9.3.2026

Aus Globale-Schwarm-Intelligenz

Inhaltsverzeichnis

Vorwort

Teil A: Ausgangspunkt, biografische Lage und erkenntnisleitende Setzung

  1. Zwischen Werkstatt, Kunstbetrieb und Wissenschaftsbetrieb: der Standort „zwischen den Stühlen“
  2. Kunst als Erkenntnismodell: Idee, Material, Werkzeug, Widerstandsprozess
  3. Theater als Prüfmodell: Rolle, Requisit, Bühnenwelt und Darsteller in der Verletzungswelt
  4. Alltägliche Kunst als Einstieg: Selbstmachen als Lernweg des Prüfmechanismus

Teil B: Grundbegriffe des Prüfsystems

  1. Vier-Ebenen-Modell: Funktionieren/Tragfähigkeit, Stoffwechsel/Leben, Symbol- und Geltungswelt, Prüfdesign/Rückkopplung
  2. Plastische Identität und skulpturale Identität: deutsche Unterscheidung Plastik/Skulptur als Modellkern
  3. Unverletzlichkeitswelt und Verletzungswelt: Folgenfreiheit, Bühnenlogik und physische Konsequenz
  4. Referenzsystem und Referenzfenster: Minimum/Maximum, Toleranzen, Kipppunkte
  5. 51:49 als Minimalasymmetrie: Betriebsmodus lebender Systeme und Gegenfolie zum 50:50-Symmetriedualismus

Teil C: Anthropologische Ausgangsstörung und Zeitmaßstab

  1. Geburt in die Mutation: postnatale Unreife, Kompetenzlücke, kulturelle Überformung
  2. Zwei-Sekunden-Weltenuhr: Atembeginn als Schwelle, Embryo-Übergang Wasser/Luft, Eintritt in Rückkopplung
  3. Der „Millisekunden-Mensch“: Beschleunigung, Zeitkonflikt zwischen Symbolsystemen und planetaren Maßstäben

Teil D: Betrugskonstruktionen und Entkopplungsmechanismen

  1. Innen/Außen, Subjekt/Objekt, Individuum: nützliche Beschreibungen als ontologische Fehlsetzung
  2. Umwelt versus Milieu: Perspektivverschiebung und Zentrierung des Ich
  3. Körper als Eigentum: Selbstbesitz, juristische Figur und Verlust der stofflichen Abhängigkeit
  4. Skulpturidentität als Leitfigur: Autonomiebehauptung, Selbstlegitimation, Folgenblindheit
  5. 50:50-Perfektionsschema: perfekte Ordnung, perfekte Form, perfekte Gesetzgebung als Entkopplungsästhetik
  6. Der Bastelladen des Ich: Selbstbedienung, Selbstoptimierung, Rollen- und Statusidentitäten

Teil E: Ökonomie, Geschäftsideologie und Gemeinsinnzerstörung

  1. Der Mensch als Geschäftsprodukt: Kaufen/Verkaufen von Können, Intelligenz, Aufmerksamkeit, Selbstbild
  2. Belohnungssysteme und Status: Verstärkerketten, Konkurrenzlogik, Rollenverwertung
  3. Gemeinsinn als Prüfmaß: Unterschied zwischen Kooperation als Ressource und Gemeinsinn als Lebensnotwendigkeit
  4. Planet als Ressource: Selbstbedienung des Planeten Erde als systemische Fehlarchitektur

Teil F: Intrapsychisch, intrapersonal, interpersonal, systemisch im Vier-Ebenen-Modell

  1. Begriffsklärung: Intrapsychisch, intrapersonal, interpersonal, systemisch als Blickrichtungen, nicht Zusatzebenen
  2. Zuordnung im Modell: Schnittstellen E2/E3 (Konflikt), E3 (Beziehung), E3/E4 (Institution/Musterordnung)
  3. Ich-Bewusstsein in Ebene 2: Stoffwechselverankerung, Mitbetroffenheit, Entstehung von Verantwortlichkeit
  4. Gefahr der Begriffe ohne Referenzfenster: Psychologie/Systemik als Optimierungs-Bastelladen der Selbstverwertung

Teil G: Wissenschaftsbetrieb und „als-ob“-Kritik

  1. Wissenschaft im 50:50-Modus: Neutralitätsdogma, Idealsymmetrie, Abkopplung von Tragfähigkeit
  2. Katastrophenforschung als Ausnahme: Technik lernt an Bruchstellen, Gesellschaft nicht in E3/E4
  3. „So-tun-als-ob“: Kritik ohne E4-Prüfarchitektur, Diskursradikalität ohne Rückkopplung

Teil H: Philosophische Resonanzräume und Abgrenzungen

  1. Antike Verschiebung: technē, Polis-Training, Maß und Gemeinsinn versus platonische Ideenvorrangigkeit
  2. Moderne Subjekttraditionen: Descartes/Kant und die Verfestigung der Skulpturidentität
  3. Phänomenologie und Leib: Anschlussstellen und Grenzen (Leibwahrheit ohne Referenzfenster)
  4. System-, Netzwerk- und Diskurstheorien: Leistungsfähigkeit und Blindstellen gegenüber E1/E2
  5. Posthumanismus/Transhumanismus/Kybernetik: Entgrenzungsprogramme als Radikalisierung der Unverletzlichkeitswelt

Teil I: Operative Prüfpraxis und Plattform Globale Schwarmintelligenz

  1. Prüfmechanismus als Alltagspraxis: kleine Experimente, Denkobjekte, Materialparcours, Rückkopplungsschleifen
  2. Mindest-Set an Plattformmaterial: Beispiele, Aufgaben, Mess- und Vergleichsroutinen, Referenzfenster-Training
  3. Nutzerführung mit KI: Fragen stellen, Zuordnen, Korrigieren, Rückkopplung lernen, Verantwortung sichtbar machen
  4. Schwarmintelligenz neu: vom impliziten Schwarm (Boids) zum expliziten Maß-Schwarm (51:49 als Regelwerk)

Teil J: Synthese und Ausblick

  1. Kernhypothese: Menschheitsgeschichte als Mutationsgeschichte und Entkopplungsdrift
  2. Maßarbeit im 21. Jahrhundert: Rückbindung an Tragfähigkeit, Regeneration, Zeitmaßstäbe
  3. Kunstgesellschaft/technē als Überlebensform: Gemeinsinn-Primat, Werkstattöffentlichkeit, Prüfarchitektur
  4. Abschlussformel: Wahrheit als Widerstand, Maß als Bedingung, Verantwortung als Rückkopplung