Spurensicherung ist der kunsthistorisch geprägte Begriff.
Die kunsthistorisch etablierte Bezeichnung lautet Spurensicherung.
Günter Metken prägte „Spurensicherung“ 1974 für die Ausstellung „Spurensicherung: Archäologie und Erinnerung“ im Hamburger Kunstverein. Gemeint war eine bestimmte Richtung der Konzeptkunst, in der Künstler persönliche und historische Überreste, Fundstücke, Dokumente, Erinnerungen und fiktiv-archäologische Rekonstruktionen sammelten, ordneten und ausstellten. Zu den damit verbundenen Künstlern gehörten unter anderem Christian Boltanski, Nikolaus Lang, Raffael Rheinsberg und Dorothee von Windheim.
Auf der documenta 6 im Jahr 1977 wurde diese Kunstrichtung von Metken in einem eigenen Zusammenhang präsentiert und durch seine gleichzeitig erschienene Publikation „Spurensicherung: Kunst als Anthropologie und Selbsterforschung“ kunsthistorisch weiter gefestigt. Es war also nicht 1970, sondern zunächst 1974 in Hamburg und anschließend besonders wirksam 1977 auf der documenta 6. 1977 kunsthistorisch etabliert.
Der Begriff wurde in den 1970er-Jahren für eine Richtung der Konzeptkunst geprägt, die Fundstücke, Erinnerungen, Lebensspuren und historische Zusammenhänge sammelt, untersucht und künstlerisch sichtbar macht.
