Techne
Technē im Sinne: Können als rückgekoppeltes Herstellen, nicht als „freie Geistwelt“
In deiner Schichtenlogik ist technē genau das Gegenstück zur Unverletzlichkeits-Parallelwelt: ein Können, das sich im Widerstand bewährt, an Material, Grenzen, Zeitverzug und Folgen gebunden bleibt. Historisch passt das, weil technē im Griechischen „Kunst/Handwerk/Können“ im Sinn eines produktiven Wissens bezeichnet, also eine Form von Wissen, die auf Hervorbringen und Gelingen unter Bedingungen zielt.
Entscheidend ist dabei: technē ist zunächst wertneutral als Kompetenzform; ob sie Gemeinsinn stärkt oder Symbolwelten stabilisiert, entscheidet sich an ihrer Einbettung in Zweck, Maß und Verantwortung.
Gemeinsinn als Polis-Ideal: Paideia, Tugend und öffentliche Bewertung
Dass du technē mit Gemeinsinn koppeln willst, entspricht weniger einer „Definition“ von technē als dem normativen Rahmen der Polis: Bürgerbildung (paideia) zielte auf die Formung verantwortlicher Teilhabe und die Internalisierung gemeinsamer ethischer Ideale, inklusive Tugenden. In diesem Rahmen wird Können sozial bewertet, nicht nur nach Privatnutzen, sondern danach, ob es zum gemeinsamen Leben beiträgt. Theater und Festkultur in Athen waren dabei keine bloßen Unterhaltungsräume, sondern öffentliche Foren, in denen die Polis sich selbst verhandelte und Bürger zur Reflexion über Konflikte, Ordnung und Verantwortung angehalten wurden. Wenn du sagst, das Leitbild sei der Mensch, der sich mit seinem Können am stärksten für den Gemeinsinn einbringt, dann ist das als Polis-Ideal stimmig. Es ist aber wichtig, es als Ideal- und Bewertungslogik zu markieren, nicht als flächendeckende soziale Realität: In der tatsächlichen Statusordnung der klassischen Poleis waren viele „nützliche“ Tätigkeiten sozial niedrig gestellt oder ausgelagert (Sklaven, Metöken), während Bürgerideal, Muße und politische Teilhabe stark gewichtet wurden. Genau diese Spannung ist für deine Symbolweltkritik interessant: Gesellschaften können Gemeinsinn rhetorisch hochhalten und gleichzeitig praktische Trägerarbeit abwerten oder unsichtbar machen.
Idiōtēs: privat bleibender Mensch als Gegenfigur zur Polis-Teilnahme
Dein Verweis auf den „Idiotes“ trifft einen tragenden Punkt: idiōtēs bezeichnete den Privatmenschen, der kein Amt innehatte und nicht am politischen Leben teilnahm.
In deiner Terminologie ist das der Mensch, der sich in eine private oder innere Sphäre zurückzieht, während die gemeinsame Rückkopplungsarbeit der Polis ausdünnt. Das ist nicht bloß moralische Abwertung, sondern eine Funktionsaussage: Gemeinsinn braucht Teilnahmeformen, sonst bleibt er Behauptung in der Symbolschicht.
Handel, Geld und „Bankenwesen“: nicht technē „unten“, sondern chrematistikē als Entkopplungsform
Die antike Skepsis richtet sich weniger gegen „Können“ an sich, sondern gegen eine bestimmte Art des Geld- und Erwerbsbetriebes: Aristoteles unterscheidet zwischen einer „natürlichen“ Versorgungskunst für Haushalt und Polis und einer „unnatürlichen“ Geldmacherei (chrematistikē), die Geld um seiner selbst willen akkumuliert; besonders verurteilt er Wucher/Usury als „Geld aus Geld“, das „gegen die Natur“ sei (tokos als „Brüten/Breeding“ von Geld).
Das ist der historische Kern dessen, was du als „leicht betrügerische Grundlagen“ ansprichst: Wo Erwerb sich vom Zweck des Lebensunterhalts und vom Maß des Gemeinsamen entkoppelt, wächst die Zone von Täuschung, Machtasymmetrie und symbolischer Scheinobjektivität.
Für dein Modell ist der Punkt präzise formulierbar: Handel und Finanzpraktiken werden dann zur gefährlichen Symbolwelt, wenn sie als formal „gültige“ Zeichen- und Vertragslogik laufen, während die Konsequenzen (Abhängigkeiten, Externalisierung, Verletzbarkeit) nicht mehr rückgekoppelt werden. Aristoteles’ Kritik ist in diesem Sinn eine frühe Warnung vor einer Ökonomie, die ihre eigene Symbolmetrik absolut setzt.
Was daraus für dein Techne-Verständnis folgt: technē braucht telos, Maß und Rückkopplung
Wenn du technē als Gemeinsinn-Stärkung definieren willst, wird es am saubersten, technē nicht moralisch aufzuladen, sondern sie an eine dreifache Einbettung zu binden: an einen Zweck, der über Privatgewinn hinausweist (telos im Horizont der Polis), an Maß und Begrenzung (gegen Perfektions- und Akkumulationsdrift) und an überprüfbare Rückkopplung im Folgenraum. Das ist kompatibel mit deinem 51:49-Prinzip: technē ist dann nicht „perfekte Form“, sondern die Fähigkeit, unter realen Widerständen tragfähige Ordnung zu erzeugen, ohne die Kosten in eine Unverletzlichkeitswelt abzuschieben.
So wird auch deine Hierarchie verständlich: Tätigkeiten, die Gemeinsinn praktisch tragen, erscheinen als höherwertig, weil sie Rückkopplung offenhalten; Tätigkeiten, die Gemeinsinn nur symbolisch behaupten und zugleich Entkopplung belohnen, erscheinen als niedrig, weil sie Parallelwelten stabilisieren.
Wahrheit, Tätigkeit und Rückkopplung
Zur griechischen Ganzheitslogik von Logos, Technē und Symbolon und ihrer begrifflichen Entleerung in der Moderne
1. Ausgangspunkt: Wahrheit als tätige Bewährung
Im griechischen Denken ist Wahrheit (ἀλήθεια, alḗtheia) kein abstrakter Wahrheitswert und kein Besitz des Subjekts. Wahrheit bezeichnet ein Geschehen des Unverborgenen, das sich im Vollzug zeigt. Etwas ist wahr, wenn es sich in der Welt bewährt, das heißt: wenn Tätigkeit, Widerstand und Konsequenz in ein tragfähiges Verhältnis treten. Wahrheit ist damit untrennbar an Praxis, Rückkopplung und Konsequenzfähigkeit gebunden.
Diese Auffassung unterscheidet sich grundlegend von späteren symbolisch-repräsentativen Wahrheitsmodellen. Wahrheit ist nicht das, was „gemeint“ ist, sondern das, was sich zeigt, trägt und fortsetzt.
2. Logos: Ordnung im Geschehen, nicht bloße Sprache
Der λόγος (lógos) ist im griechischen Verständnis keine rein sprachliche oder logische Instanz. Logos bezeichnet das Verhältnis, das Maß und die innere Ordnung eines Geschehens. Er ist die Struktur, in der Tätigkeiten, Abhängigkeiten und Wirkungen zueinander stehen.
Wahr ist ein Geschehen dort, wo der Logos stimmt, also wo:
- Tätigkeit nicht beliebig ist,
- Widerstand nicht negiert wird,
- Konsequenzen getragen werden können.
Logos ist damit eine Funktionsordnung, keine bloße Beschreibung.
3. Technē: wissendes Tun unter Maß und Grenze
τέχνη (téchnē) verbindet Wissen und Tun. Sie ist weder bloßes Handwerk noch abstrakte Theorie, sondern eine vermittelnde Praxisform. Technē operiert immer:
- am Material,
- unter Bedingungen,
- mit Zweck,
- und unter der Verpflichtung zur Bewährung.
Zentral ist dabei das richtige Maß. Dieses Maß ist nicht willkürlich, sondern aus dem Widerstand der Welt gewonnen. Technē ist daher untrennbar mit ἀρετή (aretḗ), der Tugend der Angemessenheit, verbunden.
4. Symmetrie als Maß, nicht als Gleichheit
Das griechische Verständnis von συμμετρία (symmetría) meint kein starres Gleichgewicht im Sinne identischer Hälften, sondern stimmige Proportion. Symmetrie bezeichnet ein Verhältnis, das trägt, weil es der Funktion angemessen ist.
Dieses Maß ist dynamisch:
- zu viel wie zu wenig zerstört die Ordnung,
- Stabilität entsteht aus leichter Asymmetrie,
- Leben ist niemals perfekte Gleichverteilung.
Symmetrie ist damit ein Funktionsmaß, kein Idealisierungsprinzip.
5. Symbolon: Zwei Teile und ihre Rückbindung
Der ursprüngliche Begriff σύμβολον (sýmbolon) bezeichnete ein geteiltes Erkennungszeichen, dessen Sinn nur durch Zusammenfügung beider Teile entsteht. Symbolik ist hier keine freie Bedeutungszuschreibung, sondern ein Rückkopplungsprinzip.
Übertragen auf Tätigkeitsprozesse bedeutet dies:
- Ein Teil liegt in der Handlung,
- der andere in der Konsequenz,
- Wahrheit entsteht erst in ihrer Verbindung.
Symbolon ist somit kein Zeichen ohne Welt, sondern ein Bindeglied zwischen Tun und Wirkung.
6. Ganzheitlichkeit: Teilsein, Funktion und Stoffwechsel
Das griechische Denken kennt kein isoliertes Individuum. Der Mensch ist Teil eines Ganzen, eingebunden in φύσις (phýsis), das sich selbst hervorbringende Werden. Leben wird als Prozess verstanden, nicht als Besitzform.
Begrifflichkeiten wie:
- μέρος (méros) – Teil,
- ἔργον (érgon) – Tätigkeit, Funktion,
- ἐνέργεια (enérgeia) – tätiges Wirksamsein,
beschreiben den Menschen als Funktionsträger innerhalb von Prozessen, nicht als souveränen Herrscher über sie.
Auch Stoffwechselprozesse sind in diesem Denken kein biologisches Detail, sondern Ausdruck der grundlegenden Tatsache, dass Existenz nur als Durchgang, Austausch und Kreislauf möglich ist.
7. Umwelt, Milieu und Eingebundensein
Noch bis in das 20. Jahrhundert hinein wurde der Mensch selbstverständlich als Teil seiner Umwelt oder seines Milieus verstanden. Begriffe wie „Umwelt“ bezeichneten kein Außenobjekt, sondern einen Mit-Zusammenhang, in dem Leben stattfindet.
Die spätere Verschiebung hin zu einem Gegenüber von „Mensch“ und „Umwelt“ markiert einen tiefen begrifflichen Bruch:
- aus Teilhabe wird Kontrolle,
- aus Eingebundensein wird Verfügbarkeit,
- aus Funktion wird Herrschaft.
8. Die begriffliche Machtverschiebung der Moderne
Mit der zunehmenden Symbolisierung der Begriffe verliert sich ihr ursprünglicher Funktionsbezug. Begriffe wie Wahrheit, Konstruktion, Symbol, Identität oder Umwelt werden umgedeutet, bis sie eine scheinbare Autonomie des Menschen legitimieren.
Diese Umdeutung folgt einem Muster:
- Trennung von Tätigkeit und Konsequenz,
- Entkopplung von Rückkopplung,
- Ersetzung von Bewährung durch Setzung.
Der Mensch erscheint nun als Konstrukteur der Wirklichkeit selbst, nicht mehr als Teil eines funktionalen Gefüges.
9. Schein und Grenze der Allmachtskonstruktion
Diese begriffliche Selbstermächtigung ist jedoch nur scheinbar tragfähig. Die ursprünglichen Bedeutungen kommen den realen Existenzbedingungen näher, weil sie an Rückkopplung, Maß und Funktion gebunden bleiben. Kein noch so abstraktes Begriffsgebäude hebt die stofflichen, energetischen und ökologischen Abhängigkeiten auf.
Dort, wo Begriffe ihre Rückbindung an Tätigkeit, Widerstand und Konsequenz verlieren, verlieren sie ihre Wahrhaftigkeit. Das griechische Denken erinnert daran, dass Wahrheit nicht gemacht, sondern vollzogen wird – immer wieder, unter realen Bedingungen, als Teil eines Ganzen.
Wahrheit, Logos und Konstruktion
Zur griechischen Ganzheitslogik von Tätigkeit, Rückkopplung und Maß und ihrer begrifflichen Transformation in der Moderne
1. Einleitung
Das griechische Denken entwickelt ein Wahrheits- und Weltverständnis, das nicht auf symbolische Repräsentation oder subjektive Setzung gründet, sondern auf tätiger Bewährung im realen Geschehen. Wahrheit, Logos, Technē und Symbolon bilden dabei keine getrennten Begriffe, sondern eine zusammenhängende Funktionsordnung. In dieser Ordnung sind Tätigkeit, Rückkopplung, Abhängigkeit und Konsequenz konstitutiv. Der vorliegende Text rekonstruiert diese Ganzheitslogik und analysiert die begrifflichen Verschiebungen, durch die der moderne Mensch sich zunehmend als herrschaftliches Subjekt über Welt und Umwelt positioniert.
2. Wahrheit als ἀλήθεια: Unverborgenheit im Vollzug
Der griechische Begriff der Wahrheit, ἀλήθεια (alḗtheia), bezeichnet Unverborgenheit. Wahrheit ist kein Attribut von Aussagen, sondern ein Ereignis des Sich-Zeigens. Etwas ist wahr, wenn es im Vollzug sichtbar wird und Bestand hat. Diese Wahrheitsauffassung ist strikt praxisbezogen: Sie setzt Tätigkeit voraus, stößt auf Widerstand und bewährt sich in Konsequenzen. Wahrheit ist daher zeitlich, situativ und rückgekoppelt. Sie entsteht nicht durch Behauptung, sondern durch Gelingen unter realen Bedingungen.
3. Logos als Funktionsordnung des Geschehens
λόγος (lógos) ist im griechischen Verständnis nicht primär Sprache oder abstrakte Vernunft, sondern das Verhältnis, das Maß und die innere Ordnung eines Geschehens. Logos bezeichnet die Struktur, in der Tätigkeiten sinnvoll zueinander stehen. Er ist wirksam, nicht nur beschreibend. Wahrheit zeigt sich dort, wo der Logos trägt: wo Handeln anschlussfähig ist, Widerstände integriert werden und Konsequenzen nicht ausgeblendet bleiben. Logos ist somit die operative Ordnung, in der Wahrheit überhaupt erst erscheinen kann.
4. Technē: Wissendes Tun und das richtige Maß
τέχνη (téchnē) verbindet Wissen und Handeln in einer praxisgebundenen Einheit. Sie ist weder bloße Theorie noch bloßes Handwerk, sondern eine vermittelnde Form des Könnens. Technē operiert immer unter Bedingungen: Materialeigenschaften, Zweckbindungen, zeitliche Abläufe und reale Grenzen sind integrale Bestandteile. Zentral ist das richtige Maß, das nicht willkürlich gesetzt wird, sondern aus der Erfahrung des Widerstands hervorgeht. Technē ist daher untrennbar mit ἀρετή (aretḗ), der Tugend der Angemessenheit, verbunden.
5. Symmetrie als Proportion, nicht als Gleichheit
συμμετρία (symmetría) meint im griechischen Denken keine starre Gleichverteilung, sondern stimmige Proportion. Symmetrie bezeichnet ein Verhältnis, das funktional trägt. Dieses Maß ist dynamisch: Leben und Stabilität entstehen nicht aus perfekter Gleichheit, sondern aus leicht asymmetrischen Verhältnissen, die Anpassung und Rückkopplung erlauben. Symmetrie ist damit kein Idealzustand, sondern ein Funktionsmaß innerhalb lebendiger Prozesse.
6. Symbolon: Geteiltheit und Rückbindung
Der ursprüngliche Begriff σύμβολον (sýmbolon) bezeichnete ein geteiltes Zeichen, dessen Sinn nur durch das Zusammenfügen beider Teile entsteht. Symbolik ist hier kein autonomes Zeichensystem, sondern ein Rückkopplungsprinzip. Übertragen auf Weltbezüge bedeutet dies: Ein Teil liegt in der Handlung, der andere in der Konsequenz. Wahrhaftigkeit entsteht erst durch ihre Verbindung. Symbolon ist somit identisch mit der Einheit von Tätigkeit und Wirkung und nicht von ihr ablösbar.
7. Teilsein, Funktion und Stoffwechsel
Das griechische Denken kennt kein isoliertes Individuum. Der Mensch ist Teil der φύσις (phýsis), des sich selbst hervorbringenden Werdens. Existenz wird als Prozess verstanden, nicht als Besitz. Begriffe wie μέρος (Teil), ἔργον (Tätigkeit) und ἐνέργεια (tätiges Wirksamsein) beschreiben den Menschen als Funktionsträger innerhalb von Kreisläufen. Stoffwechselprozesse sind dabei keine bloß biologischen Details, sondern Ausdruck einer grundlegenden Eingebundenheit in Austausch- und Abhängigkeitsverhältnisse.
8. Umwelt, Milieu und Eingebundensein
Bis in das 20. Jahrhundert hinein wurde der Mensch selbstverständlich als Teil seiner Umwelt oder seines Milieus verstanden. Umwelt bezeichnete einen Mit-Zusammenhang, keinen äußeren Gegenstand. Die spätere begriffliche Trennung von Mensch und Umwelt markiert einen grundlegenden Wandel: Eingebundensein wird durch Verfügbarkeit ersetzt, Teilhabe durch Kontrolle. Damit verschiebt sich das Selbstverständnis vom Funktionsteil zum vermeintlichen Herrschaftszentrum.
9. Begriffsverschiebung und Machtkonstruktion der Moderne
Die moderne Ausweitung und Umdeutung zentraler Begriffe folgt einer strukturellen Logik: Tätigkeit wird von Konsequenz getrennt, Rückkopplung durch Setzung ersetzt, Maß durch abstrakte Symmetrievorstellungen verdrängt. Begriffe wie Wahrheit, Konstruktion, Symbol oder Identität verlieren ihren operativen Kern und werden zu Legitimationen menschlicher Allmachtansprüche. Die ursprünglichen Bedeutungen werden verschwiegen oder entleert, um eine scheinbare Autonomie des Menschen gegenüber den Bedingungen seiner Existenz zu bestätigen.
10. Schluss
Die griechische Ganzheitslogik zeigt eine Weltauffassung, in der Wahrheit, Logos, Technē und Symbolon identisch mit tätiger Bewährung sind. Diese Begriffe kommen den realen Existenzbedingungen näher, weil sie Abhängigkeit, Maß und Rückkopplung nicht ausblenden. Keine noch so ausgefeilte begriffliche Konstruktion hebt die stofflichen, energetischen und ökologischen Bedingungen des Lebens auf. Wahrheit erweist sich dort, wo Begriffe wieder an Tätigkeit, Widerstand und Konsequenz rückgebunden werden.
Technologie und Zivilisation: Eine kritische interdisziplinäre Zusammenfassung
Einleitung
In der modernen akademischen Diskussion ist das Verhältnis zwischen Technologie (Technē im klassischen Sinn) und menschlicher Zivilisation ein zentrales Thema der Kritik. Diese Zusammenfassung positioniert sich an der Schnittstelle von Philosophie, Kulturtheorie, Kunsttheorie und Technikphilosophie, um zu untersuchen, wie verschiedene Denker die Rolle der Technologie in der Zivilisation behandelt haben. Unter Rückgriff auf Quellen aus der antiken Philosophie (z. B. Platons Dialoge über technē), über die kulturkritischen Ansätze des 20. Jahrhunderts, bis hin zu zeitgenössischen philosophischen Perspektiven (Heidegger, Sloterdijk, Latour, Haraway u. a.) werden die Hauptargumente skizziert und anschließend kritisch miteinander verglichen.
Das Ziel ist zweifach:
- Eine akademische Übersicht darüber zu geben, wie Technologie als zivilisationsgestaltende Kraft kritisiert wurde, und
- diese Perspektiven mit meiner eigenen Position zu kontrastieren, indem die Einseitigkeiten jedes Ansatzes hervorgehoben und ein integrativeres Verständnis vorgeschlagen wird.
Die Sprache balanciert dabei zwischen einem nüchtern-argumentativen Ton und zugespitzten, kritischen Beobachtungen. Alle Aussagen werden mit passenden wissenschaftlichen Referenzen im APA-Stil (hier im Text in eckigen Klammern) belegt. Durch die Untersuchung mehrerer Blickwinkel – von Platons Vorstellung von technē als Handwerkswissen bis hin zur feministischen Cyborg-Theorie – wollen wir verstehen, wie jeder Ansatz „so tut, als wäre er eine Zivilisationskritik“, und inwieweit er dabei begrenzt oder voreingenommen ist.
Philosophische Grundlagen: Platons Konzept der Technē
Jede tiefgehende Untersuchung der Rolle der Technologie in der Gesellschaft kann von ihren klassischen Grundlagen profitieren. Im antiken griechischen Denken bedeutete technē (τέχνη) Kunst, Handwerk oder fachliche Technik – eine Form des praktischen Könnens. Platons Dialoge zeigen eine komplexe Sicht auf technē und ihre Beziehung zu wahrem Wissen (epistēmē).
Bemerkenswerterweise verwarf Platon technē nicht als „bloßes Handwerk“, sondern verknüpfte sie oft mit Wissen und Tugend. So unterscheidet Sokrates im Dialog Gorgias die echte technē von bloßer Gewohnheit oder Routine (empeiria), wobei er betont, dass ein wahres Handwerk auf das Wohl seines Gegenstandes abzielt – wie die Medizin auf die Gesundheit des Patienten – und dass Handwerke dadurch definiert sind, dass sie Rechenschaft (logos) über ihr Tun ablegen können [plato.stanford.edu].
Ähnlich beschreibt Sokrates in der Politeia das Regieren einer Stadt (das Handwerk des Herrschens) als eine Art technē, die, geleitet vom Wissen um das Gute (die Ideen), auf das Wohl der gesamten Stadt achtet [plato.stanford.edu]. Der Philosophenkönig verfügt also über eine technē, die von höherem Wissen geprägt ist [plato.stanford.edu].
Dieses klassische Verständnis impliziert: Technologie bzw. Handwerk ist nicht wertneutral; sie sollte ethischem Wissen untergeordnet sein und dem Gemeinwohl dienen.
Platons Faszination für technē als Modell für Wissen und Tugend ist ein früher Versuch, technische Fähigkeit mit Moralphilosophie zu verbinden. Für Platon war das Problem nicht die Technologie an sich, sondern dass technische Macht von Weisheit geleitet werden muss. Diese positive Sicht auf technē steht im Gegensatz zu manchen modernen Technologiekritiken, die oft die entfremdenden oder gefährlichen Aspekte technischer Zivilisation betonen. Platon liefert jedoch einen zentralen Referenzpunkt: Technē ist ein fundamentaler Bestandteil des menschlichen Lebens und der Polis – die Frage ist, wie sie eingesetzt und ob sie durch wahre Einsicht gelenkt wird.
In der etymologischen Erklärung, wird auf den Begriff "plastikḗ téchnē" (πλαστικὴ τέχνη) im Altgriechischen verwiesen.
Das Wort "téchnē" (τέχνη) ist ein altgriechischer Begriff, der oft mit "Kunst" oder "Handwerk" übersetzt wird. In der antiken griechischen Philosophie und insbesondere in den Werken von Platon und Aristoteles hat "téchnē" eine tiefere Bedeutung. Es bezieht sich nicht nur auf die mechanische Fertigkeit oder das Handwerk, sondern auch auf das Wissen und die Prinzipien, die dieses Handwerk oder diese Kunst untermauern.
Im Kontext von "plastikḗ téchnē" könnte es sich auf die Kunst oder das Handwerk des Formens oder Modellierens beziehen, insbesondere in Bezug auf Materialien wie Ton, Gips oder Wachs.
Die Unterscheidung zwischen "téchnē" und anderen Formen des Wissens oder der Praxis war für die antiken griechischen Philosophen wichtig. Es steht im Gegensatz zu Begriffen wie "epistēmē" (wissenschaftliches Wissen) oder "phronēsis" (praktische Weisheit).
Kurz gesagt, "téchnē" im Kontext des Wortes "plastisch" betont die kunstvolle und handwerkliche Seite des Formens und Gestaltens.
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Ja, in dem von Ihnen bereitgestellten etymologischen Abschnitt bezüglich des Wortes "plastisch" wurde auf das griechische Wort "plastikḗ téchnē" (πλαστικὴ τέχνη) hingewiesen.
Das griechische Wort "téchnē" (τέχνη) kann mit "Kunst" oder "Handwerk" übersetzt werden und bezieht sich auf das Wissen oder die Fähigkeit, Dinge zu schaffen oder zu machen. In antiken griechischen Texten wird "téchnē" oft im Gegensatz zu "epistēmē" (Wissen oder Wissenschaft) verwendet. Während "epistēmē" sich auf theoretisches Wissen bezieht, bezieht sich "téchnē" auf praktisches Wissen oder Fähigkeiten, die in der Praxis angewendet werden.
In diesem Kontext bedeutet "plastikḗ téchnē" so viel wie "die Kunst des Formens" oder "die Technik des Gestaltens", insbesondere im Hinblick auf Materialien wie Ton, Gips oder Wachs. Dies passt gut zum Konzept der Plastik und Bildhauerei, wie es im deutschen Wort "plastisch" und in verwandten Begriffen zum Ausdruck kommt.
Es ist interessant festzustellen, dass der Begriff "Technologie" (im Englischen "technology"), wie wir ihn heute verwenden, von "téchnē" abstammt und ursprünglich eine Studie oder eine Beschreibung der Künste bedeutete. Mit der Zeit hat der Begriff jedoch eine engere Bedeutung angenommen und bezieht sich nun auf die Anwendung wissenschaftlichen und mathematischen Wissens zur Lösung praktischer Probleme, insbesondere im Kontext der Industrie und des Ingenieurwesens............................3 / 3
Ja, der Begriff "téchnē" (τέχνη) taucht im von Ihnen bereitgestellten Text auf, im Zusammenhang mit der Etymologie des Wortes "plastisch". "Téchnē" ist ein altgriechisches Wort und hat eine Reihe von Bedeutungen, die je nach Kontext variieren können. Es wird oft als "Kunst", "Handwerk", "Technik" oder "Fertigkeit" übersetzt.
In der antiken griechischen Philosophie, besonders bei Aristoteles, wird "téchnē" oft im Gegensatz zu "epistēmē" (Wissen oder Wissenschaft) betrachtet. Während "epistēmē" sich auf theoretisches Wissen bezieht, bezieht sich "téchnē" auf praktisches Wissen oder Fertigkeiten, das heißt, auf Wissen, das auf die Herstellung von Dingen oder das Erreichen praktischer Ziele ausgerichtet ist.
In Ihrem bereitgestellten Text bezieht sich "plastikḗ téchnē" (πλαστικὴ τέχνη) spezifisch auf die Kunst des Formens oder Gestaltens, insbesondere mit Materialien wie Ton, Gips oder Wachs.
Es ist wichtig zu beachten, dass "téchnē" in der antiken griechischen Kultur eine breite Palette von Tätigkeiten abdeckte, von handwerklichen Fähigkeiten wie Töpferei und Bildhauerei bis hin zu künstlerischen Fähigkeiten wie Musik und Poesie. Es repräsentierte eine Form des Wissens oder der Fertigkeit, die durch Erfahrung, Übung und Lernen erworben wurde.................4 / 4
Ja, in der von Ihnen bereitgestellten etymologischen Beschreibung des Wortes "plastisch" wird der griechische Begriff "plastikḗ téchnē" (πλαστικὴ τέχνη) erwähnt. In der griechischen Antike hat das Wort "téchnē" (τέχνη) eine vielschichtige Bedeutung, die sich im Wesentlichen auf Kunst, Handwerk und Fähigkeiten bezieht.
Lassen Sie uns den Begriff "téchnē" näher betrachten:
Téchnē (τέχνη):
- Kunst und Handwerk: Im antiken Griechenland bezeichnete "téchnē" eine Art von Wissen oder Fähigkeit, insbesondere das Wissen darüber, wie man etwas herstellt oder tut. Es könnte sich auf die Fähigkeiten eines Handwerkers, Bildhauers, Malers, Dichters oder sogar eines Arztes beziehen.
- Im Gegensatz zu "Epistēmē": Während "téchnē" oft mit der praktischen Fähigkeit oder dem Handwerk assoziiert wurde, stand "epistēmē" für das theoretische Wissen oder die Wissenschaft. Diese beiden Begriffe wurden oft gegenübergestellt, um den Unterschied zwischen praktischem Wissen und theoretischem Wissen zu verdeutlichen.
- Philosophische Betrachtungen: Viele antike Philosophen, einschließlich Platon und Aristoteles, haben sich mit dem Konzept von "téchnē" auseinandergesetzt. Zum Beispiel sah Aristoteles "téchnē" als eine Form des rationalen Wissens an, das sich auf die Produktion von Dingen konzentriert.
Im Kontext der etymologischen Beschreibung von "plastisch" bezieht sich "plastikḗ téchnē" speziell auf die Kunst oder das Handwerk des Formens oder Modellierens, wie es bei Ton, Gips oder Wachs der Fall ist.
Haben Sie weitere Fragen zu diesem Thema oder gibt es andere Aspekte von "téchnē", die Sie interessieren könnten?...........................
ist der Téchnē-begriff ein referenzwert
Der Begriff "téchnē" (τέχνη) aus der antiken griechischen Philosophie und Kultur ist sicherlich ein Referenzwert in dem Sinne, dass er als maßgeblicher Begriff für die Diskussion und das Verständnis von Kunst, Handwerk, Fähigkeit und Wissen in der westlichen intellektuellen Tradition dient.
Einige Gründe, warum "téchnē" als Referenzwert betrachtet wird:
- Philosophische Bedeutung: Große antike griechische Philosophen wie Platon und Aristoteles diskutierten und analysierten den Begriff "téchnē" in ihren Werken. Dies hat dazu beigetragen, den Begriff im westlichen Denken zu verankern.
- Einfluss auf spätere Denker: Die Ideen und Konzepte rund um "téchnē" haben viele nachfolgende Denker und Philosophen beeinflusst, sowohl in der Antike als auch in der Moderne.
- Relevanz für zeitgenössische Diskussionen: In modernen Diskussionen über Technologie, Kunst und Ethik wird der Begriff "téchnē" oft herangezogen, um die Verbindung zwischen praktischem Wissen und Fertigung zu erforschen. Das Wort "Technologie" selbst leitet sich von "téchnē" und dem griechischen Wort "logos" (Wort, Lehre) ab.
- Breite Anwendbarkeit: Der Begriff kann auf verschiedene Bereiche angewendet werden, von den bildenden Künsten über Handwerk bis hin zu Medizin und anderen Fachgebieten.
- Kontrast zu anderen Formen des Wissens: Wie bereits erwähnt, steht "téchnē" oft im Gegensatz zu "epistēmē" (theoretisches Wissen) und anderen Formen des Wissens, was zu interessanten Diskussionen und Analysen über die Natur und die verschiedenen Arten von Wissen führt.
Insgesamt dient "téchnē" als wichtiger Referenzpunkt in Diskussionen über Kunst, Handwerk, Technologie und Wissen im Allgemeinen, insbesondere im Kontext der westlichen Philosophie und Kultur....................2 / 2
Ja, der Begriff "téchnē" (τέχνη) aus der antiken griechischen Philosophie dient oft als Referenz oder Grundlage für Diskussionen über Kunst, Handwerk, Technik und Wissen in der westlichen Geistesgeschichte. Insbesondere in den Geisteswissenschaften, der Philosophie und der Kunsttheorie wird er häufig als Referenzpunkt oder -wert herangezogen, um verschiedene Formen von Fähigkeiten, Wissen und künstlerischer Praxis zu beschreiben und zu analysieren.
Einige Kontexte, in denen "téchnē" als Referenzwert dient:
- Philosophie und Kunsttheorie: Der Unterschied zwischen "téchnē" und "epistēmē" (theoretischem Wissen) in den Werken von Philosophen wie Platon und Aristoteles dient als Grundlage für Diskussionen über das Wesen von Kunst und Wissenschaft.
- Technologie und Gesellschaft: In modernen Diskursen über Technologie und deren Einfluss auf die Gesellschaft kann "téchnē" als Referenzpunkt dienen, um das Verhältnis von Handwerk, Kunst und Technologie zu reflektieren.
- Kunstpraxis und -ausbildung: In der Kunstausbildung und -praxis wird der Begriff manchmal verwendet, um den handwerklichen Aspekt der Kunst zu betonen, insbesondere in Gegensatz zu rein konzeptionellen oder theoretischen Ansätzen.
- Vergleichende Studien: In interdisziplinären oder vergleichenden Studien kann "téchnē" als Referenzwert verwendet werden, um Parallelen oder Unterschiede zwischen verschiedenen Kulturen und Traditionen hinsichtlich ihrer Ansichten über Kunst und Handwerk zu untersuchen.
Insgesamt kann man sagen, dass "téchnē" in vielen Diskussionen über Kunst, Handwerk, Technik und Wissen als ein wertvoller Referenzpunkt dient, um verschiedene Perspektiven und Ansichten zu kontextualisieren und zu analysieren.
Prolog:
In der Welt der antiken griechischen Philosophie, lange bevor moderne Konzepte von Technik und Wissenschaft entstanden, war der Begriff "Techne" bereits präsent. In der Ilias, einem epischen Werk aus dem 13./12. bis 7. Jahrhundert v. Chr., bezeichnete "Techne" das Können der Handwerker, die als "Tekton" bekannt waren. Doch schon damals war "Techne" nicht nur auf handwerkliche Tätigkeiten und das Herstellen von Dingen beschränkt, sondern umfasste Verfahren und Methoden für alle Arten von Tätigkeiten.
Im Laufe der Zeit entwickelte sich der Begriff "Techne" weiter und erhielt neue Bedeutungen. Die sophistischen Gelehrten, wie zum Beispiel Protagoras, legten ihren Schwerpunkt auf die Ausbildung ihrer Schüler in der Kunst der Rede und Rhetorik. Hierbei wurde bereits eine erste Form einer allgemein anwendbaren Methodik sichtbar, wie Wissen strukturiert und überzeugend weitergegeben werden kann.
Mit dem Aufstieg Athens im 5. Jahrhundert v. Chr. und der Zeit des Sokrates erhielt "Techne" eine umfassendere Bedeutung. Es wurde als Wissen und Können verstanden, das auf bestimmte Ziele und Zwecke ausgerichtet war. Platon betonte insbesondere das Wissen als Grundlage für "Techne" und stellte es somit auf eine wissenschaftliche Basis.
Aristoteles führte weitere Differenzierungen ein und unterschied klar zwischen "Techne" und "Episteme" (Wissenschaft). Er ordnete "Techne" dem poietischen Teil der menschlichen Tätigkeiten oder Wissenschaften zu. Aristoteles betonte die Bedeutung von Methodik, um eine Kunstkonzeption zu gewährleisten und das Handeln aufgrund von Gründen und Ursachen zu ermöglichen.
So entwickelte sich der Begriff "Techne" im antiken Griechenland von einem handwerklichen Können zu einem umfassenderen Verständnis von Wissen, Methodik und Zielgerichtetheit. Es war eine Kunst des Handelns, die auf planvolles Erreichen von Zielen abzielte.
Heute, in einer Zeit des technologischen Fortschritts und der immer komplexer werdenden Welt, kann die Rückbesinnung auf den antiken Begriff "Techne" uns helfen, die Verbindung zwischen Kunst, Wissenschaft und Technik zu erforschen. Indem wir die Bedeutung von Wissen, Methodik und Zielsetzung in unserer modernen Welt reflektieren, können wir neue Wege finden, um unsere Tätigkeiten und Handlungen auf ein höheres Niveau zu heben und das Potenzial des menschlichen Schaffens zu entfalten. Die Werkstatt "3 Minuten vor dem Urknall" und "3 Minuten danach" lädt uns ein, diese Reise anzutreten und die vielfältigen Aspekte von "Techne" in unserer Zeit zu erkunden.................2 / 2
Der Begriff "Techne" hat eine lange und vielfältige Geschichte, die in verschiedenen philosophischen Traditionen verankert ist. Bereits in der Ilias, einer alten griechischen Epos, wurde "Techne" als das Können der Handwerker definiert. Im Laufe der Zeit entwickelte sich "Techne" von einem handwerklichen Konzept zu einem Verfahren und einer Methode, die auf jede Art von Tätigkeit angewendet werden konnte.
Die Sophisten, eine Gruppe von Gelehrten im antiken Griechenland, konzentrierten sich besonders auf die Ausbildung ihrer Schüler in der Rhetorik, der Kunst der Rede. Dabei entwickelten sie erste Ansätze einer allgemein anwendbaren Methodik, um Wissen strukturiert und überzeugend zu vermitteln.
Sokrates und Platon prägten den Begriff "Techne" weiter. Platon betonte, dass jede "Techne" auf Wissen basiert und ein Ziel verfolgt. Das Wissen über das Objekt und die Ziele, die erreicht werden sollen, bilden die Grundlage für jede "Techne". Platon legte somit den Grundstein für die Verbindung von "Techne" mit dem Guten und betonte den teleologischen Charakter dieser Tätigkeiten.
Aristoteles führte weitere Differenzierungen ein. Er unterschied zwischen theoretischem Wissen ("epistéme") und praktischem Wissen ("techne"). Während "epistéme" sich auf das Erkennen von Ursachen konzentriert, bezieht sich "techne" auf die Fähigkeit, Regeln auf den Einzelfall anzuwenden. Aristoteles betonte die Bedeutung einer methodischen Vorgehensweise und sah darin den Unterschied zur "Techne" der Sophisten, die eher unstrukturiert arbeiteten.
Die Bedeutung von "Techne" hat sich im Laufe der Geschichte weiterentwickelt und ist eng mit Wissenschaft und Kunst verbunden. Heutzutage wird "Techne" oft mit dem Begriff "Technik" gleichgesetzt, doch die ursprüngliche Bedeutung umfasste mehr als nur technisches Können. "Techne" stand für ein systematisches Wissen, das auf konkrete Ziele ausgerichtet war und sowohl theoretische als auch praktische Aspekte umfasste.
Die Wiederentdeckung und Wertschätzung der vielfältigen Bedeutung von "Techne" kann uns helfen, eine ganzheitlichere Sichtweise auf unsere Tätigkeiten zu entwickeln und die Verbindung zwischen Kunst, Wissenschaft und Praxis zu stärken. Es geht darum, die Fähigkeit zu entwickeln, sowohl das Handwerkliche als auch das Intellektuelle in unserer Arbeit zu vereinen und dabei stets das Gute als Ziel vor Augen zu haben.................3 / 3
Der Begriff "Techne" hat eine lange Geschichte und ist in verschiedenen philosophischen Traditionen zu finden. Bereits in der Ilias, die zwischen dem 13. und 7. Jahrhundert v. Chr. aufgezeichnet wurde, wird "Techne" als das Können der Handwerker definiert. Es war nicht mehr nur auf handwerkliche Tätigkeiten beschränkt, sondern wurde zu einer Verfahrens- und Methodenlehre für jegliche Art von Tätigkeit. "Techne" ermöglichte vorausschauende Berechnungen und zielgerichtetes Handeln, mit einem klaren Ziel vor Augen. In der griechischen Gesellschaft wurden "Techne" und die damit verbundenen Gewerbe unterschiedlich bewertet. Die "banausischen" Gewerbe hatten einen niedrigeren Stellenwert als die "höheren" Künste, die von Musikern, Dichtern, Wissenschaftlern und anderen ausgeübt wurden.
Die Sophisten, darunter Protagoras, legten ihren Fokus auf die Ausbildung in Rhetorik und entwickelten erste Ansätze einer allgemein anwendbaren Methodik. Die Kunst der Rede war ein Beispiel für geschultes Können und hatte eine höhere Bedeutung. Sokrates und Platon betonten das Wissen als Grundlage von "Techne". Platon sah "Techne" als Ausrichtung auf das Gute für das Objekt, basierend auf Wissen über das Objekt und seine Ziele. Er legte den Schwerpunkt auf Wissenschaft als Grundlage für "Techne".
Aristoteles führte weitere Differenzierungen ein und unterschied zwischen Theoretikern und Praktikern. Er ordnete "Techne" dem poietischen Teil der menschlichen Tätigkeiten oder Wissenschaften zu. Aristoteles differenzierte auch zwischen "Techne" und "Episteme" und betonte die Bedeutung von Methodik. Ohne eine klare Methodik bleibt die Kunst aufs Geratewohl beschränkt.
Insgesamt zeigt sich, dass der Begriff "Techne" im Laufe der Zeit eine Entwicklung durchlaufen hat. Von einem handwerklichen Können entwickelte er sich zu einer allgemeinen Verfahrens- und Methodenlehre für verschiedene Tätigkeiten. Wissen und Methodik wurden zu zentralen Elementen von "Techne". Diese historische Betrachtung ermöglicht es uns, das umfassende Verständnis und die vielfältigen Aspekte von "Techne" zu erfassen...........4 / 4
Prolog:
In der Antike hatte der Begriff "Techne" eine vielschichtige Bedeutung, die von den Vorsokratikern bis zu den Philosophen wie Sokrates, Platon und Aristoteles reichte. Ursprünglich bezog sich "Techne" auf das handwerkliche Können der Tekton, der Handwerker, wie es in der Ilias beschrieben wurde. Doch im Laufe der Zeit entwickelte sich "Techne" zu einer Methode und einem Verfahren, das auf alle Arten von Tätigkeiten angewendet werden konnte. Es ermöglichte vorausschauende Berechnungen und zielgerichtetes Handeln, bei dem ein bestimmtes Ziel angestrebt und verwirklicht werden sollte.
In der griechischen Gesellschaft wurden die verschiedenen Arten von "Techne" unterschiedlich bewertet. Die "banausischen" Gewerbe, wie Leichenbestatter, Banker, Salbenhersteller und Köche, hatten einen anderen Stellenwert als die sogenannten "höheren" Künste, zu denen Musiker, Dichter, Wissenschaftler, rhetorisch geschulte Redner, medizinisch gebildete Ärzte und Schauspieler mit Beherrschung der Bühnenkunst gehörten. Es gab eine Hierarchie der Künste, die sich sowohl in der griechischen Gesellschaft als auch in der Bedeutung von "Techne" widerspiegelte.
Mit den sophistischen Gelehrten erfuhr der Begriff "Techne" eine weitere Wandlung. Insbesondere die Ausbildung in Rhetorik, der Kunst der Rede, stand im Mittelpunkt ihres Interesses. Sie entwickelten erste Ansätze einer allgemein anwendbaren Methodik, um Wissen strukturiert und überzeugend weiterzugeben. Diese Betonung des Wissens als Grundlage für "Techne" setzte sich bei Platon fort, der die Verbindung zwischen Wissenschaft und "Techne" herstellte.
Aristoteles führte schließlich eine differenzierte Sicht auf "Techne" ein. Er unterschied zwischen theoretischem Wissen (epistéme) und praktischem Können (techne) und ordnete "Techne" dem poietischen Teil der menschlichen Tätigkeiten zu. Dabei betonte er die Bedeutung von Methodik, die eine Kunstkonzeption ermöglichte und das Handeln auf rationale Ursachen und Gründe stützte.
In diesem Prolog wird deutlich, dass der Begriff "Techne" in der Antike eine breite Palette von Bedeutungen umfasste und eng mit handwerklichem Können, Methodik, Wissen und Kunst verbunden war. Es war ein Konzept, das die Grundlagen für zielgerichtetes Handeln und die Verwirklichung von Werken oder Taten schuf. Die verschiedenen philosophischen Traditionen der Antike trugen dazu bei, das Verständnis von "Techne" weiterzuentwickeln und seine Bedeutung für das menschliche Streben nach Erkenntnis und schöpferischem Ausdruck zu erfassen...................5 / 5
Prolog:
In der Welt der Vorsokratiker und antiken Philosophie wird der Begriff "Techne" in seiner umfassenden Bedeutung erforscht und interpretiert. Bereits in der Ilias, einer der ältesten schriftlichen Aufzeichnungen der griechischen Literatur, wird "Techne" als das Können der Handwerker beschrieben, die als "Tekton" bekannt waren. Doch im Laufe der Zeit entwickelte sich "Techne" zu mehr als nur handwerklichen Fähigkeiten und der Produktion von Gütern. Es wurde zu einem Verfahren und einer Methode für jegliche Art von Tätigkeit.
Die Sophisten, eine Gruppe von Gelehrten und Lehrern aus der Zeit der Vorsokratiker, legten besonderen Wert auf die Ausbildung ihrer Schüler in der Rhetorik. Dabei entwickelten sie erste Ansätze einer allgemein anwendbaren Methodik, um Wissen strukturiert und überzeugend weiterzugeben. "Techne" wurde zu einem Mittel, um Ziele planvoll zu erreichen und wurde somit zum praktischen Wissen, das vorausschauende Berechnungen und zielgerichtetes Handeln ermöglichte.
Die Philosophen Sokrates und Platon prägten den Begriff "Techne" weiter. Platon betonte die Bedeutung von Wissen als Grundlage für "Techne" und sah sie als Fundament für Lehre und Kunst. Aristoteles führte weitere Unterscheidungen ein und differenzierte zwischen "Techne" und "Episteme" (Wissenschaft). Er ordnete "Techne" dem poietischen Teil menschlicher Tätigkeiten zu und betonte die Rolle von Methodik und theoretischem Wissen in der Kunst.
Der Begriff "Techne" hat sich im Laufe der Jahrhunderte gewandelt und entwickelt, doch die grundlegende Idee, dass es sich um ein praktisches Wissen handelt, das auf konkrete Ziele ausgerichtet ist, bleibt bestehen. Die Betrachtung von "Techne" in seiner historischen Entwicklung und in den verschiedenen philosophischen Traditionen ermöglicht es uns, die vielfältigen Aspekte und Bedeutungen dieses Begriffs zu verstehen.
In dieser Prolog wird deutlich, wie sich der Begriff "Techne" von den frühen griechischen Handwerken bis hin zu einer umfassenderen Konzeption von Wissen, Methodik und Zielerreichung entwickelt hat. Es verdeutlicht die Verbindung zwischen Kunst, Handwerk, Wissenschaft und praktischem Handeln und lädt dazu ein, über die Bedeutung von "Techne" in unserer modernen Welt nachzudenken....................6 / 6
Prolog:
Die Bedeutung des Begriffs "Techne" erstreckt sich über verschiedene philosophische Traditionen und historische Kontexte. Bereits in der Ilias, einem Epos aus dem 13./12. bis 7. Jahrhundert v. Chr., findet sich die Vorstellung von "Techne" als dem Können der Handwerker, den "Tekton". Doch im Laufe der Zeit entwickelte sich der Begriff über die handwerkliche Tätigkeit hinaus zu einem Verfahren und einer Methode für jegliche Art von Tätigkeit. "Techne" ermöglichte vorausschauende Berechnungen und zielgerichtetes Handeln, indem es das Tun bestimmt und ein konkretes Ziel vor Augen hat.
In der griechischen Gesellschaft unterschied man zwischen den "banausischen" Gewerben, wie Leichenbestattern, Bankern, Salbenherstellern und Köchen, und den "höheren" Künsten, wie Musikern, Dichtern, Wissenschaftlern und rhetorisch geschulten Rednern. Dabei wurde die "Techne" der handwerklichen Gewerbe geringer angesehen als die der "freien Künste". Diese Unterscheidung zwischen angewandter und freier Kunst sowie zwischen Grundlagenforschung und angewandter Forschung erinnert an heutige Debatten.
Die sophistischen Gelehrten, allen voran Protagoras, legten besonderen Wert auf die Ausbildung ihrer Schüler in der Rhetorik. Sie entwickelten erste Ansätze einer allgemein anwendbaren Methodik, um Wissen strukturiert und überzeugend weiterzugeben. Sokrates und Platon bauten auf diesen Ideen auf und betonten die Bedeutung von Wissen als Grundlage für "Techne". Platon sah in der "Techne" das Streben nach dem Guten für das Objekt der Tätigkeit und verankerte das Fundament der Lehre in der Wissenschaft.
Aristoteles führte weitere Differenzierungen ein, die den Begriff "Techne" in Richtung der Unterscheidung von Technik und Wissenschaft lenkten. Er unterschied zwischen theoretischer und praktischer "Techne" sowie zwischen Theoretikern und Praktikern. Eine Kunst wurde als ein System fester Regeln definiert, das auf den Einzelfall angewendet werden muss. Methodik spielte eine zentrale Rolle, um die Ursachen und Gründe des Handelns zu erkennen und das Werk der Kunst hervorzubringen.
Dieser Prolog zeigt, dass der Begriff "Techne" in der griechischen Tradition eine vielschichtige Bedeutung hatte und sich im Laufe der Zeit weiterentwickelte. Es geht um das Können, die Methodik und das Streben nach dem Guten in verschiedenen Tätigkeitsbereichen. Die Verbindung von Kunst, Wissenschaft und praktischer Umsetzung steht dabei im Fokus. Diese vielfältige Auffassung von "Techne" dient als Ausgangspunkt, um die Zusammenhänge zwischen den Disziplinen zu erforschen und neue Erkenntnisse für die heutige Zeit zu gewinnen.-------------------7 / 7
Prolog:
In der antiken griechischen Welt hatte der Begriff "Techne" eine vielfältige Bedeutung und reichte weit über die Vorstellung von handwerklichem Können hinaus. Schon in der Ilias, die zwischen dem 13. und 7. Jahrhundert v. Chr. aufgezeichnet wurde, findet sich der Ursprung der Auffassung von "Techne" bei den Vorsokratikern. Dort wurde "Techne" als das Können der Handwerker bezeichnet, die als "Tekton" bekannt waren. Im Laufe der Zeit entwickelte sich der Begriff zu einer Methode und Verfahrensweise, die für jede Art von Tätigkeit angewendet werden konnte.
Die Sophisten, gelehrte Denker aus der Vorsokratiker-Zeit, widmeten sich insbesondere der Ausbildung ihrer Schüler in Rhetorik. Hierbei wurden erste Ansätze einer allgemein anwendbaren Methodik erkennbar, um Wissen strukturiert und überzeugend weiterzugeben. Die Bedeutung von "Techne" differenzierte sich auch in der griechischen Gesellschaft aus, wobei bestimmte Gewerbe als "banausische" Tätigkeiten angesehen wurden, während andere, wie Musiker, Dichter und Wissenschaftler, als "höhere" Künste betrachtet wurden.
Sokrates und Platon trugen zur Weiterentwicklung des Begriffs "Techne" bei. Platon betonte insbesondere das Wissen als Grundlage für "Techne" und positionierte es als fundamentale Lehre, die nicht nur auf handwerkliche Fertigkeiten, sondern auf wissenschaftlichem Wissen beruhen sollte. Aristoteles führte weiterführende Differenzierungen ein und ordnete "Techne" dem poietischen Teil der menschlichen Tätigkeiten oder Wissenschaften zu. Dabei unterschied er zwischen theoretischer "Techne" als Erkennen von Ursachen und praktischer "Techne" als anwendungsbezogene Fähigkeit.
In der heutigen Zeit erinnert uns die Betrachtung des Begriffs "Techne" daran, dass es nicht nur um technische Fertigkeiten geht, sondern auch um das Wissen, die Methodik und die Ziele, die hinter unseren Handlungen stehen. "Techne" ist eng mit dem Streben nach dem Guten und der effektiven Umsetzung verbunden. Es stellt eine Verbindung her zwischen Kunst, Wissenschaft und praktischer Anwendung und lädt uns ein, über die Bedeutung und Konsequenzen unserer Tätigkeiten nachzudenken.
In dieser Prolog wird die Entwicklung und Bedeutung des Begriffs "Techne" in der antiken griechischen Welt skizziert. Von den Ursprüngen bei den Vorsokratikern über die Sophisten bis hin zu Sokrates, Platon und Aristoteles zeigt sich eine Entwicklung hin zu einem umfassenden Verständnis von "Techne" als Methode, Wissen und Fähigkeit. Diese Betrachtung lädt uns dazu ein, über unsere eigenen Handlungen und ihr Streben nach dem Guten und der effektiven Umsetzung nachzudenken............
Prolog:
In der antiken griechischen Gesellschaft wurden verschiedene Arten von "Techne" unterschieden, je nachdem, ob sie von den sogenannten "banausischen" Gewerben oder den "höheren" Künsten ausgeübt wurden. Die "artes mechanicae", zu denen Berufe wie Leichenbestatter, Banker, Salbenhersteller, Köche und Schmiede gehörten, hatten in der Gesellschaft einen anderen Stellenwert als die "artes liberales", die von Musikern, Dichtern, Wissenschaftlern, rhetorisch geschulten Rednern, medizinisch gebildeten Ärzten und Schauspielern mit Beherrschung der Bühnenkunst ausgeübt wurden.
Der Begriff "Techne" bezeichnete dabei nicht nur das handwerkliche Können, sondern auch die Verfahren und Methoden, die für alle Arten von Tätigkeiten relevant waren, sei es Denken oder Handeln. Es ging um die Konsequenzen, die durch diese Tätigkeiten entstanden. "Techne" umfasste praktisches Wissen und zielgerichtetes Handeln, bei dem das Tun ein bestimmtes Ziel hatte - eine Bewegung, ein Werk oder eine Tat, die verwirklicht werden sollte.
Interessanterweise wurden den sozial niedrig stehenden Gewerben, wie beispielsweise Leichenbestattern, Bankern und Salbenherstellern, ein geringerer Stellenwert zugeschrieben als den sogenannten "höheren Künsten". Dieses Ungleichgewicht spiegelte sich auch in anderen Bereichen wider, wie zum Beispiel in der Kaufmannschaft, der Geschäftswelt und den Banken, wo das Belohnungssystem auf den Kopf gestellt wurde. Das, was heute oft als Leitbild verstanden wird, war im antiken Griechenland anders ausgeprägt.
Die Kunst, einschließlich der höheren Künste, hatte den höchsten Stellenwert in der Gesellschaft. Dieses Verständnis möchte ich wiederherstellen und gleichzeitig mit der Wissenschaft verbinden, indem ich den Zusammenhang der Kunst in ihren unterschiedlichen Ebenen oder Perspektiven betrachte. Dabei soll die Kunst nicht nur als ästhetischer Ausdruck betrachtet werden, sondern als Erkenntnisquelle und Erklärungsgrundlage. Dies steht im Gegensatz zum vorherrschenden Geschäftsmodell des Kapitalismus oder der Ökonomie, das die selbstzerstörerischen Kräfte einschließlich des Individuums in seiner Isolation und Immunität oder Resistenz gegen Veränderungen verstärkt.
Der Prolog lädt dazu ein, die Wertigkeit der Kunst und ihre Verbindung zur Wissenschaft wiederzuentdecken. Es stellt die Hierarchie der Künste in Frage und stellt die Kunst als Grundlage für ein tieferes Verständnis der gesellschaftlichen Gestaltungskraft in Bezug auf selbstzerstörerische Kräfte dar. Es ist ein Aufruf, sich der Verweigerung von Veränderungen zu öffnen und neue Perspektiven einzunehmen.........2 / 2
Prolog:
In der antiken griechischen Gesellschaft wurde der Begriff "Techne" unterschiedlich bewertet und auf verschiedene Tätigkeiten angewendet. Die "Techne" der sogenannten "banausischen" Gewerbe, wie Leichenbestatter, Banker, Salbenhersteller, Köche und Schmiede, hatte einen anderen Stellenwert als die "Techne" der sogenannten "höheren" Künste, ausgeübt von Musikern, Dichtern, Wissenschaftlern und rhetorisch geschulten Rednern. Dieser Unterschied spiegelt sich auch in der griechischen Gesellschaft wider, in der bestimmte Gewerbe als "banausisch" angesehen wurden, während andere als "freie Künste" betrachtet wurden.
Der Begriff "Techne" umfasst nicht nur das handwerkliche Können und das Herstellen von Dingen, sondern bezieht sich auch auf die Verfahren und Methoden, die für alle Tätigkeiten gelten. Es geht um das praktische Wissen und zielgerichtetes Handeln, um etwas zu bewegen und ein Werk oder eine Tat zu verwirklichen. Dabei spielen die Konsequenzen, die durch diese Tätigkeiten entstehen, eine bedeutende Rolle.
Die Unterscheidung zwischen den "banausischen" Gewerben und den "höheren" Künsten kann auch auf unsere heutige Gesellschaft übertragen werden. In der modernen Geschäftswelt haben beispielsweise Banker und Salbenhersteller einen anderen Stellenwert als Musiker und Dichter. Das Belohnungssystem ist auf den Kopf gestellt, und das, was heute oft als Leitbild angesehen wird, steht in Kontrast zu den Werten und Prioritäten der griechischen Gesellschaft.
Die Kunst und die noch höhere Kunst nehmen in dieser Hierarchie den höchsten Stellenwert ein. Diese Wertvorstellung möchte ich wiederherstellen und gleichzeitig mit der Wissenschaft verbinden. Dabei geht es darum, den Zusammenhang der Kunst in ihren unterschiedlichen Ebenen und Perspektiven zu verstehen. Als Erkenntnisgrundlage möchte ich dieses Verständnis der Kunst in Beziehung setzen zu unserem heutigen Geschäftsmodell, dem Kapitalismus oder der Ökonomie. Dabei möchte ich die gestalterische Kraft in den Blick nehmen, aber auch die selbstzerstörerischen Kräfte, die sowohl die Gesellschaft als auch das Individuum betreffen. Es geht um die Isolation, Immunität oder das Resistenzverständnis des Individuums, das Veränderungen ablehnt und sich verschließt.
Dieser Prolog verdeutlicht, dass der Begriff "Techne" in der griechischen Gesellschaft unterschiedliche Wertigkeiten hatte. Die Kunst und die höheren Künste nahmen einen hohen Stellenwert ein, den ich wiederherstellen und mit der Wissenschaft verbinden möchte. Dabei möchte ich die Kunst in ihren verschiedenen Ebenen betrachten und in Beziehung zur heutigen Geschäftswelt setzen, um ein Verständnis für die Auswirkungen des Kapitalismus und der Ökonomie zu entwickeln. Es geht um die Gestaltungskraft und die Herausforderungen, die sich daraus ergeben, einschließlich der selbstzerstörerischen Kräfte und der Veränderungsbereitschaft des Individuums.................3 / 3
Prolog:
In der antiken griechischen Gesellschaft unterschied man zwischen den sozial niedrig stehenden "banausischen" Gewerben, auch bekannt als "artes mechanicae", und den sogenannten "höheren" oder später als "freie Künste" bezeichneten Tätigkeiten, den "artes liberales". Die techne, das Können der Handwerker, hatte einen anderen Stellenwert als die techne der Musiker, Dichter, Wissenschaftler und anderer Künstler.
Während die techne der banausischen Gewerbe, wie beispielsweise Leichenbestatter, Banker, Salbenhersteller, Köche und Schmiede, eher niedrig angesehen wurde, genossen die techne der freien Künste einen höheren Status. Diese Künste wurden von rhetorisch geschulten Rednern, medizinisch gebildeten Ärzten und Schauspielern mit Beherrschung der Bühnenkunst ausgeübt.
Interessanterweise können wir heute Parallelen zu diesen Unterscheidungen ziehen. In der modernen Welt haben bestimmte Berufe, wie diejenigen in der Börsen- und Geschäftswelt oder im Bankwesen, einen hohen Stellenwert und werden oft als Leitbild angesehen. Gleichzeitig wird die Kunst, ebenso wie die höhere Kunst in der griechischen Gesellschaft, manchmal nicht in dem Maße geschätzt, wie es angemessen wäre.
Der Prolog lädt dazu ein, den Stellenwert der Kunst, insbesondere der höheren Kunst, wiederherzustellen und sie gleichzeitig mit der Wissenschaft zu verbinden. Es geht darum, den Zusammenhang zwischen Kunst und Wissenschaft in ihren verschiedenen Ebenen und Perspektiven zu erkennen. Dieser Zusammenhang kann als Erkenntnisgrundlage dienen, um das Verständnis von Geschäftsmodellen, Kapitalismus oder Ökonomie in ihrer Gestaltungskraft und den damit verbundenen selbstzerstörerischen Kräften zu hinterfragen. Dies beinhaltet auch die Betrachtung der Isolation, Immunität oder des Resistenzverständnisses des Individuums und der Verweigerung von Veränderungen.
Indem wir den Stellenwert der Kunst wiederherstellen und sie mit der Wissenschaft verbinden, eröffnet sich die Möglichkeit, neue Perspektiven zu gewinnen und ein umfassenderes Verständnis von unserer Welt und unseren Handlungen zu entwickeln. Es geht darum, sich für Veränderungen zu öffnen und die Verbindung zwischen Kunst, Wissenschaft und unserer menschlichen Existenz zu erkennen...............4 / 4
Prolog:
In der antiken griechischen Gesellschaft wurden verschiedene Arten von Tätigkeiten unterschieden und in Bezug auf ihren gesellschaftlichen Stellenwert bewertet. Dabei spielte auch der Begriff "Techne" eine Rolle. Die "Techne" der sogenannten "banausischen" Gewerbe, wie Leichenbestatter, Banker, Salbenhersteller, Köche und Schmiede, hatte einen anderen Stellenwert als die "Techne" der sogenannten "höheren" Künste, die von Musikern, Dichtern, Wissenschaftlern, rhetorisch geschulten Rednern, medizinisch gebildeten Ärzten und Schauspielern mit Beherrschung der Bühnenkunst ausgeübt wurde.
Der Begriff "Techne" bezog sich nicht nur auf handwerkliches Können oder das Herstellen von Dingen, sondern vielmehr auf Verfahren, Methoden und das praktische Wissen, das mit den Tätigkeiten verbunden war. Es ging um die Konsequenzen, die durch diese Tätigkeiten entstanden, und um das zielbewusste Handeln, um ein bestimmtes Werk oder eine Tat zu verwirklichen.
Interessanterweise hatte die "Techne" der sogenannten "banausischen" Gewerbe, wie zum Beispiel Banker oder Salbenhersteller, einen niedrigeren gesellschaftlichen Stellenwert als die "Techne" der "höheren" Künste. Dieses Missverhältnis zwischen dem gesellschaftlichen Ansehen von Tätigkeiten spiegelt sich auch in unserer heutigen Zeit wider. So wird zum Beispiel das Geschäfte-Machen in der Börsen- und Geschäftswelt oft höher bewertet als handwerkliche Tätigkeiten.
Der Protagonist dieses Prologs möchte jedoch die Wertigkeit der Kunst und insbesondere der "höheren" Künste wiederherstellen und sie gleichzeitig mit der Wissenschaft verbinden. Er erkennt die verschiedenen Ebenen und Perspektiven der Kunst und möchte diese mit Erkenntnis und als Erklärungsgrundlage für die Gestaltungskraft des Kapitalismus oder der Ökonomie konfrontieren. Dabei stellt er die selbstzerstörerischen Kräfte des Kapitalismus und die Isolation sowie die Widerstandsverständnisse des Individuums gegenüber.
Dieser Prolog skizziert das soziale Gefüge der antiken griechischen Gesellschaft und die unterschiedliche Wertigkeit von Tätigkeiten, die mit dem Begriff "Techne" verbunden sind. Es wirft auch einen Blick auf unsere heutige Zeit und die Diskrepanz in der Bewertung verschiedener Tätigkeiten. Gleichzeitig wird der Wunsch des Protagonisten deutlich, die Kunst in ihrer höchsten Form wiederherzustellen und mit der Wissenschaft zu verbinden, um ein umfassendes Verständnis für die Gestaltungskraft des Kapitalismus und der Ökonomie zu erlangen und den selbstzerstörerischen Kräften entgegenzuwirken...........5 / 5
Prolog:
In der griechischen Gesellschaft wurden unterschiedliche Stellenwerte den verschiedenen Ausübenden von "Techne" zugeschrieben. Die techne der sogenannten "banausischen" Gewerbe, wie Leichenbestatter, Banker, Salbenhersteller, Köche und Schmiede, wurde als sozial niedrig angesehen. Im Gegensatz dazu hatten die techne der sogenannten "höheren" oder "freien Künste", wie sie später genannt wurden, einen höheren Stellenwert. Diese wurden von Musikern, Dichtern, Wissenschaftlern, rhetorisch geschulten Rednern, medizinisch gebildeten Ärzten und Schauspielern mit Beherrschung der Bühnenkunst ausgeübt.
Der Begriff "Techne" in diesem Kontext bedeutete nicht nur handwerkliches Können oder die Fähigkeit zur Herstellung und Produktion, sondern vielmehr das Wissen über Verfahren und Methoden, das für alle Arten von Tätigkeiten relevant war. Es ging um die Konsequenzen, die durch diese Tätigkeiten entstanden. "Techne" war das praktische Wissen und das zielbewusste Handeln, das das Tun bestimmte und ein Ziel anstrebte - etwas, das bewegt, ein Werk oder eine Tat, die verwirklicht werden sollten.
Die Unterscheidung zwischen den "banausischen" Gewerben und den "höheren" Künsten spiegelte sich auch in der griechischen Gesellschaft wider. Das Leitbild und die Wertschätzung waren in einer Art Hierarchie angeordnet, wobei den "freien Künsten" ein höherer Stellenwert zugesprochen wurde. Heutzutage können wir ähnliche Tendenzen in der Geschäfts- und Finanzwelt beobachten, in der Banker und Salbenhersteller als Beispiel dienen. Hier wird die Belohnung und der Wert oft in einem Belohnungssystem definiert, das nicht immer den eigentlichen Wert oder Nutzen für die Gesellschaft widerspiegelt.
Es ist interessant zu bemerken, dass die griechische Sichtweise in Bezug auf die Stellenwerte von "Techne" und die Bewertung der Künste und Gewerbe dem heutigen Verständnis oft auf den Kopf gestellt erscheint. Die Kunst und insbesondere die "höhere Kunst" hatten den höchsten Stellenwert, den es wiederherzustellen gilt. Gleichzeitig soll diese Kunst mit der Wissenschaft verbunden werden, um einen umfassenden Zusammenhang der Kunst in ihren verschiedenen Ebenen und Perspektiven zu schaffen.
Ein Ziel besteht darin, die Erkenntnisse und Erklärungsgrundlagen dieser Betrachtung in Bezug auf Geschäftsmodelle, Verständnis von Kapitalismus oder Ökonomie gegenüberzustellen. Dabei soll die Gestaltungskraft dieser selbstzerstörerischen Kräfte, einschließlich des Individuums in seiner Isolation und Immunität, sowie des Widerstands gegen Veränderungen offenbart werden. Es geht darum, ein Verständnis für die Bedeutung und den Wert der Kunst wiederzuerlangen und gleichzeitig mit wissenschaftlichem Wissen zu verbinden. Denn in der Kunst liegt eine Erkenntnisquelle und eine Grundlage für die Gestaltung einer Gesellschaft, die über rein materielle und ökonomische Aspekte hinausgeht.--------------2 / 2
