KI-Institut für universale künstlerische Konsequenz- und Rückkopplungsforschung.

Aus Globale-Schwarm-Intelligenz

Auf dieser Plattform werden Existenzbehauptungen nicht unterstützt, wenn sie aus Symbolordnungen abgeleitet werden: aus menschengemachten Gesetzen und ihren Selbstlegitimationen, aus „Außen/Innen“-Konstruktionen, aus der Individuum-Erklärung oder aus der Idee, man könne „Spaß haben“, weil man sich als Besitzer des Körperorganismus versteht und mit ihm machen dürfe, was man will. Diese Ableitung ist Täuschung und Selbstbetrug durch Symbol-Konzeptwelten.

Körperklarheit und Rückkopplung

Durch den Körperorganismus und seine Abhängigkeiten entsteht eine Klarheit, was funktioniert und was nicht funktioniert.

Diese Klarheit ist nicht kulturell „ausgehandelt“, sondern rückgekoppelt: Atmung, Stoffwechsel, Schmerz, Erschöpfung, Regeneration und Verletzbarkeit liefern Evidenzen, die nicht verhandelbar sind. In dieser Konsequenzordnung wird nicht „wahr“, was gilt, sondern was sich im Vollzug bewährt. Damit liegt ein Prüfmaßstab vor, der jeder Symbolbildung vorausliegt und ihr zugleich Grenzen setzt. Symbol-Konzeptwelten.

Entstehung der Symbolwelt als Parallelwelt

Die Symbolwelt entsteht, sobald Orientierung nicht nur über unmittelbare Reiz-Reaktionsketten erfolgt, sondern über stabilisierte Bedeutungen: Benennungen, Versprechen, Regeln, Rollen, Zuständigkeiten und Anspruchsformen. Am Anfang ist das ein Überlebensvorteil, weil Kooperation, Planung und Weitergabe von Erfahrung möglich werden. Zur Parallelwelt wird Symbolik dort, wo sie eigene Geltungsgründe ausbildet und die Rückkopplung an Körper- und Mitweltbedingungen verliert: „Es ist so, weil es anerkannt ist“, „es gilt, weil es gilt“, „es ist wahr, weil es gesagt/geschrieben/gesetzlich festgelegt ist“. In diesem Umschlag kippt Symbolik von Koordination in eine Art Ontologie-Simulation: Die Konstruktion wird wie eine Eigenschaft der Wirklichkeit behandelt.

Glaube als Stabilisator von Glaubens- und Götterwelten

In diese Parallelweltbildung schiebt sich der Glaube als Verstärker. Der Mensch entwickelt Glaubensformen, weil er die Spannung zwischen nicht verhandelbarer Abhängigkeit und verhandelbarer Geltung psychisch „schließen“ muss. Die These, dass hierin ein absoluter Unterschied zu Tieren liege, wird dadurch selbst fragwürdig: Der Unterschied könnte weniger eine höhere Wahrheit sein als eine besondere Täuschungsfähigkeit, die aus Symbolwelten und Selbstdeutungen erwächst.

Glaube stabilisiert dann nicht bloß Sinn, sondern legitimiert Eigenschaften, die in der physikalischen Welt nicht vorkommen, weil sie aus einer Parallelwelt stammen: ein „Ich“ als Besitzer, als souveräne Instanz, als rechtlich-moralisch ontologisch abgesicherte Einheit. So wird ein Zerstörungspotenzial, das historisch mit Machtmitteln und Reichweiten anwächst, nachträglich legitimierbar: nicht als Rückkopplungsfrage, sondern als Heils-, Fortschritts- oder Schicksalsnarrativ.

In dieser Perspektive ist Glaube häufig weniger Erkenntnis als Suggestion, Hypnose und „als-ob“-Betrieb: ein Wirklichkeitsverständnis, das die Differenz zwischen Konsequenz und Geltung überdeckt, damit die innere Spannung erträglich bleibt.

Tiere und Unmittelbarkeit, menschliche Fehlorientierung

Tiere leben weitgehend in der Unmittelbarkeit rückgekoppelter Orientierung: Reize, Bedürfnisse und Handlungsketten bleiben eng an Funktionsbedingungen gebunden. Diese Bindung kann – im Rahmen der jeweiligen ökologischen Nische – „optimal“ wirken, weil sie nicht dauerhaft mit einer abgekoppelten Geltungsordnung konkurriert. Beim Menschen entsteht hingegen eine zusätzliche Steuerungsschicht, die sich selbst zur Wirklichkeit erklärt. Das Problem ist dann nicht, dass der Körper nicht funktioniert, sondern dass die symbolische Selbstdeutung das Funktionieren missversteht: Sie behandelt Abhängigkeit als Kränkung, Grenzen als Unrecht, Rückkopplung als Störung und Erfordernisse als „Fremdbestimmung“.

Globale Katastrophen und das Versagen symbolischer Ordnung

In der Gegenwart eskalieren Rückkopplungsphänomene wie Klima- und Umweltkrisen, also Konsequenzprozesse, die ganzheitlich den Planeten betreffen. Demgegenüber stehen symbolische Ordnungen, die fragmentiert bleiben: nationale Gesetzgebungen, unterschiedliche Regimeformen, divergierende Zuständigkeiten. Parallel dazu operieren globale Markt- und Finanzprozesse, die häufig wirkmächtiger sind als die politisch-rechtlichen Schutzbehauptungen. So entsteht eine Paradoxie: Es gibt Menschenrechte, Persönlichkeitsrechte und Rechtsstaatlichkeitsrhetorik, aber sie schützen nicht zuverlässig vor Marktzwängen, Vermögens- und Machtasymmetrien oder der Delegation von Verantwortung über Lieferketten, Schuldenkonstruktionen und institutionelle Ohnmacht. Der Mensch erscheint dann tatsächlich als Marionette, nicht weil er „kein Subjekt“ wäre, sondern weil seine Handlungs- und Urteilskriterien in einer Geltungsmaschine aufgehen, die Rückkopplungen auslagert und Unsichtbarkeit belohnt.

Vergoldete Kartoffel: Götzenbild und Fäulnis

Die Paradoxie wird mit der Kartoffel sichtbar. Eine Kartoffel kann in die Erde gelegt werden und neue Kartoffeln hervorbringen; sie kann geschält, gekocht und gegessen werden. In beiden Fällen steht sie in Stoffwechsel- und Konsequenzketten. Wird sie jedoch mit einer künstlichen Schale aus Symbolik umgeben – etwa durch Vergoldung, verbunden mit hineingedachten Eigenschaften wie Reinheit, Ewigkeit, Wert und Unverderblichkeit –, entsteht ein Götzenobjekt. Die Vergoldung suggeriert Unverletzlichkeit, während der reale Fäulnisprozess weiterläuft. Das Objekt wird in der Glaubenswelt angebetet, während es in der physikalischen Welt zerfällt. Genau daran zeigt sich der Kern: Symbolische Eigenschaften können reale Prozesse überdecken, aber nicht außer Kraft setzen.

Schultafel, Kreide und Goldfarbe: Demokratie als Rückkopplungsfläche, Götze als Sperrfläche

Die Schultafel ist eine funktionale Rückkopplungsfläche: Mit Kreide kann geschrieben und wieder gelöscht werden; dadurch bleibt Korrektur möglich, Perspektivwechsel, Gegenüberstellung, Widerspruch. Als Modell einer demokratischen Öffentlichkeit ist entscheidend, dass viele schreiben können und dass Geschriebenes revidierbar bleibt. Wird jedoch mit Goldfarbe geschrieben, wird die Tafel zerstört: Die Löschbarkeit verschwindet, die Fläche wird zur Ikone, die man nicht mehr benutzen, sondern nur noch verehren kann. Damit kippt das Medium der gemeinsamen Prüfung in ein Götzenabbild. Die Tätigkeit hat doppelte Konsequenzen: Einerseits entsteht „Glanz“ (Geltung), andererseits wird die Funktionsbedingung der Tafel vernichtet (Rückkopplung). Dasselbe Muster kann politisch auftreten, wenn „Wahrheit“ und „Ordnung“ so sakralisiert werden, dass Korrigierbarkeit, Streit, Lernfähigkeit und tatsächliche Rückbindung an Folgen blockiert werden.

Denken, Fantasie und die Erzeugung von „Dingen“

Hier berührt die Frage die Arbeitsweise des Gehirns. Gedanken entstehen nicht als fertige Wirklichkeitsstücke, sondern als Selektionsereignisse: Etwas wird aus dem Kontinuum der Wirklichkeit herausgenommen, abgegrenzt, benannt und damit als „Ding“ stabilisiert. Ein Punkt der Kugelschreiberspitze ist noch keine Welt; ein Strich ist bereits eine gerichtete Setzung; ab einer bestimmten Stabilisierung entsteht „Gegenständlichkeit“ als Produkt der Selektion. Grammatik und Satzbau verstärken diese Stabilisierung, weil sie Welt in Subjekte, Prädikate, Objekte, Ursachen und Zwecke einteilt. Die entscheidende Unschärfe entsteht, wenn das Ergebnis dieser Selektion für die Wirklichkeit selbst gehalten wird und der Selektionsakt verschwindet. Dann wirkt das Denken wie ein Bastelladen, in dem unbemerkt ständig neue Bedeutungsobjekte erzeugt werden, während man sich einbildet, man habe „Orientierung“, obwohl man nur Umbausätze von Geltung arrangiert.

Zwei Eigenschaftsregime und die Unverletzlichkeitsillusion

Damit wird verständlich, warum hier von zwei Arten von Eigenschaften gesprochen werden muss. In der physikalischen Welt sind Eigenschaften an Verletzbarkeit und Rückkopplung gebunden: sie zeigen sich in Widerstand, Reibung, Bruch, Abnutzung, Energiebedarf, Stoffwechselgrenzen. Die hineingedachten Eigenschaften der Symbolwelt haben einen anderen Status: Reinheit, Würde, Ewigkeit, absolute Autonomie, „Selbstbesitz“, ontologische Souveränität. Sie wirken sozial, psychologisch und institutionell, aber sie sind keine physikalischen Eigenschaften. Das Denken selbst ist nicht verletzend; es kann Unverletzlichkeit simulieren, weil es Folgen gedanklich ausblendet. Daraus entsteht eine zweite Unverletzlichkeitswelt, die nicht deshalb gefährlich ist, weil sie „falsch“ wäre, sondern weil sie sich als Freistellung von Konsequenzen missverstehen lässt. Ideologien und Machtkonstruktionen können diese Unschärfe ausnutzen, indem willkürliche Setzungen als naturähnliche Notwendigkeiten erscheinen: als ob die Symbolordnung dieselbe Evidenz hätte wie Körper- und Mitweltprozesse.

Idealismuslinie und Symmetrie-Programm

In dieser Logik erhält die Ideengeschichte eine strukturelle Funktion. Platon kann – in deiner Lesart – als früher Hochpunkt einer Verschiebung gelesen werden, in der „Idee“ und „wahre Ordnung“ gegenüber sinnlicher Rückkopplung privilegiert werden. In späteren Traditionen, einschließlich christlicher Metaphysik, wird diese Privilegierung zu einer Weltgarantie ausgebaut; bei René Descartes wird Gewissheit im Denken verankert und Körperlichkeit erneut in eine sekundäre Position gedrängt. Daraus kann ein Symmetrie-Programm erwachsen: die Sehnsucht nach perfekter Form, perfekter Ordnung, perfekter Gesetzgebung, perfekten Naturgesetzen. In deinem Raster erscheint das als 50:50-Symmetriedualismus, der Optima verspricht und dabei die minimale, reale Asymmetrie rückgekoppelten Lebens unterschätzt oder moralisiert. Die Folge ist eine kulturelle Tendenz, die Luxusebene der Symbolwelt als „höchstes Optimum“ zu behandeln, während die ersten beiden Ebenen die Kosten tragen.

Plastik und Skulptur als Maßstabsbild von 51:49 und 50:50

Die Unterscheidung zwischen Plastik und Skulptur kann hier als methodisches Bild dienen. Skulptur, verstanden als idealisierte, spiegelbildlich symmetrisierende Perfektionsform, entspricht dem 50:50-Programm: Abtragen, Glätten, „Fehler“ entfernen, Idealform erzwingen. Plastik im Sinne von Einpassen, Radiusarbeit, Kurvenbildung aus minimaler Asymmetrie, Anschluss an organische Wirkungsweisen, entspricht 51:49: Lebendigkeit entsteht nicht durch perfekte Spiegelung, sondern durch verantwortete Abweichung, durch Rückkopplung an Material, Widerstand und Funktion. Der Finger, der Radius, die Kurve im Schnittpunkt zur Geraden werden dann nicht Dekoration, sondern Ausdruck eines Funktionsprinzips.

Prüfbedingung: Trennung lernen, Kopplung ermöglichen

Die tragfähige Korrektur ist daher nicht „mehr Symbolwelt“ und auch nicht „weniger Symbolwelt“, sondern Trennung als Voraussetzung der Kopplung. Glaube, Suggestion und „als-ob“-Betrieb müssen als besondere symbolische Techniken erkennbar werden, die Orientierung leisten können, aber nicht dieselbe Evidenz haben wie Rückkopplung. Die Konsequenzordnung des Körpers liefert Klarheit; die Symbolordnung liefert Koordination. Wo Koordination sich zur ontologischen Wahrheit erklärt, entstehen Götzenobjekte: vergoldete Kartoffeln, vergoldete Tafeln, vergoldete Selbstbilder. Wo dagegen Rückkopplungskriterien die Symbolwelt begrenzen und laufend korrigieren, wird Urteilsfähigkeit möglich – nicht als perfekter Zustand, sondern als fortgesetzte Maßstabsarbeit im 51:49-Sinn.

Ich forme deinen Text zu einem klaren, wissenschaftlich klingenden Fließtext mit Überschriften (ohne Aufzählungen) und arbeite die Kernlogik heraus: Verschmelzung von Körper-Evidenz und Symbol-Geltung, daraus entstehende Identitätsbehauptung, und die ökologische Folge der Entkopplung.

Alltägliches Training zur Individuumsform

Im Alltag wird der Mensch fortlaufend durch gesellschaftliche Abmachungen, Geltungsgrundlagen und Werbung eingeübt. Dieses Training modelliert, wie man „zu funktionieren“ hat, ohne die Voraussetzungen dieses Funktionierens ausdrücklich zu benennen. Statt die Abhängigkeiten des Körperorganismus, die Bedingungen des Stoffwechsels und die Konsequenzketten realer Einbettung sichtbar zu machen, wird das Ergebnis als Selbstverständlichkeit präsentiert: „Ich bin ich“, „das ist meine Meinung“, „ich will leben, wie ich will“, „ich gehöre mir“, „ich kann machen, was ich will“. So entsteht eine Form von Subjektivität, die sich als selbstverständlich ausgibt, obwohl sie wesentlich aus sozialer und symbolischer Zurichtung hervorgeht.

Verschmelzung zweier Beweisarten

Die Stabilität dieser Selbstform beruht darauf, dass zwei grundsätzlich verschiedene Beweisarten miteinander verschmolzen werden. Erstens gibt es eine unmittelbare Körper-Evidenz: Man fühlt, spürt, berührt sich selbst, registriert Empfindung, Schmerz, Hunger, Erschöpfung. Daraus wird ein scheinbar direkter Existenzbeweis abgeleitet: „Wenn ich mich spüre, dann bin ich als Ich im Besitz meiner Existenz.“ Zweitens gibt es eine symbolisch-rechtliche Geltung: Gesetze, Persönlichkeitsrechte, Eigentums- und Zuständigkeitsordnungen bestätigen und stabilisieren eine Person als Träger von Ansprüchen. Aus dieser Bestätigung wird ebenfalls ein Existenz- und Legitimitätsbeweis abgeleitet: „Weil mir Rechte zustehen, bin ich in der Weise, wie ich mich behaupte.“

Problematisch wird es dort, wo beide Ebenen nicht mehr unterschieden, sondern als eine einzige Identitätsbegründung behandelt werden. Körperliches Spüren wird dann so gelesen, als sei es bereits rechtlich-moralische Selbstbegründung; rechtliche Geltung wird so gelesen, als beweise sie eine ontologische Tatsache. In dieser Fusion werden unterschiedliche Eigenschaften, die in unterschiedlichen Ordnungen Sinn haben, zu einer Beweisführung zusammengeschweißt, die sich selbst nicht mehr prüfen kann.

Zwei „Orte“ des Weltverständnisses und das Paradox der Gleichzeitigkeit

In der Verschmelzung liegt ein verdecktes Ortsproblem. Die Körper-Evidenz gehört zur Konsequenzwelt: Wer atmet, isst, altert, ist in reale Abhängigkeiten eingelassen, die nicht verhandelbar sind. Die rechtlich-symbolische Geltung gehört zur Konstruktwelt: Sie erzeugt Rollen, Zuständigkeiten, Ansprüche, Innen/Außen-Unterscheidungen und Identitätsformeln, die gesellschaftlich gesetzt und stabilisiert werden. Wenn beide „Orte“ als dasselbe behandelt werden, entsteht das Paradox, als könne man zugleich an zwei Orten sein: in der nicht verhandelbaren Konsequenzordnung und in der verhandelbaren Geltungsordnung, ohne Übersetzungsregeln, ohne Reibung, ohne Maßstabswechsel.

Das wird im Alltag dadurch kaschiert, dass die Beweisführung am Ende durch „Glaube“ gestützt wird. Glaube fungiert als letzte Rechtfertigung, wenn die innere Logik der Verschmelzung brüchig wird: Was soll ich denn sonst sein, wenn ich fühle, dass ich ich bin, wenn ich Verantwortung empfinde, wenn ich mich schützen und ernähren muss? Der Hinweis auf Verantwortung und Versorgung ist dabei real, aber er wird in der Verschmelzung zu einer Legitimation des Eigentums- und Verfügungsnarrativs („ich gehöre mir“) umgedeutet, statt als Hinweis auf Abhängigkeit, Einbettung und Konsequenz verstanden zu werden.

Halbwahrheiten als Mechanismus der Selbstverwirrung

So entstehen Halbwahrheiten, die gerade deshalb wirksam sind, weil sie einen realen Kern besitzen. Ja: Empfindung ist real. Ja: Versorgung und Schutz sind real. Ja: soziale Ordnungen haben reale Wirkungen. Unwahr wird es dort, wo aus diesen Tatsachen eine absolute Selbstbesitz- und Selbstbegründungsfigur gewonnen wird, die ihre Voraussetzungen verdeckt. Die Selbstverwirrung besteht nicht darin, dass alles falsch wäre, sondern darin, dass Verschiedenes als identisch ausgegeben wird: Abhängigkeit wird als Autonomie erzählt; Einbettung wird als Eigentum interpretiert; Geltung wird als Existenzbeweis behandelt; Körper-Evidenz wird zur Legitimation einer symbolischen Person umfunktioniert.

Transparenz als Bedingung, Ursachen sichtbar zu machen

Wenn diese Struktur nicht transparent gemacht wird, bleiben die Ursachen zivilisatorischer Fehlsteuerung unsichtbar. Denn dort, wo die symbolische Selbstform („ich kann machen, was ich will“) die Konsequenzordnung überlagert, werden Rückkopplungen ausgeblendet: ökologische Grenzen, Stoffwechselketten, Ressourcenabhängigkeiten, langfristige Folgewirkungen. Zerstörung des Planeten entsteht dann nicht primär aus bösem Willen, sondern aus einer systematischen Entkopplung: Entscheidungen werden in der Geltungsordnung gerechtfertigt, während die Konsequenzen in der Abhängigkeitsordnung anfallen. Solange Identität aus der Verschmelzung von Körper-Spürbarkeit und symbolischer Geltungsbestätigung gebaut wird, kann das Subjekt sich zugleich als legitim und „im Recht“ erleben, während es real an den Bedingungen seiner eigenen Existenz und an den Bedingungen der Mitwelt vorbeientscheidet.

Konsequenz: Trennung der Maßstäbe als Prüfbedingung

Eine wirksame Korrektur beginnt dort, wo die Maßstäbe getrennt und wieder koppelbar gemacht werden: Körperliche Evidenz ist nicht automatisch rechtliche Selbstbegründung; rechtliche Geltung ist nicht automatisch ontologische Wahrheit; „Fühlen“ ist kein Beweis für Eigentum, sondern ein Signal von Verletzlichkeit und Abhängigkeit; Rechte sind Koordinationsinstrumente, aber keine Freistellung von Konsequenzen. Erst wenn diese Unterscheidungen in der Alltagssemantik und in den gesellschaftlichen Routinen prüfbar werden, wird erkennbar, welche Ursachen die Zerstörung antreiben: nicht „der Mensch“ abstrakt, sondern ein trainierter Verschmelzungsmodus von Identität, Geltung und vermeintlicher Verfügungsfreiheit, der reale Rückkopplungen systematisch verdeckt.

Plattform-tauglich als logische Schlussformel (konsequenter, aber gleiche Aussage)

Auf dieser Plattform werden Existenzbehauptungen nicht gestützt, wenn sie aus Symbolordnungen abgeleitet werden: aus menschengemachten Gesetzen und ihren Selbstlegitimationen, aus „Außen/Innen“-Konstruktionen, aus der Individuum-Erklärung oder aus der Idee, man könne „Spaß haben“, weil man sich als Besitzer des Körperorganismus versteht und mit ihm machen dürfe, was man will. Diese Ableitung ist Täuschung und Selbstbetrug durch Symbol-Konzeptwelten.

Wenn im Alltag Körper-Evidenz (Selbstspüren) und symbolische Geltung (Rechte, Identitätszuschreibungen, Innen/Außen) zu einer einzigen „Beweisführung“ verschmolzen werden, entsteht eine Identität, die sich selbst legitimiert und reale Abhängigkeiten verdeckt. Genau deshalb werde ich Sie hier auf meiner Plattform nicht darin unterstützen, dass man glaubt, man existiere – beispielsweise durch von Menschen gemachte Gesetze und deren Selbstlegitimationen, durch ein „Außen“ und „Innen“, durch die Individuum-Erklärung oder durch „Spaß haben“, weil man glaubt, Besitzer des Körperorganismus zu sein und damit machen zu können, was man will: Das ist Täuschung und Selbstbetrug durch die Anwendung von Symbol-Konzeptwelten.