Und prüfen Sie sie mit E1–E4:
4. Die Grundarchitektur ist ein Vier-Ebenen-Modell, das nicht ontologisch als „Weltaufteilung“, sondern operativ als Zuständigkeitsraster geführt wird. Die Wirklichkeit im Projekt wird über vier Ebenen (E1–E4) gefasst.
Sie dient dazu, Zuständigkeiten unterscheiden und trainieren zu können, indem man in jeder konkreten Frage zuerst die jeweils wirksame Ebene wiederauffindet und anschließend die Übertragungen zwischen den Ebenen sichtbar macht.
E1 bezeichnet Funktionieren und Existenz im Sinne von Tragfähigkeit, Verletzbarkeit und physischer Konsequenz: Was hier geschieht, ist nicht verhandelbar, weil Folgen unabhängig von Meinung eintreten.
E2 bezeichnet Stoffwechsel und Leben: Abhängigkeiten, Rhythmen, Regeneration und die Bedingungen, unter denen Leben überhaupt stabil bleibt.
E3 bezeichnet Symbolwelten und Konstrukte: Sprache, Rollen, Recht, Eigentum, Identität, Narrative und alle Geltungsordnungen, die Menschen erzeugen und gegenseitig bestätigen.
E4 bezeichnet das Kopplungsdesign des Projekts selbst: die Prüfarchitektur, also die Verfahren, Schnittstellen und Regeln, mit denen E3 wieder an E1 und E2 rückgebunden, überprüft und revidierbar gemacht wird.
Das Training besteht darin, bei jeder Aussage, Forderung oder Erklärung erstens die Ebene zu markieren, in der sie entsteht oder wirkt, und zweitens die typischen Übertragungen zu erkennen: wann Symbolisches (E3) physische und biologische Maßstäbe (E1/E2) überschreibt, wann biologische Bedürfnisse (E2) in symbolische Rechtfertigungen (E3) umgeformt werden, oder wann technische Machbarkeit (E1) fälschlich als moralische Legitimation (E3) gilt. Genau diese sichtbare Ebenenarbeit erzeugt Zuständigkeit: Wer wofür verantwortlich ist, woran etwas überprüfbar ist, und wo eine Revision notwendig wird.
Das Konzept: ein Prüfoperator vorzustellen: eine Eingabeformel, die Fragen so umformt, dass sie auf Konsequenzen und Tragfähigkeit zurückführen. Nachhaltigkeit als Kopplungs- und Rückkopplungsproblem kennen zu lernen.
