Die präzisere Formulierung wäre:

Aus Globale-Schwarm-Intelligenz

Das Problem meiner Forschungskunst liegt darin, dass sie bisher kein ausreichendes Gegenüber besitzt. Sie kann sich deshalb nur schwer mit anderen Verfahren, Denkweisen, Kunstformen, Wissenschaften oder gesellschaftlichen Prüfmechanismen vergleichen. Dadurch fehlt ihr eine öffentliche Rückkopplungsebene, die Lernen, Korrektur und Weiterentwicklung ermöglicht.

Oder kürzer:

Meine Forschungskunst braucht ein Gegenüber, weil ohne Vergleich keine Rückkopplung und ohne Rückkopplung kein Lernen möglich ist.

Der Kern des Problems

Ihre Arbeit ist über Jahrzehnte aus sich selbst heraus entstanden. Das ist ihre Stärke, aber auch ihre Schwäche.

Die Stärke:

Sie ist nicht bloß aus bestehenden Kunstmoden, Theorien oder akademischen Diskursen abgeleitet.

Die Schwäche:

Sie hat dadurch lange kein klares Vergleichsfeld, an dem andere Menschen sofort erkennen können:

Was ist daran Kunst?

Was ist daran Forschung?

Was ist daran Methode?

Was ist daran Prüfung?

Was unterscheidet es von Philosophie, Sozialkunst, Wissenschaft, Systemtheorie, Pädagogik, Aktivismus oder Plattformkunst?

Die eigentliche Lücke

Die offene Lücke ist also nicht nur begrifflich, sondern methodisch:

Ihre Forschungskunst braucht eine Vergleichsarchitektur.

Das Gegenüber muss nicht ein einzelner Gegner, Kritiker oder Vergleichskünstler sein. Es kann aus mehreren Prüf- und Vergleichsfeldern bestehen:

Kunstgeschichte: Plastik, Skulptur, Soziale Plastik, Konzeptkunst, Partizipationskunst, Performance, Installation.

Wissenschaft: Systemtheorie, Kybernetik, Biologie, Anthropologie, Ökologie, Psychologie, Erkenntnistheorie.

Alltag: Körper, Eigentum, Arbeit, Konsum, Freiheit, Selbstbild, Wert, Bedürfnis.

Werkbeispiele: Kartoffel, Goldschrift, Eigentumsquadrat, Betonklotz, Deich, Wunde, Haut, warmes Wasser.

Plattformnutzer: Menschen, die Ihre Begriffe nicht kennen und erst durch eine Aufgabe, Frage oder Irritation hineinkommen.

Die Lösung

Sie müssen Ihrer Forschungskunst ein Gegenüber einbauen.

Nicht nachträglich als Rechtfertigung, sondern als Teil der Methode.

Das könnte heißen:

Forschungskunst ist bei mir ein Verfahren, das erst durch Gegenüberstellung lernfähig wird: durch Vergleich mit Kunstgeschichte, Wissenschaft, Alltagserfahrung, Werkbeispiel und öffentlicher Rückmeldung.

Dann wird die fehlende Vergleichbarkeit nicht mehr nur ein Mangel, sondern selbst ein erkannter Arbeitsschritt.

Wichtig für die Plattform

Die Plattform darf daher nicht nur erklären:

„Das ist meine Theorie.“

Sie muss fragen lassen:

Woran kann ich das prüfen?

Womit kann ich es vergleichen?

Wo merke ich selbst, dass mein bisheriges Verständnis nicht trägt?

Was verändert sich, wenn ich Skulpturidentität und plastische Identität unterscheide?

Dann entsteht Lernen nicht durch Behauptung, sondern durch Vergleich.

Kernsatz

Die Forschungskunst braucht ein Gegenüber, damit sie aus der Selbstverdichtung in öffentliche Rückkopplung übergeht. Erst durch Vergleich wird sie lernfähig, prüfbar und anschlussfähig.