Die folgende Zusammenstellung bündelt den Begriffsbestand der bisher zusammengetragenen Texte und Werkzusammenhänge.

Aus Globale-Schwarm-Intelligenz

Sie umfasst meine eigenen Begriffsbildungen, die von mir verwendeten wissenschaftlichen und philosophischen Begriffe sowie methodische Anschlüsse, mit denen sich meine Forschungskunst genauer beschreiben und untersuchen lässt.

Diese Begriffe haben unterschiedliche Aufgaben: Sie benennen Voraussetzungen, Wahrnehmungsweisen, Gestaltungsvorgänge, gesellschaftliche Ordnungen oder Prüfverfahren.

Plastische Anthropologie als Referenzwissenschaft

Den übergeordneten Zusammenhang bildet meine Plastische Anthropologie als Referenzwissenschaft der leichten Asymmetrie 51:49. Sie untersucht den Menschen als lebendiges, abhängiges, geformtes und selbst gestaltendes Wesen. Ausgangspunkt sind seine Existenzbedingungen sowie die Beziehungen zwischen Wahrnehmung, Vorstellung, Tätigkeit und Konsequenz.

Zu diesem Begriffsbereich gehören Forschungskunst, plastische Anthropologie, Referenzwissenschaft, Referenzprinzip, Referenzsystem, Referenzbeziehung, Referenzmaßstab, Referenzwert, Referenzverfahren, Wirkungszusammenhang, Existenzbedingung, Lebensbedingung, Tätigkeitskonsequenz und Abhängigkeitskonsequenz.

Referenz bedeutet dabei die nachvollziehbare Beziehung einer Aussage, Vorstellung oder Tätigkeit zu dem Zusammenhang, auf den sie sich bezieht. Meine Referenzwissenschaft untersucht auch die Wahl dieses Bezuges: Was wird als Maßstab verwendet, welche Voraussetzungen werden berücksichtigt und welche Folgen bleiben ausgeblendet?

Die jeweils herangezogenen Fachwissenschaften liefern für bestimmte Fragen Erkenntnisse und Prüfverfahren. Die Verbindung dieser Bezüge mit künstlerischer Werkpraxis ist eine Aufgabe meiner Forschungskunst.

Technē, Hervorbringen und praktisches Wissen

Meine Beschäftigung mit Technē verbindet Können, Wissen, Herstellen und Erkennen. Die handwerkliche und bildnerische Tätigkeit bildet eine Erfahrungsgrundlage, an der Vorstellungen durch ihre Ausführung überprüfbar werden.

Hierzu gehören Technē, Poiesis, Praxis, Praxeologie, handwerkliches Können, Erfahrungswissen, Materialkenntnis, Herstellung, Hervorbringen, Formgebung, Bearbeitung, Werkzeuggebrauch, Versuch, Übung, Wiederholung, Fehler, Scheitern, Korrektur und Bewährung.

Die Experimentelle Umweltgestaltung, der generalistische Arbeits- und Ausbildungsansatz, die Interdisziplinarität und die Transdisziplinarität bezeichnen die Verbindung unterschiedlicher Tätigkeits- und Wissensbereiche. Die Fragestellung führt künstlerische Disziplinen, handwerkliche Erfahrung und wissenschaftliche Untersuchung zusammen.

Material, Formbildung und physikalische Wirkbedingungen

Materialeigenschaften sind mit den Möglichkeiten und Konsequenzen ihrer Bearbeitung verbunden. Form entsteht innerhalb materieller Bedingungen und verändert diese durch Eingriffe.

Zu diesem Feld gehören Materialität, Materialeigenschaft, Stoff, Kraft, Energie, Bewegung, Gewicht, Druck, Temperatur, Reibung, Widerstand, Strömung, Welle, Gefälle, Gradient, Grenzfläche, Ablagerung, Abtragung, Formbildung, Verformung, Passung, Toleranz und Funktionsgrenze.

In meiner Werkpraxis werden diese Beziehungen durch Wellenbecken, Deichversuche, Strömungsmodelle, Quarzsandreliefs und das Formen-ABC des Wassers untersucht. Die Unterscheidung zwischen gesetzter Form und hervorgebrachter Wirkung ist dabei wesentlich: Eine gestaltete Form tritt in Wechselwirkungen ein, deren Verlauf ihre Absicht überschreiten kann.

Leben, Stoffwechsel und organismische Abhängigkeit

Die Untersuchung des Menschen verlangt den Bezug auf die Prozesse, durch die Leben entsteht, erhalten und verändert wird.

Hierzu gehören Organismus, Körperorganismus, Stoffwechsel, Ernährung, Versorgung, Energieaustausch, Stoffkreislauf, Organismus–Umwelt-Beziehung, Organismus–Milieu-Beziehung, Regulation, Homöostase, Regeneration, Erholung, Verletzbarkeit, Belastungsgrenze und Regenerationsfähigkeit.

Weitere Bezugspunkte sind Zellmembran, Membran, Durchlässigkeit, selektive Durchlässigkeit, Barriere, Grenzbildung, Osmose und Austausch. In meiner Begriffsarbeit eröffnen sie Fragen nach Verbindung, Abgrenzung und Erhaltung. Bei einer Übertragung auf menschliche Rollen oder gesellschaftliche Ordnungen muss erkennbar bleiben, welche Beziehung verglichen wird und wo die Analogie endet.

Die Begriffe Lebensvollzug, Erhaltungsbedingung, konstitutiver Lebenszusammenhang, Abhängigkeitswelt und Tragwirklichkeit bündeln in meiner Arbeit die Frage, wodurch menschliches Leben ermöglicht und fortlaufend getragen wird.

Wahrnehmung, Sensorik und leibliche Erkenntnis

Die Forschungskunst untersucht, wie etwas wahrgenommen wird und wie Wahrnehmung in Handlung übergeht.

Zu diesem Begriffsfeld gehören Aisthesis, Sensorik, rezeptorische Reizaufnahme, Wahrnehmung, Aufmerksamkeit, Empfindung, Körpererfahrung, Leiblichkeit, Gleichgewicht, Orientierung, Bewegung und Betroffenheit. Phänomenologie, Embodiment und Enaktivismus bilden wissenschaftliche und philosophische Anschlüsse für die Untersuchung von Erfahrung, Verkörperung und tätig entstehender Erkenntnis.

In meinem Ansatz bezeichnen Referenzbewusstsein, Lage-Selbst, leibliche Orientierung, Umsteuerung und plastisches Ich-Bewusstsein unterschiedliche Aspekte der Selbstwahrnehmung innerhalb eines Lebenszusammenhangs. Körperliche Rückmeldungen können eine Tätigkeit verändern, bevor daraus eine ausführliche sprachliche Erklärung entsteht.

Der Sensorenanker verfolgt die Beziehung zwischen Wirkung, Wahrnehmung, Auswahl, Aufzeichnung, Übersetzung und Darstellung. Fotografie, Film, Sprache, Messgerät und KI erschließen jeweils bestimmte Ausschnitte.

Ästhetik, Rezeption und Wirkung

Die ästhetische Untersuchung betrifft sowohl das Wahrnehmen eines Werkes als auch seine Entstehung und seine Wirkungen.

Hierzu gehören Ästhetik, Aisthesis, Rezeptionsästhetik, Wirkungsästhetik, Prozessästhetik, ästhetische Erfahrung, Wahrnehmungsunterschied, Irritation, Perspektivwechsel, Gegenüberstellung, Bildfolge, Ausschnitt, Rahmung und Montage.

Rezeptorisch bezeichnet die sinnliche Reizaufnahme; rezeptionsästhetisch betrifft die Aufnahme und Deutung eines Werkes. Die Wirkungsästhetik richtet die Aufmerksamkeit darauf, was eine Gestaltung bei ihrer Begegnung und Verwendung auslöst.

Meine Begriffe warme Ästhetik und kalte Ästhetik gehören zu dieser Untersuchung. Sie sind anhand der jeweiligen Werkprozesse und Lebensbezüge zu erläutern. In der „Schöpfungsgeschichte“ betrifft dies insbesondere das Verhältnis zwischen Naturvorgang, lebendigem Zusammenhang, menschlicher Bearbeitung und kultureller Bedeutungsgebung.

Performativität, Darstellung und Rollenarbeit

Die darstellerischen Disziplinen erschließen, wie Handlungen Situationen erzeugen und wie Menschen sich durch Rollen und Inszenierungen verstehen.

Zu diesem Feld gehören Performativität, Performance, Darstellung, Darsteller, Rollenfigur, Rollenübernahme, Rollenwechsel, Rollenabstand, Inszenierung, Dramaturgie, Bühne, Requisite, Kulisse, Handlungssituation und Als-ob.

In meiner Forschungskunst werden diese Begriffe mit Selbstdarstellung, Rollenidentität, Skulpturidentität, plastischer Identität und plastischem Ich-Bewusstsein verbunden. Die Untersuchung fragt, wie eine dargestellte Figur mit dem körperlichen Dasein verwechselt werden kann und wie darstellerisches Können diese Verwechslung untersuchbar macht.

Meine Begriffe Theaterwelt, Rollenidentitätsgefängnis, Verletzungswelt und Unverletzlichkeitswelt benennen entsprechende Untersuchungs- und Diagnosezusammenhänge. Eine symbolische Rolle kann Verantwortung begrenzen oder verdecken; der Körper und die Folgen seiner Tätigkeiten bleiben wirksam.

Zeichen, Sprache und gesellschaftliche Wirklichkeit

Menschliche Lebensweisen werden durch Begriffe, Zeichen, Erzählungen und institutionelle Regeln mitgestaltet.

Hierzu gehören Semiotik, Zeichen, Symbol, Symbolisierung, Sprache, Begriff, Benennung, Interpretation, Bedeutungsgebung, Zuschreibung, Repräsentation, soziale Konstruktion, gesellschaftliche Geltung und institutionelle Ordnung.

Eigentum, Recht, Geld, Preis, Wert, Status, Rolle, Zuständigkeit, Anerkennung und Verfügungsmacht bezeichnen gesellschaftliche Beziehungen, die Tätigkeiten ermöglichen, begrenzen oder anleiten. Sie wirken dadurch auf materielle und lebendige Bedingungen zurück.

Meine Werkbeispiele untersuchen unter anderem die Unterschiede zwischen Beschaffenheit und Zuschreibung, Nahrung und Ware, Boden und Eigentum, Körperorganismus und Persönlichkeit sowie Rolle und Verantwortlichkeit.

Erkenntnis, Interpretation und Zweifel

Jede menschliche Untersuchung verwendet Wahrnehmungsweisen, Begriffe und Modelle. Die Forschungskunst nimmt deren Voraussetzungen in die Prüfung auf.

Zu diesem Feld gehören Erkenntnistheorie beziehungsweise Epistemologie, Beobachtung, Erfahrung, Interpretation, Abstraktion, Analogie, Modellbildung, Hypothese, Annahme, Perspektivität, Selbstreflexion, Reflexivität, Zweifel, Nichtwissen, Irrtum, Widerspruch und Erkenntnisgrenze.

Die Unterscheidung zwischen Begriff und Phänomen, Modell und untersuchtem Zusammenhang, Absicht und Ergebnis sowie Behauptung und Nachweis gehört zum Begriffshandwerk meiner Forschungskunst.

Mit Immanenz und Innewohnen bezeichne ich, dass der Mensch den Zusammenhang, den er untersucht, nicht verlassen kann. Seine Gegenüberstellungen entstehen innerhalb seiner Beteiligung. Meine Formulierung, dass der Besucher sich innewohnend auf einmal gegenübersteht, benennt diesen künstlerischen Erkenntnisvorgang.

Apriori und Voraussetzungen der Untersuchung

In meiner begrifflichen Ordnung unterscheide ich Wirk-Apriori, Setzungs-Apriori, methodisches Apriori und Maßstabs-Apriori.

Das Wirk-Apriori betrifft die materiellen und lebendigen Bedingungen, die eine Tätigkeit bereits voraussetzt. Das Setzungs-Apriori betrifft vorausgesetzte Begriffe, Regeln und symbolische Ordnungen. Das methodische Apriori betrifft Entscheidungen darüber, wie untersucht wird. Das Maßstabs-Apriori betrifft die Wahl der Kriterien, anhand deren etwas beurteilt wird, einschließlich der Funktion von 51:49 innerhalb meines Ansatzes.

Diese Unterscheidungen machen Voraussetzungen kenntlich, die sonst leicht unbemerkt in eine Untersuchung eingehen.

Systembeziehungen, Rückkopplung und Veränderung

Meine Forschungskunst untersucht Beziehungen zwischen Tätigkeiten, Veränderungen ihrer Bedingungen und den daraus entstehenden Rückwirkungen.

Hierzu gehören System, Systemgrenze, Umwelt, Wechselwirkung, Dynamik, Regulation, Steuerung, Rückmeldung, Rückkopplung, Gegenkopplung, Kybernetik und Kybernetik zweiter Ordnung. Hinzu kommen Stabilisierung, Nachstabilisierung, Gleichgewicht, Asymmetrie, Rhythmus, Resonanz, Schwellenwert, Kipppunkt und zeitliche Verzögerung.

Meine Begriffe Kopplung, Entkopplung, Rückbindung, Rückkopplungsidentität und Kopplungsdesign richten den Blick darauf, ob Folgen tatsächlich zu Veränderungen führen können.

Projektive Rückkopplung bezeichnet in meinem Ansatz die Gefahr, Rückmeldungen so in vorhandene Kategorien einzuordnen, dass sie lediglich das bestehende Selbstbild bestätigen. Plexuswirklichkeit bezeichnet das Beziehungsgeflecht, aus dem jede Untersuchung einen Ausschnitt erschließt.

Das Vier-Ebenen-Modell

Das Vier-Ebenen-Modell bildet einen zentralen Analyse- und Prüfrahmen meiner Forschungskunst. Seine Begriffe sind E1: materielle Wirkbedingungen, E2: lebendige Organisation und Abhängigkeit, E3: symbolische und gesellschaftliche Ordnungen sowie E4: Prüfung, Rückkopplung, Korrektur und Reparatur.

E1 bis E3 unterscheiden zusammenwirkende Aspekte des untersuchten Geschehens. E4 bezeichnet die übergreifende Untersuchung ihrer Beziehungen und der eigenen Prüfmaßstäbe. Die Prüfung selbst bleibt körperlich, materiell und gesellschaftlich bedingt.

Tätigkeit, Abhängigkeit und Konsequenz durchziehen alle vier Bereiche. Das Modell untersucht beispielsweise, wie eine gesellschaftliche Regel einen Eingriff auslöst, wie dieser Lebensbedingungen verändert und welche Korrektur dadurch notwendig wird.

Das dreifache Optimum und die Untersuchung von Maßstäben

Das dreifache Optimum unterscheidet Medium-Optimum, Organismus-Optimum und Steuerungs-Optimum. Es fragt, relativ zu welchem Zusammenhang etwas günstig funktioniert und wie die verwendeten Ziele miteinander vereinbar sind.

Dazu gehören Funktionieren, Nichtfunktionieren, Passung, Toleranzbereich, Minimum, Maximum, Grenzwert, Belastbarkeit, Regenerationsrate, Zielsetzung, Zeitmaßstab, lokaler Erfolg und Zukunftsfähigkeit.

Die Inversionsdiagnose bezeichnet in meinem Ansatz die Umkehrung, bei der ein begrenzter gesellschaftlicher Erfolgsmaßstab über die Bedingungen gestellt wird, die ihn ermöglichen. Eine Tätigkeit kann ihr gesetztes Ziel erreichen und zugleich ihre eigenen Voraussetzungen beschädigen.

Das Verhältnis-Modell 51:49–50:50–1:99 ergänzt diese Untersuchung durch Fragen nach leichter Asymmetrie, Fixierung und Dominanz. Seine jeweilige Anwendung verlangt die Angabe der verglichenen Beziehungen.

Prüfung, Nachweis und wissenschaftliche Bewährung

Die Prüfverfahren verbinden künstlerische Erfahrung mit nachvollziehbaren Untersuchungen.

Hierzu gehören Operationalisierung, Vergleich, Messung, Messgröße, Referenzwert, Kalibrierung, Versuchsanordnung, Experiment, Beobachtungsbedingung, Dokumentation, Quellenprüfung, Gegenprobe, Nachweis, Unsicherheit, Geltungsbereich, Nachvollziehbarkeit und Bewährung.

Die Arbeitsbewegung meiner Forschungskunst lautet Beobachtung, Identifikation, Eingriff, Rückkopplung und Verantwortung. Der Prüfoperator bezeichnet die konkrete Verbindung von Annahme, Gegenüberstellung, Tätigkeit, beobachteter Wirkung und erneuter Bearbeitung.

Weitere zentrale Begriffe sind Selbstprüfung, Korrekturfähigkeit, Reparaturfähigkeit, Reversibilität, Irreversibilität, Stoppregel und Schadensbegrenzung. Ein Prüfverfahren muss auch erkennen lassen, wann seine eigenen Möglichkeiten nicht ausreichen und welche weitere Untersuchung benötigt wird.

Gemeinschaft, Beteiligung und gemeinsames Hervorbringen

Die gemeinschaftliche Seite meiner Forschungskunst wird durch Partizipation, Interaktion, Kooperation, Ko-Kreation, kollektive Kreativität, Aktionsforschung, Vielperspektivität, gemeinsame Sinnbildung und Schwarmintelligenz erschlossen.

In meiner Werkgeschichte erhalten diese Begriffe konkrete Gestalt durch Mitmachbücher, Frage-und-Antwort-Tische, Demokratiewerkstätten, das Globale Dorffest, die Künstlergruppe „Kollektive Kreativität“ und die Globale Schwarm-Intelligenz.

Gemeinsinn, genossenschaftliche Zusammenarbeit, Beteiligungsmöglichkeit, Entscheidungsbefugnis und gemeinsame Verantwortlichkeit betreffen die Bedingungen, unter denen solche Arbeit fortgesetzt werden kann. Unterschiedliche Erfahrungen sollen einander ergänzen und korrigieren können.

Verantwortung, Macht und gesellschaftliche Diagnose

Die gesellschaftliche Untersuchung umfasst Verantwortungsethik, Folgenverantwortung, Verantwortlichkeit, Zuständigkeit, Handlungsmacht, Verfügungsmacht, Interessen, Anreize, Belohnungssysteme und institutionelle Korrekturfähigkeit.

Meine Begriffe Anomalie, Entkopplung, Kontrollparadigma, Weltverbrauch und deformierte Einsamkeitsstruktur gehören zur Diagnose menschlicher Lebens- und Gesellschaftsformen. Ihr Bezug muss jeweils an konkreten Tätigkeiten und Folgen ausgearbeitet werden.

Moralische Phantasie, die gedankliche Vorwegnahme von Folgen und die Orientierung auf Nicht-Vernichtung erweitern die Verantwortungsfrage über die unmittelbar sichtbare Situation hinaus.

Verantwortlichkeit wird in meiner Forschungskunst daran untersucht, ob erkannte Tätigkeits- und Abhängigkeitskonsequenzen tatsächlich eine Änderung des Handelns und seiner Regeln ermöglichen.

Zeit, Verortung und Werkgeschichte

Zu diesem Begriffsfeld gehören Zeitlichkeit, Prozess, Dauer, zeitlicher Maßstab, historische Situation, Verortung, Werkgenese, Werkbiografie, Entwicklungslinie, Kontextualisierung und langfristige Wirkung.

Die 24-Stunden-Uhr der Erdgeschichte, die persönliche Lebenszeit und der Zeitraum der hundert Tage stellen unterschiedliche Maßstäbe gegenüber. Die Verortungskunst untersucht, welche Frage an welchem Ort und zu welchem Zeitpunkt bearbeitbar wird.

Die Raum-Zeit-Körper-Plastik bezeichnet das künstlerische Zusammenwirken von räumlicher Anordnung, zeitlichem Verlauf, Körpern und Tätigkeiten. Die Werkbiografie als gegenwärtige Forschung erschließt, wie heutige Verfahren aus früheren Erfahrungen, Arbeiten und gemeinschaftlichen Prozessen hervorgegangen sind.

Die sechs Anker als Zusammenhangssicherung

Die sechs Anker heißen Kontextanker, Werk-Anker, Sensorenanker, Prüf-Anker, Positionsanker und Integrationsanker.

Sie sichern die Verbindung von Begriffen und Fragestellungen, Werkherkunft und Beteiligten, Wahrnehmung und Darstellung, Prüfmaßstäben und Korrekturen, künstlerischer Diagnose und gesellschaftlicher Absicht sowie gemeinsamer Anwendung und Weiterführung.

Dazu gehören die Arbeitsbegriffe Herkunft, Zuordnung, Zusammenhang, Bearbeitungsstand, Vergleich, Verdichtung, Auslassung, Bedeutungsverschiebung und Revision. Sie sind auch für die Prüfung von KI-Bearbeitungen entscheidend.

Gesamtkunstwerk, Überlebenstraining und So-Heits-Gesellschaft

Die öffentliche Anwendung dieser Begriffe und Verfahren verbindet sich in meinem biografisch entwickelten Gesamtkunstwerk. Seine Arbeitsformen sind die Werkbiografie, das interaktive Buch, das physische Mitmachbuch, das So-Heits-Atelier und die Globale Schwarm-Intelligenz.

Überlebenstraining, öffentliche Überlebenswerkstatt, plastisches Ich-Bewusstsein und So-Heits-Gesellschaft bezeichnen die Aufgabe und Zielperspektive dieser Forschungskunst. Menschen sollen ihre gestaltende Tätigkeit, ihre Abhängigkeiten und ihre Konsequenzen wahrnehmen und mit dem Handwerkszeug der künstlerischen Disziplinen bearbeiten können.

Die wissenschaftlichen und erkenntnistheoretischen Begriffe erschließen dabei unterschiedliche Teile eines gemeinsamen Vorgangs: wahrnehmen, hervorbringen, gegenüberstellen, untersuchen, Folgen erkennen und die eigene Gestaltung verantwortlich verändern.