Anlage 13 Das Vier-Ebenen-Modell als Rückverfolgungs-, Verhältnis- und Gegenkopplungsarchitektur

Aus Globale-Schwarm-Intelligenz

Das Vier-Ebenen-Modell ist ein bewegliches künstlerisches Prüfwerkzeug. Es unterscheidet Bereiche, die in menschlichen Aussagen und Tätigkeiten häufig miteinander vermischt werden.

E1 bezeichnet die physikalisch-chemische Plexuswirklichkeit. Hier wirken Stoffe, Kräfte, Druck, Temperatur, Gradienten, Grenzflächen, Materialwiderstand und Reaktionsräume.

E2 bezeichnet die lebendige Plexuswirklichkeit. Hier entstehen Zellmembran, Stoffwechsel, Regulation, Verletzbarkeit, Regeneration, Bindung, Nachstabilisierung und plastisches Ich-Bewusstsein.

E3 bezeichnet die symbolische Menschenwelt. Hier entstehen Sprache, Eigentum, Recht, Markt, Rollen, Institutionen, Technik, Wissenschaft, Kunst, künstliche Intelligenz und Selbstbilder.

E4 bezeichnet die öffentliche Prüf-, Rückkopplungs- und Reparaturarchitektur. E3 wird auf seine Herkunft und seine Folgen in E1 und E2 zurückgeprüft.

Die Grundformel lautet: E1 trägt E2. E2 ermöglicht E3. E3 muss durch E4 an E1 und E2 zurückgebunden werden.

In jeder Ebene können 50:50, 51:49 und 49:51 unterschiedlich untersucht werden.

Auf E1 wird gefragt, ob ein Modell tatsächliche Kräfte, Richtungen, Materialien und Zeitverläufe abbildet oder durch eine ideale Gleichsetzung stillstellt.

Auf E2 wird geprüft, wie lebendige Systeme durch regulierte Ungleichheiten, Stoffwechsel, Verletzlichkeit und Gegenkopplung bestehen.

Auf E3 wird sichtbar, wie der Mensch spiegelbildliche Gegenpole, perfekte Rollen, Gesetze und Identitäten konstruiert.

Auf E4 wird untersucht, ob die Rückmeldung die bisherige Gewichtung tatsächlich verändern kann oder nur als Projektionsfläche einer bereits feststehenden Ordnung dient.

E4 darf nicht selbst zur vollkommenen Metaordnung werden. Es muss durchlässig für Zweifel und Gegenprüfung bleiben.