Kunst und Handwerk fungieren als anthropologische Trainingsfelder,
Sprachanker: griechische Operatoren und externe Kurzanker
Griechische Begriffe fungieren als Operatoren gegen Bedeutungsdrift, weil sie Tätigkeits- und Maßbeziehungen markieren: φύσις als das Wirksame, das nicht überredbar ist; ζωή und βίος als Leben im Vollzug unter Abhängigkeiten; τέχνη als prüfbare Könnerschaft; μέτρον als Angemessenheit unter Randbedingungen; συμμετρία als Maß-Beziehung und Passung; αἴσθησις und κοινὴ αἴσθησις als Wahrnehmung und gemeinsame Urteilssensorik; κρίσις als Urteil im Trennmoment; λόγος als Rede und Rechnung, die nur mit Konsequenzspur belastbar ist; νόμος als Setzung, die erst durch Kopplungsdesign tragfähig wird; σύμβολον als Kopplungsstück; πόλις als gemeinsame Maßpraxis. „Karte ist nicht Gebiet“ ist als externer Driftanker im Sinn von Alfred Korzybski zu behandeln, weil er Reifikation und Verwechslung von Gegen-Materie mit Trägerwelt markiert; anschlussfähige Diagnosen der Entkopplung lassen sich zudem über Karl Polanyi und Jürgen Habermas führen, sofern sie strikt in E4 als Prüfarchitektur übersetzt werden. Weitere Idealitätslinien, etwa Platon, Georg Wilhelm Friedrich Hegel und Martin Heidegger, werden im Projekt nicht verworfen, sondern als Material gelesen, das an Träger- und Lebensprüfung rückzubinden ist.
