Evolution und Integration durch Kunst und Gesellschaft

Aus Globale-Schwarm-Intelligenz

Sonnenuntergang: Aussicht von meinem Balkon über Berlin. KI-Institut für universale künstlerische Konsequenz- und Rückkopplungsforschung. Kontexturealisierung

1. Leitfrage und Erkenntnisinteresse

Warum zerstört der Mensch seine Existenzbedingungen, und wie wird Urteil im Symbolrauschen wieder so rückkopplungsfähig organisiert, dass Irrtum sichtbar, zumutbar und revidierbar wird, bevor Kipppunkte die Korrektur erzwingen?

Dieser Kontextanker ist der durchgehende Bezugsrahmen für Textmodule, Plattforminterfaces, Prüfpfade und Versionierung, damit jede Ausarbeitung auf dieselbe Unterscheidung von Geltung und Tragfähigkeit, auf dieselben Ebenen E1–E4 und auf dieselbe 51:49-Vorrangregel der Korrektur zurückführbar bleibt. Ausgangslage: Vernetzung ohne Zurechenbarkeit

2. Grundsatz: Geltung ist nicht Tragfähigkeit

Symbolische Setzungen wie Begriffe, Rollen, Recht, Eigentum, Identität, Narrative, Status und institutionelle Anerkennung bleiben Entwürfe, solange ihre Konsequenzen in Funktionieren und Leben nicht sichtbar gemacht, zugerechnet und revisionsfähig gehalten werden.

Überleben ist keine Meinung, weil Existenz- und Lebensgrenzen unabhängig von Zustimmung entscheiden. Maßstab ist daher nicht die innere Stimmigkeit einer Deutung, sondern ihre Rückbindung an Tragfähigkeit über Zeit, einschließlich Fehlerkosten, Verzögerungen, Nichtlinearitäten und Kipppunktverhalten.

3. Materie-Welt und Gegen-Materie-Welt: eine Welt, zwei Betriebsweisen

Die „Materie-Welt“ bezeichnet im Projektkontext den nicht verhandelbaren Konsequenzraum von E1 und E2, in dem Tragfähigkeit, Bruch, Erschöpfung, Regeneration und Grenzen urteilen.

Die „Gegen-Materie-Welt“ bezeichnet den verhandelbaren Wirk- und Koordinationsraum von E3 und E4, in dem Wirksamkeit über Zeichen, Verfahren, Anerkennung, Institutionen und Interfaces erzeugt wird. Zielanker: Verantwortung als Rückkopplungsfähigkeit, Gemeinsinn als öffentliche Kalibrierpraxis.Begriffskern: Referenzsystem, Kalibrierung, Konsequenzpfad, Gegen-Materie, Ich-Doppelregister.

E4: Kopplungsdesign und Prüfbetrieb E4 umfasst Kopplungsdesign und Prüfbetrieb: Protokolle, Zuständigkeiten, Haftung, Prüfpfade, Interfaces, Infrastrukturen, Metriken, Versionierung und Revisionswege. E4 entscheidet, ob E3 tatsächlich rückgekoppelt ist oder ob Entkopplung als Normalbetrieb stabilisiert wird. Damit erweitert E4 das dreistufige Schichtenmodell um die betriebliche Steuerungsebene: Nicht nur „was gilt“ (E3) ist relevant, sondern „wie Korrektur tatsächlich durchgesetzt wird“ (E4).

4. Ebenenlandkarte des Rückkopplungsbetriebs: E1–E4

E1: Funktionieren und Existenz als Tragfähigkeit (51:49)

E1 umfasst Funktionieren und Existenz als Widerstand, Energie- und Materialgrenzen sowie Stabilität über Zeit im Sinn einer minimalen Asymmetrie (51:49). Wahr im Sinn von E1 heißt: Etwas trägt. Wenn es nicht trägt, bricht es.

E2: Stoffwechsel und Leben als Organismus–Milieu-Kopplung (51:49)

E2 beschreibt Stoffwechsel und Leben als Kopplung von Organismus und Milieu im 51:49-Sinn: Versorgung, Regeneration, Rhythmusfenster und Verletzbarkeit. In E2 gibt es keine Trennung zwischen Körper und Geist, weil Bewusstsein als leibgebundene, versorgungsabhängige und störanfällige Prozessform existiert. Wird das Ich-Bewusstsein in Referenzsystemen funktional kalibriert, existiert es im Tätigsein als Verantwortlichkeit. Handeln ist Konsequenzvollzug in Rückkopplung mit Abhängigkeitsfolgen—Kosten, Verzögerungen, Reparaturbedarf und Grenzverhalten—und diese Ebene urteilt über Erschöpfung, Störung, Kipppunkte und Wiederherstellbarkeit.

E3: Symbolwelten und Konstrukte als Gegen-Materie (50:50)

E3 umfasst Symbolwelten und Konstrukte als „Gegen-Materie“: Begriffe, Rollen, Recht, Identität, Eigentum, Narrative, Werte, Status und institutionelle Deutungsordnungen. E3 ist verhandelbar und für Koordination notwendig; zugleich kann E3 Geltung produzieren, während E1/E2 erodieren, wenn Rückbindung nicht erzwungen wird. Charakteristisch für diese Entkopplungsdynamik ist die operative Trennung zwischen Körper und Geist: Das Ich-Bewusstsein wird als scheinbar eigenständige, von Verletzbarkeit und Stoffwechselbedingungen ablösbare Instanz behandelt.

Dieser Trennung liegt der spiegelbildliche 50:50-Symmetriedualismus zugrunde: die Idee perfekter Form, perfekter Ordnung, perfekter Gesetzgebung und eines perfekten Geistes beziehungsweise eines perfekten Ich-Bewusstseins. In dieser „Gegen-Materie-Welt“ kann normative Stimmigkeit die Rolle von Tragfähigkeit übernehmen, solange Korrektur nicht durch 51:49 an Konsequenzen in E1/E2 zurückgebunden wird.

E4: Kopplungsdesign und Prüfbetrieb als Steuerungsebene

E4 umfasst Kopplungsdesign und Prüfbetrieb: Protokolle, Zuständigkeiten, Haftung, Prüfpfade, Interfaces, Infrastrukturen, Metriken, Versionierung und Revisionswege. E4 entscheidet, ob E3 tatsächlich rückgekoppelt ist oder ob Entkopplung als Normalbetrieb stabilisiert wird. Damit erweitert E4 das dreistufige Schichtenmodell um die betriebliche Steuerungsebene: Nicht nur „was gilt“ (E3) ist relevant, sondern „wie Korrektur tatsächlich durchgesetzt wird“ (E4).

5. Vorbild für So-Heits-Gesellschaft: Téchnē, Symmetria, Kunst, Theater und Polis als Trainingsmedien für Verantwortung und Gemeinsinn.

Téchnē bezeichnet prüfbare Könnerschaft im Vollzug; sie kann scheitern und ist gerade dadurch kalibrierbar. Maß ist betriebliche Angemessenheit unter Randbedingungen; das Einpendeln ins Toleranzfeld wird zur Normalform. Symmetria erscheint nicht als Spiegelideal, sondern als Maß-Beziehung und Passung,"51:49" die nur über Rückmeldung stabil bleibt. Kunst und Handwerk fungieren als anthropologische Trainingsfelder, weil sie Fantasie an Materialwiderstand binden, Fehler sichtbar machen, Umkehrbarkeit begrenzen, Zeit erfahrbar machen und Urteil als Konsequenzlesen einüben. Theater macht das Als-ob prüfbar, indem es Darsteller und Dargestelltes trennt und Rollenfusion als Driftquelle exponiert; Polis bezeichnet die gemeinsame Maßpraxis, in der Rückkopplung öffentlich wird und Gemeinsinn als geteilte Urteilssensorik stabilisierbar wird.

6. Die Plattform Globale Schwarmintelligenz als Prüfregime

KI wird als Differenzierungs- und Gegenprüfwerkzeug eingesetzt; Maßstab bleibt die Rückkopplung über reale Konsequenzen. Der 51:49-Minimalasymmetrie-Maßstab dient als Verantwortungsprüfung: Jede Setzung muss zeigen, wie sie Konsequenzen sichtbar hält, statt sie in scheinbarer Symmetrie zu verdecken.

Die Plattform Globale Schwarmintelligenz ist vor diesem Hintergrund als infrastruktureller Schritt zu verstehen: Menschen sollen zu Wissenschaftlern der Schwarmintelligenz werden, indem sie Prüfmodule nutzen, teilen und weiterentwickeln. KI-Kooperation als Bedingung der Urteilsfähigkeit in symbolisch überformten Lebenswelten.

Die Idee, Module in KI-Systeme einzuspeisen, dient dabei nicht der Autoritätssteigerung von KI-Antworten, sondern der Transformation des Antwortmodus. Eine gewöhnliche KI kann plausible, sprachlich glatte und konsensnahe Antworten generieren. Ein Prüfregime hingegen erzwingt, dass Aussagen an Rückkopplungen, Toleranzbereichen und Konsequenzketten gemessen werden. Dadurch verschiebt sich der Schwerpunkt von Geltung zu Tragfähigkeit.

Zweck der Plattform, Rolle der Schwarmintelligenz, Funktionsweise mit Modulen + KI, und was mein Prüfungssystem gegenüber Standard-KI-Antworten verändert.

7. Künstlerische Zivilisationskritik als Rückkopplungsarbeit

Der interdisziplinäre Ansatz, der hier verfolgt wird, ist wesentlich künstlerisch, weil künstlerische Praxis den Widerstand von Material, Raum, Körper und Wahrnehmung erfahrbar macht und damit die erste und zweite Ebene nicht nur behauptet, sondern performativ prüft.

Kunst wird zur Zivilisationskritik, wenn sie Symbolwelten nicht moralisch kommentiert, sondern ihre Rückkopplungsdefizite sichtbar macht. In diesem Sinn ist die künstlerische Perspektive nicht Dekoration eines theoretischen Arguments, sondern ein Erkenntnismodus, der die Differenz zwischen Geltung und Tragfähigkeit praktisch demonstrieren kann.

Schwarmintelligenz wird damit zur Verantwortungsintelligenz. Die zentrale Arbeit besteht darin, die modernen Operatoren von Innen, Außen, Subjekt, Objekt, Individuum und Autonomie so umzubauen, dass sie nicht länger Unverletzlichkeit simulieren, sondern Rückkopplung ermöglichen. In dieser Umbauarbeit liegt der Kern der Verunsicherung, aber auch die Möglichkeit, aus globaler Entkopplung einen globalen Lernprozess zu machen.

Da dieses Projekt zahlreiche neue Begriffe und Ideen umfasst, finden Sie hier ein Glossar der wichtigsten Begriffe. Glossar plastischer Begriffe. Beispiel: Dysbalance als Damoklesschwert, der Menschheitsgeschichte.

8. Urheberrechtliche Hinweise, Einladung & Vermächtnis

  1. Ich erhebe keinen Anspruch auf Urheberrecht, mit Ausnahme der Nutzung für kommerzielle Zwecke, die nicht erlaubt sind.
  2. Es ist mein Beitrag zur Gestaltung einer Zukunft, in der Kunst, Wissenschaft und Gesellschaft nicht mehr getrennt sind. Ich heiße Sie in dieser globalen Bewegung willkommen. Näheres meinen blauen Navigationslinks zu folgen, und sehen Sie sich hierzu die verschiedensten Startseiten an um einen Einblick zu bekommen, wie sich dieses Kunstwerk globale Schwarmintelligenz entwickelt hat.

Mit hoffnungsvollen Grüßen,

Wolfgang Fenner