Verhältnissystem der Ordnung: 51:49 als Minimalasymmetrie gegen 50:50 als Perfektionsgrammatik.

Aus Globale-Schwarm-Intelligenz

Das Projekt führt ein Verhältnissystem ein, das nicht numerische Weltdeutung, sondern Prioritäts- und Haftungsregel ist. 51:49 bezeichnet eine Minimalasymmetrie, die genügt, um im Konfliktfall E1/E2 zu priorisieren, ohne Symbolik zu eliminieren.

Diese Minimalasymmetrie verhindert, dass Geltung als gleichrangig mit Tragfähigkeit behandelt wird.

Sie bindet E3/E4 an Trägerbedingungen zurück, indem sie fordert, dass keine Setzung gelten darf, die ihre Kosten und Konsequenzen an E1/E2 delegiert, verdeckt oder semantisch neutralisiert. 50:50 bezeichnet demgegenüber den spiegelbildlichen Symmetriedualismus einer Perfektionsgrammatik, in der Gleichrangigkeit behauptet wird und Rückkopplung als Störung erscheint.

Daraus folgt ein Driftpfad, der als Betriebswirkung beschrieben wird: Aus behaupteter Gleichrangigkeit entsteht faktisch eine extreme Schieflage, weil Geltung kurzfristig schneller stabilisiert als Trägerprozesse, sodass E3/E4 de facto dominieren und E1/E2 erst im Krisenmodus „antworten“. 51:49 ist die Stopp-Regel, die diese Schieflage früh unterbricht, indem sie Haftung im Jetzt verlangt.

Die Plattform arbeitet mit einem einfachen Kalibrierprinzip, das als 51:49-Minimalasymmetrie beschrieben wird.

Gemeint ist kein mystischer Zahlencode, sondern eine Strukturbehauptung über lebendige und technische Stabilität: Reale Rückkopplungen sind nicht spiegelbildlich perfekt, sondern plastisch, asymmetrisch und an Grenzen gebunden.

In der Natur ist Stabilität eine fortlaufende Nachsteuerung in Ungleichgewichten; sie ist nicht die Herstellung einer perfekten Symmetrie, sondern die Vermeidung von Kipppunkten durch dauernde Korrektur. Demgegenüber tendieren viele Symbolwelten zur Perfektionsgrammatik: perfekte Ordnung, perfekte Gerechtigkeit, perfekte Demokratie, perfekter Mensch, perfekte Reinheit.

Wenn Perfektion als Geltungssystem betrieben wird, entsteht leicht ein 50:50-Symmetriedualismus: eine scheinbar „reine“ Welt der Ideen, Normen oder Bilder gegen eine „unreine“ Welt der Körperlichkeit. Genau diese Trennung ist driftanfällig, weil sie Rückkopplung moralisch abwertet oder als bloßes Material behandelt.