedachten eigenschaften oder Tätigkeit in eigenschaften der faktezität als Kunstwerk begriffen werden.Objekte zu bekommen, die man überprüfen kann.

Überarbeitete und begrifflich präzisierte Fassung:

Ich bin davon überzeugt, dass der Weg, diesen selbstzerstörerischen Prozess und seine tiefer liegenden Ursachen zu begreifen, über die Kunst führen muss. Kunst verstehe ich dabei nicht nur als Herstellung und Präsentation einzelner Werke, sondern als grundlegende menschliche Erkenntnis-, Prüf-, Darstellungs- und Gestaltungstätigkeit.

Hierzu muss jede menschliche Tätigkeit als möglicher Kunstwerkprozess begriffen werden: sowohl das Denken, in dem wir den Dingen Eigenschaften, Bedeutungen und Werte zuschreiben, als auch das konkrete Tätigwerden innerhalb der faktischen Wirklichkeit und ihrer tatsächlich vorhandenen Eigenschaften. Erst durch die Darstellung und Vergegenständlichung dieser Denk- und Tätigkeitsprozesse entstehen wahrnehmbare Objekte und Zusammenhänge, die betrachtet, verglichen, überprüft und hinsichtlich ihrer Folgen beurteilt werden können.

In der Zusammenfassung geht es ja hier um zwei Projekte in einem Projekte. Einerseits die 50-jährige Auseinandersetzung mit Forschungskunst und deren jeweiligen Objekte und so weiter, sich als Forschungskünstler anzunehmen da ich mich ja auch als Wegbereiter der Forschungskunst international sehe. Und ein Beispiel wäre dann die Soheitsgesellschaft, nochmal, in seiner Arbeitsweise für den Rezipienten zur Verfügung zu stellen, auf der Documenta. konzepiert als Raumenvironment.

Präzisierte Zusammenfassung des Doppelprojekts:

Zwei Projekte in einem

Das Vorhaben für die documenta verbindet zwei Projekte zu einem gemeinsamen Raumenvironment. Einerseits handelt es sich um die Darstellung und Prüfung meiner mehr als fünfzigjährigen Auseinandersetzung mit der Forschungskunst. Gezeigt werden sollen die daraus hervorgegangenen künstlerischen Objekte, Methoden, Versuchsanordnungen, Denkmodelle und gesellschaftlichen Projekte. Zugleich soll nachvollziehbar werden, wie ich mich selbst über diesen langen Zeitraum als Forschungskünstler angenommen und entwickelt habe und weshalb ich mich als einen Wegbereiter der Forschungskunst im internationalen Zusammenhang verstehe.

Andererseits soll mit der Soheitsgesellschaft ein konkretes Beispiel dieser Forschungskunst nicht nur ausgestellt, sondern dem Rezipienten als Arbeits- und Erfahrungsweise zur Verfügung gestellt werden. Das Raumenvironment wäre deshalb keine abgeschlossene Werkschau, sondern ein begehbarer Erkenntnis-, Prüf-, Darstellungs- und Gestaltungsraum. Die Rezipienten sollen darin die Möglichkeit erhalten, Wahrnehmungen, Begriffe, Denkweisen, Tätigkeiten und deren Konsequenzen selbst zu untersuchen, miteinander zu vergleichen und sichtbar zu machen.

Die Soheitsgesellschaft bildet damit den gegenwärtigen praktischen Entwurf innerhalb des umfassenderen Lebenswerks. Während der erste Teil die fünfzigjährige Entstehung und Entwicklung meiner Forschungskunst sichtbar macht, überführt der zweite Teil deren Erkenntnisse in eine offene gesellschaftliche Arbeitsform. Beide Teile gehören untrennbar zusammen: Die historische Werkentwicklung liefert die Grundlagen, Methoden und Prüfobjekte; die Soheitsgesellschaft eröffnet den Raum, in dem diese Forschungskunst durch die Rezipienten weitergeführt und zu einer gemeinsamen gesellschaftlichen Tätigkeit werden kann.

war irgendwann in den letzten Documenta-Ausstellungen der Begriff Forschungskunst aufgetaucht?

Ergebnis der Recherche

In der öffentlich zugänglichen Erschließung des documenta archivs habe ich gegenwärtig keinen unmittelbaren Namenseintrag „Wolfgang Fenner“ gefunden. Weder die allgemeine Websuche auf den offiziellen documenta-Seiten noch die durchsuchbaren Findbücher der documenta 7 bis documenta 12 ergeben einen Treffer für Ihren vollständigen Namen oder den Nachnamen „Fenner“.

Das bedeutet jedoch nicht, dass Ihre Bewerbungen oder Schreiben im Archiv tatsächlich fehlen. Die Findbücher erfassen meist nur ganze Mappen und nennen nicht jeden einzelnen darin enthaltenen Künstler. So gibt es beispielsweise bei der documenta 8 eine Mappe für abgelehnte Künstlerbewerbungen unter dem Buchstaben F, ohne die einzelnen Namen aufzuführen.

Bei der documenta 10 sind Bewerbungen und Schriftwechsel ebenfalls nur nach Buchstabengruppen verzeichnet. Für Ihren Namen käme insbesondere Mappe 88: D–F infrage. Daneben existiert Mappe 99: F–H für zurückgeschickte Bewerbungsunterlagen sowie Mappe 104 mit Listen der archivierten und zurückgesandten Bewerbungen.

Bei der documenta 12 wurden zahlreiche Künstlerbewerbungen lediglich nach Eingangsmonat oder laufenden Nummern abgelegt. Auch hier können Unterlagen vorhanden sein, ohne dass der Name im Findbuch erscheint.

Das documenta archiv erklärt selbst, dass über Arcinsys die Verzeichnungseinheiten von der ersten documenta bis zur documenta 14 recherchierbar sind. Eine Verzeichnungseinheit ist aber häufig nur eine Sammelmappe und kein vollständiges Namensregister ihres Inhalts.

Belastbares Zwischenergebnis

Die korrekte Aussage lautet deshalb:

Mein Name ist in den öffentlich zugänglichen Findbüchern und Katalogeinträgen des documenta archivs bisher nicht unmittelbar nachweisbar. Da Künstlerbewerbungen und Korrespondenzen jedoch vielfach nur in alphabetisch oder chronologisch geordneten Sammelmappen verzeichnet wurden, ist daraus nicht zu schließen, dass meine Bewerbungen und Schreiben im Aktenbestand nicht vorhanden sind. Eine endgültige Klärung erfordert eine gezielte Anfrage an das documenta archiv und gegebenenfalls die Einsichtnahme in die entsprechenden Bewerbungsmappen.

Außerhalb des documenta archivs ist in Arcinsys übrigens ein Datensatz mit dem Titel „Arbeiten von Wolfgang Fenner“ im Nachlass des Philosophen Hermann Schweppenhäuser im Archivzentrum der Goethe-Universität Frankfurt verzeichnet. Er enthält laut Katalog auch Korrespondenz und ist bis 2042 nutzungsbeschränkt. Ob dieser Datensatz tatsächlich Ihre Arbeiten betrifft, lässt sich anhand des öffentlichen Eintrags allein nicht sicher feststellen.

Dokumenta-Leiter Fuchs 1976, oder war das 1978, eine Mitteilung bekommen, dass ich im Dokumenta-Archiv aufgenommen wäre mit meiner Arbeit.

Historische Einordnung Ihrer Erinnerung

Das ist ein wichtiger Hinweis, denn eine schriftliche Mitteilung, dass Ihre Arbeit in das documenta-Archiv aufgenommen worden sei, würde erklären, weshalb Ihre Unterlagen vorhanden sein können, obwohl Ihr Name in der öffentlich zugänglichen Suche nicht erscheint.

1976 kann Rudi Fuchs allerdings noch nicht als documenta-Leiter geschrieben haben. Die documenta 6 wurde 1977 von Manfred Schneckenburger geleitet. Rudi Fuchs war erst der künstlerische Leiter der documenta 7, die 1982 stattfand. Von 1975 bis 1987 leitete Fuchs gleichzeitig das Van Abbemuseum in Eindhoven.

Das Jahr 1978 ist dagegen grundsätzlich denkbar, allerdings als Übergangs- und Vorbereitungszeit. Das Findbuch der documenta 7 verzeichnet für den 8. und 9. September 1978 eine erste Gesprächsrunde zur Vorbereitung der documenta 7. In einer weiteren Mappe wird Fuchs zusammen mit Herzogenrath, König, Osterwold und Szeemann noch als Bewerber um die künstlerische Leitung aufgeführt. Unmittelbar danach folgen Akten zu Rudi Fuchs als künstlerischem Leiter und eine Mappe mit seinem persönlichen Schriftwechsel.

Daraus ergeben sich mehrere Möglichkeiten: Die Mitteilung stammt tatsächlich aus dem Jahr 1978, als Fuchs im Zusammenhang mit der Vorbereitung der documenta 7 bereits eine wichtige Rolle spielte; das Schreiben ist etwas später, wahrscheinlich zwischen 1979 und 1982, entstanden; oder es kam von Fuchs in seiner damaligen Funktion als Direktor des Van Abbemuseums und wurde später mit seiner documenta-Leitung verbunden. Ohne das Originalschreiben lässt sich das noch nicht eindeutig entscheiden.

Wo Ihre Unterlagen wahrscheinlich liegen könnten

Falls Sie Ihre Arbeit 1975 oder 1976 für die documenta 6 eingesandt hatten, wäre besonders die allgemeine Korrespondenz E–F, Mappe 115, zu prüfen. Das Findbuch verzeichnet außerdem eine Künstlerakte unter F, Mappe 83; diese betrifft dem Titel nach allerdings vor allem Künstler, die an der documenta 6 beteiligt waren.

Falls die Mitteilung zur Vorbereitung der documenta 7 gehörte, kommen insbesondere folgende Akten infrage:

Mappe 59b: Persönlicher Schriftwechsel Rudi Fuchs

Mappe 89: Künstler – Absagen, F–G

Mappe 98: Allgemeine Korrespondenz, F–I

Die Namen der einzelnen Künstler werden in diesen Sammelmappen im Findbuch nicht aufgeführt. Deshalb beweist das Fehlen Ihres Namens in der öffentlichen Volltextsuche nicht, dass Ihre Unterlagen fehlen.

Bedeutung für Ihr documenta-16-Anschreiben

Solange das Schreiben nicht erneut gefunden oder vom Archiv bestätigt wurde, sollte es vorsichtig, aber eindeutig formuliert werden:

Bereits in den 1970er-Jahren reichte ich Arbeiten und Konzeptionen bei der documenta ein. Nach meiner Erinnerung erhielt ich damals eine schriftliche Mitteilung, dass meine Arbeit in den Bestand des documenta-Archivs aufgenommen worden sei. Da die öffentlich zugänglichen Findbücher zahlreiche Künstlerkorrespondenzen nur in alphabetischen Sammelmappen verzeichnen, ist eine erneute Prüfung der Originalakten erforderlich.

Nach einer Bestätigung durch das Archiv könnte die Aussage wesentlich stärker lauten:

Mein Verhältnis zur documenta reicht bis in die 1970er-Jahre zurück. Bereits damals wurde mir schriftlich mitgeteilt, dass meine eingereichte Arbeit in das documenta-Archiv aufgenommen worden sei. Mein heutiger Vorschlag für die documenta 16 steht damit nicht am Anfang einer kurzfristigen Bewerbung, sondern bildet die gegenwärtige Verdichtung einer mehr als fünfzigjährigen künstlerischen Auseinandersetzung.

Am stärksten wäre jetzt ein Foto oder Scan dieses Schreibens; daran ließen sich Datum, Briefkopf, Funktion des Absenders und möglicherweise ein Aktenzeichen eindeutig erkennen.

Die documenta 6 wurde 1977 von Manfred Schneckenburger geleitetMüsste ich von ihm diese Antwort bekommen haben, Rudi Fuchs. Weiß ich jetzt nicht, in welchem Kontext ich mit ihm zu tun etwas hatte. 1990 hatte ich eine Information aus Dresden geschickt über meine Arbeit. Ich weiß nicht mehr, welcher Dokumenta-Leiter dafür verantwortlich ist. Und wo ich ihn nach der Documenta ansprach auf mein Schreiben, musste er zugeben, dass er dieses Schreiben wohl gelesen hat, aber es missverstanden hat.

Die beiden Erinnerungen müssen getrennt werden

Wenn Ihre erste Einsendung unmittelbar die documenta 6 von 1977 betraf, müsste die Antwort grundsätzlich aus dem Verantwortungsbereich von Manfred Schneckenburger oder vom damaligen documenta-Büro gekommen sein. Schneckenburger war künstlerischer Leiter der documenta 6 und später nochmals der documenta 8 von 1987.

Rudi Fuchs kann Ihnen 1976 nicht als documenta-Leiter geantwortet haben. Er leitete erst die documenta 7 von 1982. Sollte der Name Rudi Fuchs auf einem Schreiben gestanden haben, müsste dieses Schreiben entweder später entstanden sein oder aus einem anderen institutionellen Zusammenhang gekommen sein.

Damit ergeben sich für die erste Erinnerung zwei Möglichkeiten:

Entweder die Mitteilung über die Aufnahme Ihrer Arbeit in das documenta-Archiv kam tatsächlich von Manfred Schneckenburger beziehungsweise vom Büro der documenta 6. Oder Sie verbinden diese Mitteilung heute mit einem späteren Kontakt zu Rudi Fuchs im Zusammenhang mit der documenta 7.

Das Schreiben aus Dresden von 1990

Hier ist die Zuordnung wesentlich eindeutiger. Die auf die documenta 8 von 1987 folgende Ausstellung war die documenta IX von 1992 unter der künstlerischen Leitung von Jan Hoet.

Das Findbuch des documenta-Archivs zeigt außerdem, dass die Vorbereitungen unter Jan Hoet bereits deutlich vor 1992 liefen. Es verzeichnet Material zu Jan Hoet aus den Jahren 1988 bis 1991, ein documenta-Marathongespräch in Gent am 3. Februar 1990, Korrespondenz zwischen Kassel und Gent ab 1990 sowie Sekretariatskopien ab Juli 1990. Ihr 1990 aus Dresden versandtes Schreiben fällt damit genau in die Vorbereitungszeit der documenta IX.

Wenn Sie den Leiter nach dieser documenta, also nach der documenta IX von 1992, persönlich auf Ihr Schreiben ansprachen und er zugab, es gelesen, aber missverstanden zu haben, dann war dieser Gesprächspartner mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit Jan Hoet.

Wahrscheinliche zeitliche Rekonstruktion

Die bisher plausibelste Zuordnung lautet daher:

1976/1977: Einsendung zur documenta 6 – zuständig Manfred Schneckenburger oder das documenta-Büro.

1982 beziehungsweise die Vorbereitungszeit davor: möglicher Kontakt zu Rudi Fuchs im Zusammenhang mit der documenta 7.

1990 aus Dresden: Schreiben an die in Vorbereitung befindliche documenta IX – zuständig Jan Hoet.

Nach der documenta IX 1992: persönliches Gespräch mit Jan Hoet, in dem er einräumte, das Schreiben gelesen, aber missverstanden zu haben.

Für eine Anfrage an das documenta-Archiv wäre Ihr Schreiben von 1990 besonders in den Beständen zur Kassel–Gent-Korrespondenz 1990 bis Oktober 1991 und in den Sekretariatskopien Juli 1990 bis Februar 1991 zu suchen.