Plastisches Arbeitsglossar
Arbeitsglossar der Forschungskunst und des So-Heits-Ateliers
Stand: 9. August 2026
1:99
1:99 bezeichnet innerhalb der Forschungskunst kein festes statistisches Weltverhältnis, sondern eine Prüffigur extremer gesellschaftlicher Asymmetrie. Das Modell untersucht Situationen, in denen Verfügungsmacht, Eigentum, Status, Entscheidungsmöglichkeiten oder Rückkopplungsmacht stark auf einer Seite konzentriert sind, während die Folgen auf wesentlich mehr Menschen oder größere Wirkungszusammenhänge verteilt werden. Entscheidend ist nicht die Zahl selbst, sondern die Frage, wann ein Verhältnis sein gemeinsames Maß und seine Rückkopplungsfähigkeit verliert.
24-Stunden-Uhr des Planeten Erde
Die 24-Stunden-Uhr des Planeten Erde ist ein künstlerisches Kalibrierungsmodell, bei dem die ungefähr 4,54 Milliarden Jahre Erdgeschichte proportional auf einen Tag übertragen werden. Homo sapiens erscheint dabei ungefähr in den letzten sechs Sekunden. Die Uhr soll die enorme zeitliche Differenz zwischen planetarischen Tragbedingungen und sehr jungen menschlichen Gesellschafts-, Technik- und Wertordnungen anschaulich machen. Sie ist eine Darstellung und keine Behauptung, Erdgeschichte sei tatsächlich wie eine Uhr aufgebaut.
50:50-Symmetriedualismus
Der 50:50-Symmetriedualismus bezeichnet eine werkinterne Prüffigur für die Verfestigung von Unterschieden zu zwei scheinbar vollständigen und voneinander unabhängigen Gegenpolen. Das Problem liegt nicht in mathematischer Gleichverteilung und nicht in Gleichberechtigung, sondern dort, wo eine Gegenüberstellung so geschlossen wird, dass Beziehungen, Übergänge und Rückkopplungen zwischen den Seiten verschwinden. 50:50 kann damit zum Bild einer stillgestellten Beziehung werden.
51:49
51:49 ist ein künstlerischer Operator der Minimalasymmetrie. Das Verhältnis behauptet kein Naturgesetz und kein universelles mathematisches Prinzip. Es stört die Vorstellung einer vollkommen geschlossenen 50:50-Gleichordnung und hält damit Bewegung, Richtung, Differenz und Veränderbarkeit sichtbar. Seine zentrale Bedeutung liegt darin, dass Unterschied bestehen kann, ohne die Beziehung zwischen den Seiten abzubrechen. 51:49 kann deshalb ebenso zu 49:51 werden.
Abhängigkeit
Abhängigkeit bezeichnet innerhalb der Plexuswirklichkeit keine bloße Einschränkung von Freiheit, sondern eine Grundbedingung lebender und gesellschaftlicher Existenz. Der Mensch benötigt Sauerstoff, Wasser, Nahrung, Temperaturbedingungen, andere Menschen und vielfältige materielle und technische Zusammenhänge. Abhängigkeit und Handlungsmöglichkeit schließen sich deshalb nicht aus. Die Forschungskunst untersucht, welche Abhängigkeiten tragen, welche verletzen und welche durch menschliche Hervorbringungen verändert werden können.
Abhängigkeitskonsequenz
Eine Abhängigkeitskonsequenz ist eine Folge menschlicher Tätigkeit, die nicht nur den unmittelbar bearbeiteten Gegenstand betrifft, sondern über bestehende Beziehungen weitere Menschen, Organismen, Materialien, Orte oder Zeiträume erreicht. Der Begriff erweitert die einfache Vorstellung von Ursache und Wirkung um die Frage, wer oder was innerhalb eines Wirkungsnetzes von einer Tätigkeit mitbetroffen wird.
Anker
Ein Anker bezeichnet eine verbindliche Arbeitsgrundlage innerhalb der Forschungskunst. Er ist keine unveränderliche Wahrheit, sondern eine gegenwärtig festgelegte Bezugsebene, von der aus weitere Begriffe, Modelle und Prüfoperationen geordnet werden. Ein Anker gibt Orientierung, muss aber selbst korrigierbar bleiben. Würde er gegen jede Rückmeldung geschützt, würde er zur Skulpturidentität.
Begriffshandwerk
Begriffshandwerk bezeichnet die methodische Behandlung von Begriffen als hergestellte Werkstücke. Begriffe werden nicht nur benutzt, sondern daraufhin untersucht, welche Auswahl, Unterscheidung, Gegenüberstellung, Benennung und Zuschreibung in ihnen steckt. Ein Begriff muss sich an einem Gegenüber prüfen lassen und gegebenenfalls verändert werden können. Damit überträgt Begriffshandwerk die handwerkliche Erfahrung von Material, Widerstand und Korrektur auf Sprache und Denken.
Begriffsskulptur
Eine Begriffsskulptur ist ein Begriff, dessen Herstellungscharakter und Vorläufigkeit vergessen wurden. Er besitzt eine feste Form und sortiert neue Erfahrungen so, dass seine eigene Definition unangetastet bleibt. Der Gegenbegriff ist der plastische Begriff, der Form besitzt, aber durch relevante Wirklichkeitsrückmeldungen verändert werden kann.
Differenz
Differenz bezeichnet zunächst Verschiedenheit. Sie kann bereits in einem vorausliegenden Wirkungszusammenhang bestehen, bevor der Mensch sie begrifflich fasst. Eine Differenz ist noch kein Gegensatz und noch kein Dualismus. Erst die menschliche Tätigkeit des Unterscheidens, Benennens und Stabilisieren kann daraus eine feste Gegenordnung herstellen.
Dingselektion
Dingselektion bezeichnet die notwendige Tätigkeit, innerhalb eines größeren Wirkungszusammenhangs etwas als einzelnes Ding oder als Gegenstand herauszuheben. Sie ermöglicht Wahrnehmung, Sprache, Handwerk und Wissenschaft. Problematisch wird Dingselektion erst dort, wo der ausgeschnittene Gegenstand so behandelt wird, als existiere er unabhängig von den Beziehungen, aus denen er hervorgegangen ist.
Dreifaches Optimum
Das dreifache Optimum bezeichnet ein Prüfmodell für das Verhältnis zwischen Medium, Organismus und dem gemeinsamen Tragbereich beider. Ein Organismus benötigt bestimmte Bedingungen, besitzt zugleich eigene Regulationsmöglichkeiten und befindet sich damit in einem veränderlichen Passungsverhältnis zu seiner Umgebung. Das Modell ist kein universeller mathematischer Optimalwert, sondern eine relationale Tragfähigkeitsprüfung.
E1
E1 bezeichnet im Vier-Ebenen-Modell den Prüfbereich physisch-materieller Bedingungen. Dazu gehören Stoff, Masse, Kraft, Bewegung, Temperatur, Druck, Widerstand, Belastung, Materialeigenschaften und Bruch. E1 fragt: Was geschieht materiell tatsächlich? Es handelt sich nicht um eine vollständige materialistische Weltbeschreibung, sondern um eine methodische Prüfdimension.
E2
E2 bezeichnet die Prüfdimension lebender Prozesse. Stoffwechsel, Regulation, Wachstum, Alterung, Verletzbarkeit, Abhängigkeit und Regeneration stehen hier im Vordergrund. E2 ist keine vom Materiellen getrennte Lebenswelt, sondern eine besondere Fragestellung innerhalb materiell getragener lebender Prozesse.
E3
E3 bezeichnet die vom Menschen hervorgebrachten Begriffs-, Symbol-, Rollen-, Wert-, Eigentums-, Rechts- und Geltungsordnungen. Geld, Eigentum, Staat, Beruf, Status, Religion oder gesellschaftliche Rolle können auf E3 real wirksam sein, ohne auf dieselbe Weise Eigenschaften eines Körpers oder Bodens zu sein wie Masse oder Temperatur. E3 ist unverzichtbar für menschliche Gesellschaft und wird erst dann problematisch, wenn seine Hervorbringungen ihre Rückbindung an ihre Tragbedingungen verlieren.
E4
E4 ist keine vierte Substanz oder höhere Wirklichkeitsebene. E4 bezeichnet die Rückkopplungs- und Korrekturbewegung, durch die Tätigkeitsfolgen aus E1 und E2 wieder auf menschliche E3-Ordnungen zurückwirken können. E4 fragt deshalb: Kann eine Regel, ein Begriff, ein Eigentumsverhältnis oder eine Institution aufgrund ihrer tatsächlichen Folgen verändert werden?
Ereignishorizont der Tätigkeit
Der Ereignishorizont der Tätigkeit bezeichnet innerhalb der Forschungskunst die Schwelle, an der eine Vorstellung oder Möglichkeit durch tatsächliches Handeln in einen vorausliegenden Wirkungszusammenhang eingreift. Vor der Tätigkeit bestehen Möglichkeiten; nach ihr ist etwas geschehen. Der Begriff wird metaphorisch verwendet und ist nicht mit dem astrophysikalischen Ereignishorizont gleichzusetzen.
Folie
Eine Folie ist innerhalb der Foliengrammatik eine bewegliche Darstellungsschicht. Sie kann Eigentum, Rolle, Wert, Grenze, Religion oder eine andere menschliche Zuschreibung sichtbar über einen bereits vorhandenen Bildträger legen. Entscheidend ist, dass sie als hinzugefügte Darstellung erkennbar und wieder abnehmbar bleibt.
Foliengrammatik
Die Foliengrammatik ist eine bildnerisch-plastische Methode der Forschungskunst. Unterschiedliche Darstellungen werden übereinandergelegt, verschoben, entfernt und gegeneinander geprüft. Die Folie zeigt nicht endgültig, wie Wirklichkeit ist, sondern wie sie gerade dargestellt wird. Ihr zentraler Prüfgedanke lautet: Der Mensch braucht Folien zur Orientierung, muss aber erkennen können, dass es Folien sind.
Forschungskunst
Forschungskunst bezeichnet die über Jahrzehnte entwickelte künstlerische Arbeitsweise, in der Vorstellungen, Begriffe, gesellschaftliche Ordnungen und Tätigkeiten einem materiellen, lebendigen, sozialen und historischen Gegenüber ausgesetzt werden. Ihre Grundbewegung lautet: Vorstellung hervorbringen, einem Gegenüber aussetzen, tätig werden, Konsequenzen wahrnehmen, Zweifel zulassen, korrigieren und gegebenenfalls reparieren. Forschungskunst beansprucht nicht, eine Superwissenschaft zu sein, sondern schafft eine gemeinsame Werkbank der Wirklichkeits- und Folgenprüfung.
Gegenüber
Ein Gegenüber ist dasjenige, das einer Vorstellung Widerstand, Unterschied oder Rückmeldung entgegensetzen kann. Material kann Gegenüber sein, ebenso ein anderer Mensch, ein historisches Dokument, eine Tätigkeitsfolge oder ein wissenschaftlicher Befund. Das Gegenüber ist nicht notwendig eine unabhängige Gegenwelt. Seine Funktion besteht gerade darin, Differenz innerhalb einer fortbestehenden Beziehung zu ermöglichen.
Globale Schwarm-Intelligenz
Die Globale Schwarm-Intelligenz bezeichnet die überörtliche Plattform- und Rückkopplungsstruktur der Forschungskunst. Sie ist nicht als Mehrheitsmaschine oder kollektiver Wahrheitsrichter gedacht. Unterschiedliche Prüfwege, Widersprüche, Korrekturen und offene Fragen sollen über Person, Ort und Zeit hinweg vergleichbar werden. Der Schwarm erhält seinen Wert durch Rückkopplung, nicht durch bloße Zustimmung.
Gold
Gold ist innerhalb der Forschungskunst zugleich reales Material und Prüfmaterial gesellschaftlicher Wertzuschreibung. Seine physisch-materielle Beschaffenheit gehört zu E1; seine gesellschaftliche Verbindung mit Wert, Reinheit, Prestige, Macht oder Unvergänglichkeit gehört zu E3. Gerade diese Doppelstellung macht Gold zu einem geeigneten Material der Vergoldungswelt.
Hineingedachte Eigenschaft
Eine hineingedachte Eigenschaft ist eine menschliche Zuschreibung, die einem Gegenstand, Menschen oder Zusammenhang hinzugefügt wird und gesellschaftlich real wirksam sein kann, ohne auf dieselbe Weise materiell vorhanden zu sein wie physikalische Eigenschaften. Eigentum, Status, Nationalität oder Marktwert sind Beispiele solcher Zuschreibungen. Problematisch werden sie, wenn ihre gesellschaftliche Herkunft vergessen und sie wie vorausliegende Wesenseigenschaften behandelt werden.
KI als Methodenschnittstelle
Künstliche Intelligenz als Methodenschnittstelle bezeichnet den Einsatz von KI innerhalb der Forschungskunst als variables sprachliches Gegenüber. Sie kann Begriffe auffalten, Voraussetzungen sichtbar machen, fehlende Beziehungen benennen und unterschiedliche Prüfwege vergleichen. Sie soll weder Lehrer noch Wahrheitsrichter sein. Auch ihre eigenen Antworten müssen prüfbar bleiben.
Kontextanker
Der Kontextanker ist die gemeinsame Grundlage sämtlicher Einzelanker. Er hält fest, dass der Mensch innerhalb einer ihm vorausliegenden Wirklichkeit Ausschnitte, Vorstellungen, Begriffe, Werkzeuge und gesellschaftliche Ordnungen hervorbringt und anschließend nach ihnen handelt. Forschungskunst untersucht, ob diese Hervorbringungen durch die Folgen ihrer eigenen Anwendung korrigierbar bleiben.
Korrektur
Korrektur bezeichnet die Veränderung einer Vorstellung, eines Begriffes, einer Tätigkeit oder einer gesellschaftlichen Form aufgrund einer relevanten Rückmeldung. Korrektur ist kein Zeichen des Scheiterns der Forschung, sondern ihr eigentliches Arbeitsprinzip. Eine Form, die nicht mehr korrigierbar ist, wird skulptural.
Lochprozess
Der Lochprozess bezeichnet den Übergang vom notwendigen Ausschnitt zur verlorenen Beziehung. Der Mensch muss schneiden, unterscheiden und auswählen. Das Loch entsteht nicht bereits durch diesen Schnitt, sondern dort, wo der Schnitt vergessen und der Ausschnitt für das Ganze gehalten wird. Die zentrale Prüfungsfrage lautet: Kann das Ausgeschlossene noch zurückmelden?
Memento mori
Memento mori bezeichnet innerhalb des gegenwärtigen Projektes nicht nur die Erinnerung an Sterblichkeit, sondern eine künstlerische Prüfung des Verhältnisses zwischen lebendem Prozess und abgeschlossenem Lebenswerk. Ein historisches Atelier kann zur festen Künstleridentität erstarren; dieselben Materialien können jedoch als Grundlage weiterer Tätigkeit und Rückkopplung plastisch bleiben.
Membran
Die Membran ist ein Grenz- und Rückkopplungsmodell der Forschungskunst. Sie erhält Unterschiede, ohne Beziehungen vollständig abzubrechen. Eine tragfähige Membran grenzt ab, schützt, reguliert Austausch und bleibt für relevante Rückmeldungen durchlässig. Ihr Gegenmodell ist nicht jede Mauer als reales Bauteil, sondern die rückkopplungsunfähige Grenze.
Menschenkunstwerk
Das Menschenkunstwerk bezeichnet die Gesamtheit menschlicher Hervorbringungen, durch die Menschen ihre Lebenswelt gestalten und anschließend selbst wieder geprägt werden. Sprache, Technik, Eigentum, Geld, Staaten, Wissenschaften, Institutionen, Rollen und digitale Systeme gehören dazu. Der Mensch ist zugleich Künstler, Bewohner und Material dieses Werkes. Die zentrale Frage lautet, ob er es an seinen wirklichen Folgen korrigieren kann.
Midas-Loch
Das Midas-Loch bezeichnet eine besondere Form des Lochprozesses innerhalb der Vergoldungswelt. Es entsteht dort, wo die Steigerung des zugeschriebenen Wertes die Gebrauchsfähigkeit, Beziehung oder Lebensfähigkeit des Trägers verdrängt. Der Midas-Mythos dient dabei als künstlerische Prüffigur, nicht als ökonomische Theorie.
Millisekunden-Mensch
Der Millisekunden-Mensch ist ein Zeit- und Kalibrierungsbegriff. Auf der 24-Stunden-Uhr erscheint Homo sapiens ungefähr in den letzten sechs Sekunden; eine einzelne menschliche Lebensspanne und die jüngste technische Beschleunigung liegen dagegen im Millisekundenbereich. Der Begriff bezeichnet das Missverhältnis zwischen extrem kurzer planetarischer Anwesenheit, schnell gewachsener Eingriffsmacht und vergleichsweise langsamen Trag- und Regenerationsprozessen.
Mitmachbuch
Das Mitmachbuch ist die bewegliche Werkbank der Forschungskunst. Es vermittelt nicht primär fertige Ergebnisse, sondern Prüfoperationen. Der Benutzer beginnt mit einer eigenen Frage, Überzeugung, Tätigkeit oder einem Gegenstand und untersucht Auswahl, Zuschreibung, Tätigkeit, Konsequenz und mögliche Korrektur. Der andere soll nicht das Werk des Künstlers vervollständigen, sondern seine eigene Beteiligung am Menschenkunstwerk untersuchen.
Mitprüfender
Ein Mitprüfender ist ein Beteiligter, der nicht nur mitmacht oder gestaltet, sondern auch die Bedingungen, Werkzeuge, Begriffe und Folgen des gemeinsamen Prozesses untersuchen darf. Dazu gehört ausdrücklich die Möglichkeit, auch die Begriffe und Modelle der Forschungskunst selbst infrage zu stellen.
Nichtwissen
Nichtwissen bezeichnet eine bewusst offen gehaltene Wissensgrenze. Es ist nicht mit einem Lochprozess identisch. Ein ausdrücklich anerkanntes „Das weiß ich nicht“ kann eine Membran zur weiteren Forschung offenhalten. Problematisch wird Nichtwissen dort, wo es durch scheinbare Gewissheit verdeckt wird.
plastische Identität
Plastische Identität bezeichnet eine Identitätsform, die Kontinuität besitzt und dennoch aufgrund neuer Erfahrungen und Beziehungen verändert werden kann. Der Begriff ist eine ergänzende Beschreibung und kein eigenständiger Hauptanker. Plastische Identität ist weder formlose Beliebigkeit noch unveränderliche Feststellung.
plastisches Ich
Das plastische Ich bezeichnet den lebenden Menschen als materiellen, zeitlichen, verletzbaren, abhängigen, lernenden und tätigen Prozess innerhalb der Plexuswirklichkeit. Seine relative Identität besteht nicht trotz seiner Veränderungen, sondern durch fortgesetzte Regulation, Stoffwechsel, Erfahrung und Rückkopplung. Das plastische Ich ist kein Idealtyp und kein psychologischer Fachbegriff, sondern ein werkinterner Prüfbegriff.
plastische symmetria
Plastische symmetria bezeichnet ein tragfähiges Verhältnis unterschiedlicher Teile, das nicht durch perfekte Gleichheit, sondern durch Passung, Beziehung und Nachregelung gekennzeichnet ist. Der Begriff verbindet die werkinterne Auseinandersetzung mit symmetria mit 51:49 und der Frage nach beweglichen, rückkopplungsfähigen Verhältnissen.
Plexus
Plexus bedeutet innerhalb der Forschungskunst Geflecht beziehungsweise Verknüpfungszusammenhang. Der Begriff bezeichnet keine harmonische Ganzheit und keine Behauptung, alles sei unterschiedslos mit allem verbunden. Er lenkt die Aufmerksamkeit auf Beziehungen, Abhängigkeiten, Widerstände, Grenzen, Austausch, Belastung und Rückkopplung.
Plexuswirklichkeit
Die Plexuswirklichkeit bezeichnet den vorausliegenden Wirkungszusammenhang, innerhalb dessen Mensch, Material, Organismus, Sprache und Gesellschaft überhaupt stattfinden. Der Begriff behauptet nicht, die Wirklichkeit vollständig abzubilden. Er ist selbst ein korrigierbares künstlerisches Prüfmodell. Seine Grundform lautet: Der Mensch beginnt innerhalb einer Wirklichkeit, die bereits wirkt.
Prüfanker des Begriffshandwerks
Der Prüfanker des Begriffshandwerks beschreibt die methodische Grundstruktur der Forschungskunst. Er untersucht, wie durch Auswahl, Unterscheidung, Benennung, Zuschreibung und Tätigkeit menschliche Wirklichkeitsformen entstehen und wie ihre Folgen auf die Ausgangsvorstellung zurückwirken können. Seine kürzeste Frage lautet: Was habe ich hergestellt, was geschieht, wenn ich danach handle, und was darf mich noch korrigieren?
Prüfoperator
Der Prüfoperator bezeichnet eine wiederholbare Frage- oder Tätigkeitsstruktur, mit der menschliche Hervorbringungen untersucht werden können. Er ist kein automatischer Mechanismus, der richtige Antworten erzeugt. Ein Prüfoperator organisiert vielmehr Gegenüberstellung, Rückmeldung, Zweifel und Korrektur.
Reparatur
Reparatur beginnt dort, wo Korrektur einer Vorstellung allein nicht genügt, weil eine Folge bereits eingetreten ist. Eine veränderte Theorie heilt keinen verletzten Organismus und regeneriert keinen beschädigten Boden. Forschungskunst verbindet deshalb Erkenntniskorrektur mit der Frage nach möglicher praktischer Wiederherstellung oder Veränderung bereits eingetretener Folgen.
Rückkopplung
Rückkopplung bezeichnet die Bewegung, durch die eine Wirkung auf ihre Ausgangsbedingung zurückwirkt. Innerhalb der Forschungskunst ist Rückkopplung nur dann vollständig, wenn eine Folge tatsächlich die Möglichkeit besitzt, diejenige Vorstellung, Tätigkeit oder gesellschaftliche Ordnung zu verändern, aus der sie hervorgegangen ist.
Rückkopplungsloch
Ein Rückkopplungsloch entsteht, wenn eine Tätigkeit Folgen erzeugt, diese Folgen jedoch die Ausgangsordnung nicht mehr erreichen oder verändern können. Wissen über eine Schädigung kann vorhanden sein, während die institutionelle oder wirtschaftliche Regel unverändert bleibt. Das Rückkopplungsloch ist deshalb ein zentraler Bestandteil des Lochprozesses.
Schablone
Eine Schablone ist innerhalb der Forschungskunst ein wiederverwendbares Verfahren der Prüfung. Während die Folie einen bestimmten Inhalt sichtbar überlagert, stabilisiert die Schablone eher Fragen und Arbeitsoperationen. Sie soll keine richtigen Antworten vorgeben, sondern einen Prüfprozess wiederholbar machen.
Skulpturalisierung
Skulpturalisierung bezeichnet den Prozess, durch den eine veränderbare Beziehung, Rolle, Eigenschaft oder Selbstbeschreibung zu einer festen Identität verfestigt wird. Der Begriff beschreibt damit die Entstehungsbewegung einer Skulpturidentität.
Skulpturidentität
Die Skulpturidentität bezeichnet eine verfestigte menschliche Selbst- oder Fremdbeschreibung. Aus einer Rolle, Tätigkeit, gesellschaftlichen Zuschreibung oder zeitlichen Situation wird eine scheinbar unveränderliche Wesenseigenschaft. Der Begriff darf niemals als Etikett für einen bestimmten Menschentyp verwendet werden, da er sonst selbst genau die Verfestigung erzeugen würde, die er untersucht.
So-Heits-Atelier
Das So-Heits-Atelier ist die künstlerische Gesamtform der Forschungskunst. Es baut innerhalb der vorausliegenden Plexuswirklichkeit einen künstlichen Arbeits- und Prüfbereich auf, in dem Vorstellungen, historische Werke, Materialien, Besucher, Tätigkeiten und Rückmeldungen miteinander in Beziehung gesetzt werden. Das eigentliche Werk ist nicht die fertige Ausstellung, sondern der organisierte Rückkopplungsprozess.
So-Heits-Gesellschaft
Die So-Heits-Gesellschaft bezeichnet keine fertige Utopie und kein vorgeschriebenes Gesellschaftsmodell. Sie ist die offene Frage, wie menschliche gesellschaftliche Hervorbringungen so organisiert werden könnten, dass ihre eigenen Tätigkeits- und Verletzungsfolgen auf sie zurückwirken und Korrektur ermöglichen. Eine fest definierte „richtige Gesellschaft“ würde selbst zur Skulpturidentität.
So-Heits-Raum
Der So-Heits-Raum bezeichnet nicht primär einen architektonischen Raum, sondern die vorausliegende Plexuswirklichkeit, innerhalb derer Menschen, Tätigkeiten und Hervorbringungen stattfinden. Deshalb gilt: Man kann das So-Heits-Atelier verlassen, den So-Heits-Raum aber nicht.
So-Heits-Werkstatt
Die So-Heits-Werkstatt bezeichnet die konkrete Verrichtung innerhalb des So-Heits-Ateliers. Schneiden, schreiben, überlagern, entfernen, vergleichen, bauen, spielen, testen und korrigieren gehören zu dieser Werkstattfunktion. Atelier ist die Gesamtform, Werkstatt das tatsächliche Arbeiten.
Symmetrieskulptur
Die Symmetrieskulptur bezeichnet eine werkinterne Form für ein Verhältnis, das durch perfekte Gegenordnung so verfestigt wird, dass Bewegung und Rückkopplung verschwinden. Sie steht der plastischen symmetria gegenüber, ohne daraus einen neuen absoluten Dualismus zu machen.
Tätigkeitskonsequenz
Die Tätigkeitskonsequenz bezeichnet die wirkliche Folge, die entsteht, wenn eine menschliche Vorstellung über Entscheidung und Tätigkeit in einen vorausliegenden Wirkungszusammenhang eingreift. Sie wird nicht allein durch die Absicht bestimmt, sondern durch das Zusammentreffen von Tätigkeit, Material, Organismus, Ort, Zeit und bestehenden Beziehungen.
Tätigkeitskonsequenzanker
Der Tätigkeitskonsequenzanker untersucht den Übergang von Vorstellung zu eingetretener Folge. Seine Grundform lautet: Eine Vorstellung wird dort zur wirklichen Folge, wo sie durch Tätigkeit in einen vorausliegenden Wirkungszusammenhang eingreift. Er verbindet Absicht, Ereignishorizont, Handlung, Wirkung, Rückmeldung, Korrektur und Reparatur.
Technē-Welt
Die Technē-Welt bezeichnet die vom Menschen hervorgebrachte technische und kulturelle Umwelt aus Werkzeugen, Gebäuden, Infrastrukturen, Institutionen, Symbolen und digitalen Systemen. Sie ist real und kann lebensnotwendig werden, bleibt jedoch von materiellen und lebendigen Tragbedingungen abhängig. Die Technē-Welt ersetzt die Plexuswirklichkeit nicht.
Tragbewusstsein
Tragbewusstsein bezeichnet das Bewusstsein, als Mensch nicht vollständig aus sich selbst heraus zu bestehen, sondern auf Bedingungen angewiesen zu sein, die der eigenen Tätigkeit und gesellschaftlichen Ordnung teilweise vorausliegen. Es soll keine Demutsideologie erzeugen, sondern eine Wirklichkeits- und Abhängigkeitsprüfung ermöglichen.
Tragfähigkeit
Tragfähigkeit bezeichnet die Fähigkeit einer Form, Tätigkeit oder Ordnung, unter ihren konkreten Bedingungen zu bestehen, ohne die Voraussetzungen ihrer eigenen Funktion so zu beschädigen, dass sie langfristig nicht mehr tragen. Der Begriff erweitert die handwerkliche Funktionsprüfung zur gesellschaftlichen und zivilisatorischen Tragprüfung.
Tragwirklichkeit
Die Tragwirklichkeit bezeichnet diejenigen materiellen und lebendigen Bedingungen, von denen menschliches Leben und menschliche Gesellschaft tatsächlich abhängig bleiben. Sie besitzt keinen moralischen Vorrang allein aufgrund ihres Alters, aber einen existentiellen Vorrang insofern, als menschliche E3-Ordnungen sie nicht beliebig ersetzen können.
Tragwesen
Das Tragwesen bezeichnet den Menschen als Wesen, dessen Existenz von vorausliegenden Bedingungen getragen wird und das zugleich selbst an der Erhaltung oder Beschädigung solcher Bedingungen mitwirkt. Der Begriff steht in engem Zusammenhang mit Tragbewusstsein, Tätigkeitskonsequenz und plastischem Ich.
Vergoldung
Vergoldung bezeichnet sowohl einen realen materiellen Oberflächenvorgang als auch die künstlerische Prüffigur einer zusätzlichen Wert-, Rang- oder Bedeutungszuschreibung. Die Vergoldung verändert die Wahrnehmung eines Trägers und kann dazu führen, dass seine gesellschaftliche Oberfläche wichtiger erscheint als seine Gebrauchsfunktion, Verletzbarkeit oder Tragbedingung.
Vergoldungswelt
Die Vergoldungswelt bezeichnet die vom Menschen hervorgebrachte Wertoberfläche des Menschenkunstwerks. Preis, Prestige, Eigentum, Status, Heiligkeit, Rang und symbolische Besonderheit können über materielle und lebendige Träger gelegt werden. Problematisch wird die Vergoldung dort, wo die aufgetragene Wertordnung die Bedingungen ihres Trägers verdeckt und sich gegen die Folgen ihrer eigenen Anwendung immunisiert.
Verortung
Verortung bezeichnet das Verhältnis einer Hervorbringung zu einem konkreten Ort, Zeitpunkt und Wirkungszusammenhang. Ein Werk, Begriff oder Modell besitzt nicht nur einen Inhalt, sondern begegnet jeweils bestimmten historischen und räumlichen Bedingungen. Dieselbe Form kann deshalb zu unterschiedlichen Zeiten anders wirken.
Verortungskunst
Verortungskunst bezeichnet die künstlerische Arbeit mit dieser zeitlichen und räumlichen Situierung. Bewerbungen, Ablehnungen, institutionelle Begegnungen, Wiederaufnahmen früherer Arbeiten und spätere Korrekturen können Teil eines langfristigen Verortungsprozesses werden. Verortungskunst bedeutet nicht, jede spätere Entwicklung nachträglich als Bestätigung früherer Aussagen umzudeuten.
Verortungs-/Zeitanker
Der Verortungs-/Zeitanker hält fest, dass jede Aussage, Tätigkeit und Prüfung einen Ort, einen Zeitpunkt und eine Geschichte ihrer Folgen besitzt. Er verhindert, dass spätere Begriffe unbemerkt auf frühere Werkphasen zurückprojiziert werden und macht zugleich langfristige Rückprüfung möglich.
Verletzungswirklichkeit
Die Verletzungswirklichkeit bezeichnet reale materielle oder lebendige Schädigungen beziehungsweise Belastungsüberschreitungen, die menschlichen Vorstellungen widersprechen können. Verletzung liefert nicht automatisch eine vollständige moralische oder kausale Erklärung, besitzt aber Einspruchsrecht gegen eine gesellschaftliche Ordnung, die ihre Folgen ausblendet.
Verantwortungsloch
Ein Verantwortungsloch entsteht, wenn eine komplexe Tätigkeitskette so in Rollen und Zuständigkeiten zerlegt wird, dass niemand mehr eine wirksame Beziehung zur vollständigen Konsequenz besitzt. Jeder Beteiligte kann innerhalb seines Ausschnittes korrekt handeln, während der Gesamtprozess dennoch schädliche Folgen erzeugt.
Wirklichkeitsweise
Eine Wirklichkeitsweise bezeichnet die unterschiedliche Art, in der etwas real wirksam sein kann. Materialeigenschaft, lebendiger Prozess, gesellschaftliche Geltung und symbolische Zuschreibung besitzen nicht denselben Wirklichkeitsstatus, können aber miteinander verbunden sein. Der Begriff verhindert die einfache Gegenüberstellung von „wirklich“ und „unwirklich“.
Wirklichkeitssurrogat
Ein Wirklichkeitssurrogat ist eine menschlich hervorgebrachte Darstellung, Ordnung oder Zuschreibung, die innerhalb der menschlichen Orientierung an die Stelle des größeren Wirkungszusammenhangs tritt. Das Surrogat ist selbst real wirksam, wird jedoch problematisch, wenn sein Ausschnitt mit der gesamten Wirklichkeit verwechselt wird.
Werkanker
Der Werkanker beschreibt die historisch-materielle Herkunft der Forschungskunst. Die heutigen Begriffe werden nicht als nachträglich auf alte Werke gelegte Theorie verstanden, sondern als spätere Verdichtungen jahrzehntelanger praktischer Erfahrungen mit Material, Widerstand, Fotografie, Collage, Partizipation, Theater, Wasser, Deich, Spaten, Schultafel und gesellschaftlicher Tätigkeit.
Werkstück
Ein Werkstück ist innerhalb der Forschungskunst nicht nur ein materieller Gegenstand. Auch eine Aussage, ein Begriff, eine Überzeugung oder ein Selbstbild kann als Werkstück behandelt werden. Entscheidend ist, dass die hervorgebrachte Form einem Gegenüber ausgesetzt, bearbeitet und gegebenenfalls verändert werden kann.
Zivilisationsfähigkeit
Zivilisationsfähigkeit bezeichnet die Fähigkeit einer Gesellschaft, ihre eigenen technischen, wirtschaftlichen, politischen, wissenschaftlichen und symbolischen Hervorbringungen an deren tatsächliche Tätigkeits-, Abhängigkeits- und Verletzungsfolgen zurückzubinden. Eine Zivilisation kann sehr viel wissen und technisch hochentwickelt sein, aber dennoch geringe Zivilisationsfähigkeit besitzen, wenn ihre Institutionen gegenüber den Folgen ihrer eigenen Tätigkeit strukturell immun bleiben.
Zivilisationsgedächtnis
Ein Zivilisationsgedächtnis ist eine über individuelle Lebenszeiten hinausreichende dokumentierte Rückkopplungsstruktur. Es bewahrt nicht nur Daten, sondern möglichst auch den Zusammenhang zwischen Entscheidung, Erwartung, Tätigkeit, Folge, Warnung und späterer Korrektur. Archiv, Plattform und Schwarm-Rückkopplung können Bestandteile eines solchen Gedächtnisses werden.
Zweifel
Zweifel bezeichnet innerhalb der Forschungskunst keine allgemeine Skepsis und keine permanente Unsicherheit. Er ist eine funktionale Korrekturmembran. Eine Vorstellung darf Form besitzen und handlungsfähig machen, muss aber eine relevante Beobachtung zulassen, die sie verändern könnte. In diesem Sinn gilt: Der Zweifel ist die Membran des Begriffes und des Kunstwerks.
Gesamtkern des Glossars
Die Begriffe dieses Glossars bilden keine voneinander unabhängigen Theoriebausteine. Sie gehören zu einem gemeinsamen Forschungszusammenhang.
Der Mensch entsteht als plastisches Ich innerhalb einer Plexuswirklichkeit. Um handeln zu können, nimmt er Dingselektionen, Unterscheidungen, Benennungen und Zuschreibungen vor. Daraus entstehen E3-Formen wie Rollen, Eigentum, Geld, Werte und gesellschaftliche Ordnungen. Diese Hervorbringungen sind notwendig und real wirksam. Werden ihre Schnittkanten vergessen, können Lochprozesse, Wirklichkeitssurrogate und Skulpturidentitäten entstehen. Vergoldungswelt bezeichnet dabei eine besondere Aufwertungsschicht, durch die menschliche Hervorbringungen Rang und Wert erhalten und dadurch zusätzlich stabilisiert werden können.
Die Membran hält dagegen Differenz und Beziehung gleichzeitig offen. 51:49 stört die Vorstellung vollkommener geschlossener Gleichordnung, während 1:99 extreme Asymmetrien von Verfügung und Rückkopplung sichtbar macht. E1–E4 unterscheidet materielle, lebendige und gesellschaftlich hervorgebrachte Wirkungsweisen und organisiert mit E4 den Rückweg der Konsequenzen.
Im Tätigkeitskonsequenzanker wird aus Vorstellung tatsächliche Handlung. Im Verortungs-/Zeitanker wird sichtbar, dass jede Tätigkeit an Ort und Zeit gebunden ist. Der Millisekunden-Mensch stellt diese menschliche Tätigkeit in den planetarischen Zeitmaßstab. Die Foliengrammatik macht die unterschiedlichen Darstellungen beweglich sichtbar. Das Mitmachbuch überträgt die Prüfung auf den anderen Menschen. Das So-Heits-Atelier organisiert die verschiedenen Gegenüber räumlich-künstlerisch. Die Globale Schwarm-Intelligenz und Künstliche Intelligenz können die Rückkopplung über einzelne Personen, Orte und Lebenszeiten hinaus fortsetzen.
Der gemeinsame Maßstab bleibt dabei:
Welche Form habe ich hervorgebracht, welche Beziehungen werden dadurch sichtbar oder unsichtbar, was geschieht, wenn ich danach handle, und welche wirkliche Rückmeldung darf diese Form noch verändern?
Damit ist das Glossar selbst kein abgeschlossenes Wörterbuch.
Es ist ein plastisches Arbeitsglossar.
Jeder Begriff bleibt ein Werkstück der Forschungskunst und muss an denjenigen Gegenübern korrigierbar bleiben, die durch seine gegenwärtige Definition möglicherweise noch nicht ausreichend erfasst werden.
